“Nicht einmal ein Tier lebt wie sie“

Villa Elisa: Sie sind jeweils 86 und 89 Jahre alt. Sie leben in einem Haus aus Kartons, mit alten Teppichen und Plastiktüten als Innenausstattung. „Nicht einmal ein Tier lebt wie sie“, sagte Leo Florentin.

Das ältere Paar lebt in Villa Elisa, am Rande eines Flusses. Die Unsicherheit des täglichen Lebens ist extrem. Sie sind auf Essen von den Nachbarn angewiesen und deren Solidarität. Einer ist sogar ihr Freund, der Innereien in der Gegend verkauft.

Der Fall wurde in sozialen Netzwerken publik. „Wir sind müde von den Gesetzen“, heißt die Gruppe von Leo Florentin und hat schon mehr als 90.000 Mitglieder.

„Das alte Paar wurde völlig aufgegeben. Kein Tier lebt so. Der alte Mann sammelt Dosen um zu überleben“, sagte Florentin.

Mitglieder aus der Facebook Gruppe brachten den alten Menschen vernünftiges Essen. Sie aßen sonst nur Innereien und Kekse.

„Wir wollten erst ein Haus bauen. Nachbarn jedoch betonten, an der Stelle trete der Fluss oft über das Ufer. Jetzt hat uns ein Anwohner gesagt, dass es in der Nähe ein kleines Anwesen gebe. Es kostet 14 Millionen Guaranies“, erklärte Florentin.

In den kommenden Wochen werden Spendenaktionen durchgeführt. Egal ob Sachgüter oder Geld, jeder kann helfen. Zugleich wollen Mitglieder der Facebook Gruppe an Kreuzungen Geldspenden einsammeln. Weitere Informationen über den Fall erteilen Carlos Galeano (0971) 346-752, Alberto Velázquez (0984) 441-285 und Gabriel Leiva (0994) 701-783.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu ““Nicht einmal ein Tier lebt wie sie“

  1. Ich helfe schon seit Jahren einer grossen 11 koepfigen Familie mit Geld, entsprechend meiner finanziellen Moeglichkeiten! Dafuer weiss ich genau fuer was das Geld verbraucht wird! Zum Beispiel letzte Woche unterstuetzte ich eine Frau dieser Familie mit den noetigsten (Kleider, Medikamente und „WC Papier“) fuer den Aufenthalt im IPS „Krankenhaus“
    Bei andere Spenden-Orte weiss ich genau, dass der groesste Teil des Geldes verschwindet, wie uebrigens auch in Europa!

    1. Ja so mache ich es auch. Ich will sehen was mit meiner Geldspende passiert. Nicht so wie in gewissenen Hilfsorganisationen, wo 90% der Gelder für Administratifes verschwindet.

  2. Schlimm. Haben die beiden denn keine Kinder, die sie zumindest bei der IPS anmelden können um eine kleine Rente zu erhalten? Oder scheitert das an irgendwelchen Gründen?
    Man soll auch in Würde altern!

  3. Das ist halt hier nicht wie in Europa, wo die Munispalidades zuerst bei den 73 Kindern schauen, ob man diese zum Donieren verpflichten kann. Bringen würde es hier auch nichts, denn diese hätten offiziell sowieso no plata. Warum es für Bedürftige kein Ministerium mit zehn Schaltern für Nummernherausgabe und zweihundert Supervisoren und -visorinnen gibt bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich um die Steuergelder für Soziales auszugeben. (Für einige: Ja, das war Witz).
    Auch ich wollte schon helfen, indem ich es wie es wohl jeder Euro tun würde, indem ich Sachspenden geliefert habe. Erstes Mal gracias, zweites Mal Nasenrümpfen. Mal hätte es doch lieber in Hart oder in Papierform oder als 12×1 (Böller bei Fußballspielen) gesehen. Nein, ich spende jetzt nicht jedem Paragueier ein Smartphone, sie haben schon eines.
    Mit großem Respekt bin ich vor Jahren hergekommen. Wurde willkommen aufgenommen. Zwischenzeitlich habe ich die Menschen kennengelernt und mein Respekt hat sich um 180° gewendet. Ich donare keinen unico Guaranie mehr.

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