Asunción: Paraguay macht einen weiteren Schritt in seiner Politik der gesellschaftlichen Wiedereingliederung mit der Gründung des ersten Verbandes für ehemals Inhaftierte des Landes namens “Nuevo Horizonte“ (Neuer Horizont).
Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches Unterstützungsnetzwerk, das Menschen nach verbüßter Haftstrafe berufliche Perspektiven bieten soll. Der Verband dient als Brücke für die Rückkehr in die Gesellschaft und stellt ein neues Werkzeug dar, um das Rückfallrisiko zu senken.
Diese Initiative, die ihre Gründung durch eine öffentliche Urkunde formalisiert hat, zielt darauf ab, den Zugang zu menschenwürdiger Beschäftigung zu fördern und all jene institutionell zu begleiten, die ihr Leben neu aufbauen und den Teufelskreis der Ausgrenzung durchbrechen wollen.
Der nächste Schritt besteht nun in der Erlangung der juristischen Person (Rechtsfähigkeit), damit das Netzwerk seinen Betrieb in vollem Umfang aufnehmen kann. Die Gründungsurkunde wird von der öffentlichen Pflichtverteidigung unterstützt, was den Zugang zu Rechten garantiert, die soziale Inklusion stärkt und eine Justiz mit dem Schwerpunkt der resozialisierenden Gerechtigkeit fördert.
Zu den Hauptzielen des Verbandes gehört die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Diese sollen eigene Unternehmensgründungen in Bereichen wie Tischlerei, Gastronomie, Kunsthandwerk, Recycling, professionelle Reinigung und Wäscherei ermöglichen. Ziel ist es, dass Menschen nach verbüßter Strafe in voller Freiheit ein nachhaltiges Einkommen und ein unabhängiges Leben führen können.
Parallel dazu wird die berufliche Eingliederung gefördert, indem Partnerschaften mit öffentlichen und privaten Institutionen angestrebt werden, um die Ausbildungs- und Beschäftigungschancen zu erweitern. Arbeit gilt hierbei als Schlüsselinstrument, um die Rückfallquote zu senken und die öffentliche Sicherheit zu stärken.
Schließlich setzt sich die Initiative dafür ein, den 24. September als “Tag der gesellschaftlichen Wiedereingliederung“ anzuerkennen, um durch Unterstützung und Inklusion für zweite Chancen zu werben.
Wochenblatt / IP Paraguay















