Iturbe: Die Industrievereinigung Paraguays (UIP) gab den Bau von „Hibernia Guairá“ bekannt: eine neue agroindustrielle Anlage zur Herstellung von Zucker und Ethanol im Departement Guairá. Das Projekt befindet sich derzeit in der Bauphase und soll mehr als 300 direkte Arbeitsplätze schaffen.
Die Anlage wird an die Zuckerrohrproduktion der Region angeschlossen und bezieht ihre Rohstoffe vor allem von Landwirten aus Iturbe, Borja, San Salvador, Ñumí und José Fassardi.
Die Initiative zielt darauf ab, landwirtschaftliche Erzeugung, Verarbeitung der Rohstoffe und industrielle Fertigung in einer einzigen Wertschöpfungskette zu verbinden.
Zuckerrohr wird zu Zucker und Kraftstoff verarbeitet
Die Fabrik ist darauf ausgelegt, das regionale Rohmaterial zu Zucker und Ethanol umzuwandeln. Dadurch kann das von Erzeugern aus verschiedenen Bezirken geerntete Zuckerrohr direkt im selben Departement industriell verarbeitet werden.
Die gesteigerte Ethanolproduktion soll zudem die nationale Versorgung mit diesem Kraftstoff erweitern und die Abhängigkeit von importierten Energieprodukten verringern.
Bagasse liefert Energie für den Betrieb
Das Projekt setzt auf ein Modell der Kreislaufwirtschaft: Der nach der Verarbeitung des Zuckerrohrs verbleibende Bagasse wird als Energiequelle genutzt, um die Anlagen zu betreiben.
Dadurch kann die Anlage einen Teil ihres Energiebedarfs mit eigenen Produktionsabfällen decken und den Einsatz von Brennholz im industriellen Betrieb vollständig einstellen.
Bauarbeiten bereits angelaufen
Vertreter der UIP besichtigten das Gelände, um den Baufortschritt und die vorgesehene Produktionsstruktur zu prüfen. Die Anlage ist noch im Aufbau und wird Teil eines neuen agroindustriellen Zentrums rund um die Zuckerrohrkette in Guairá.
Das Vorhaben umfasst neben der Fabrik selbst auch Erzeuger, Transportunternehmen und Zulieferer, die mit Anbau, Beförderung und Verarbeitung des Zuckerrohrs befasst sind.
Wochenblatt / El Ratio














