Offene Wahllisten: Was tatsächlich beschlossen wurde

Asunción: In der außerordentlichen Sitzung des Senats, wurde der Gesetzesprojekt der Partei Patria Querida (Geliebtes Vaterland) gebilligt, nachdem die Version von Senator Cubas keine Zustimmung fand.

Beschlossen wurde ein Gesetz, welches offene Wahllisten für interne wie die Hauptwahlen vorsieht. Es gab mehrere Parlamentarier, wie beispielsweise Silvio Ovelar oder Fernando Silva Facetti, die strikt dagegen waren und dies aus verschiedenen Gründen nicht bei den Hauptwahlen anwenden wollten. Sie waren schlussendlich in der Unterzahl, unter anderem weil draußen die Lage äußerst angespannt war. Zukünftig kann man den Kandidaten per Präferenzvotum wählen, während mit der zweiten Stimme die Partizipation der Partei im Kongress bestimmt wird. Die Kritiker haben nicht ganz Unrecht, wenn sie meinen, dass sich jetzt alle auf die Kandidaten konzentrieren und nicht mehr auf die Partei. Aber eigentlich kommt nur das, was anderswo schon lange so läuft und zwar nicht schlecht.

Auch wenn elektronische Wahlurnen zum Einsatz kommen sollten, soll die Kontrolle über die Auslosung der Daten nicht allein vom Wahlgericht, sondern auch von Vertretern der Partei überwacht werden.

Das Abgeordnetenhaus tagte nach Ende der Sitzung im Senat um das Gesetz ebenso abzusegnen. Ein Streitthema dabei ist die Beteiligung der Frauen, denn laut Vorschlag von Senatorin Lilian Samaniego sollen abwechseln Frauen und Männer in die offene Wahlliste. Während das Thema im Senat so akzeptiert wurde, debattierte man im Abgeordnetenhaus immer noch darüber.

Wann jedoch diese Änderungen in die Praxis umgesetzt werden, steht noch in den Sternen.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Offene Wahllisten: Was tatsächlich beschlossen wurde

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Patria Querida. Wer ist das? Die Mennoniten fingen mal an sich der PQ und Encuentro Nacional (EN) anzuschliessen. Das waren Parteien der neureichen Entrepneurs (Bankiers und Grossgrundbesitzer im Chaco wie Pedro Fadul, PQ und Caballero Vargas, EN). Nur leider gewannen die nie die Wahlen und so setzten die Mennoniten aufs Colorado Pferd. Seid dem ging es politisch und wirtschaftlich mit ihnen bergauf da immer mehr Staatsgelder in die Kolonieskassen via verschiedene „Abwasserkanaele“ fliessen (z.B. ueberteuerte Rechnungen die die Mennonitenspitaeler dem IPS stellen, usw.).
    Weil solche Splitterparteien eben „das Kapital“ vertreten, aktuieren diese auch als Lobby gegen dieses Gesetz. Man will halt dass der Normalwaehler nur Farbe waehlt und Mottos wie „waehle punta a punta colo’o“ blindlings befolgen – was ja auch bei den Mennoniten perfekt funktionierte als die Pfaffen die rechte Augenbraue hochzogen waehrend der Predigt (welches „colo’o“ waehlen bedeutet. Linke Augenbraue bedeutet Allianza-PLRA).
    Also ne Frauenquote strebt man also auch schon an. Na wenn das nicht die Transen auf den Plan rufen duerfte – die sind naemlich einmal das und morgen was anderes – womoeglich wegen der Frauenquote? Das naechste ist wohl ne Quote fuer LGBTI.

    1. Ich vertrete die Meinung der Gleichberechtigung, nach Eignung Leistung und Befähigung. Eine Quotenregelung ist damit unvereinbar.

    2. @Kuno, mit verlaub; hab nun schon des öfteren gesehen, daß sich bei Ihnen ein oft begangener Fehler manifestiert hat. Wie ich Sie einschätze, stellen Sie, im Gegensatz zu mir, den Anspruch an sich, möglichst fehlerfrei zu schreiben. Darum mein Hinweis. : https://alle-eselsbruecken.de/seid-oder-seit/
      Ihre Kommentare sind „oft“ eine Bereicherung. Danke

      1. Kuno Gansz von Otzberg

        Antworten

        Fe errata:
        Leider habe ich im taeglichen Leben nicht viel mit „geistige Wissenschaften“ zu tun und so schwinden die „kleinen aber feinen“ Nuancen und Details. Oft auch sind meine Gedankengaenge schneller als die Tastatur (waere auch ja zu bloed waere die Tastatur schneller als die eigene Birne – in dem Fall duerfte man von einer „trueben Ruebe“ reden.
        Also ich wuerde eventuell darauf tippen dass in gewissen Situationen Rechtschreibfehler auf eine hohe Intelligenz schliessen lassen.
        Wenns wirtschaftlich besser gehen sollte dann plane ich mir einen 23.7 Zoll all-in-one PC zu besorgen wo man Fehler eher entdecken kann als auf kleinen Bildschirmen.

        1. War nur gut gemeint und der Fehler ist einfach zu beseitigen. Man muß ihn nur kennen. Scheint, daß Sie mir nicht glauben, daß dieser Fehler sich bei Ihnen manifestiert hat, also keine Flüchtigkeit ist. Geben Sie folgendes in https://www.google.com ein und schauen Sie selbst: site:wochenblatt.cc „seid dem“

          1. Kuno Gansz von Otzberg

            Ja ich hatte das im Kommentar korrigiert nur war das irgendwie zensiert worden. Das WB glaub ich gebraucht ein Softwareprogramm das Satzteile in spezifischen Anfuehrungstrichen direkt loescht. Sollte heissen: „Seit dem“ von Zeitangabe, anstatt „Seid dem“ von Sein.

        2. Uff, sehr beeindruckend Ihre Reaktion. Aus einem Hinweis, auf einen manifestierten Fehler ihrerseits, kommen Sie mit einer Verteidigungsstrategie. Druckfehler, Lebenswandel, zu schnelle Gedanken, hohe Intelligenz, kleiner Bildschirm und zu guter Letzt ist sogar das WB dran schuld, mit Zensur und fehlenden „Softwareprogramm“. Diese Art von Verteidigung funktioniert sicher im täglichen Leben, wo dann der Gesprächs-„partner“ mangels sofortiger Beweisen resignieren muß, obwohl er Recht hat. Das Internet allerdings liefert diese locker. Zur Beweisführung:

          WB gefiltert mit site:wochenblatt.cc „seid dem“ liefert 16 Ergebnisse. Einmal wurde es im Artikel vom WB selbst so gemacht und zwei mal von anderen Kommentatoren. 13 mal geht auf Ihre Kappe @Kuno. Sieht nicht viel aus, es handelt sich aber um eine Wortkombination… „seid dem“ … Nächster Filter:

          site:wochenblatt.cc Kuno „seid“…. liefert 80 Treffer und auf der ersten Seite schon genug Beispiele wie Sie „seid“ falsch verwenden: „seid Monaten „, „seid dem Euro“, „seid Ewigkeiten“, „seid einem halben Jahrhundert“, „seid Monsanto im Chaco“, „seid eh wie je“, „seid ein paar Jahrzehnte“ … nun haben Sie ja eine Namensänderung durch… nächster Filter:

          site:wochenblatt.cc Johan Moritz „seid“… liefert 76 Treffer und wie gehabt, auf nur der ersten Seite: „Bin nie mehr in das Kaff getreten seid dann“, „seid 30 Jahren“, „25 Jahre seid 1990“, „seid Marito am Ruder ist“, „seid altersher“, „seid es Psychologen gibt“

          Ich habe noch ein Paar andere Filter probiert und habe nicht einen Kommentar gefunden, in dem Sie „seit“ (mit „t“) überhaupt eingesetzt haben, ob richtig oder falsch. Sie kannten den Unterschied nicht. Das ist ein bewiesener Fakt.
          Anstatt meinen Hinweis zur Kenntnis zu nehmen, zu reflektieren und mit einem „Dankeschön“ zu quittieren, verlieren Sie sich in Ausflüchte, in dem sogar das Wort „Intelligenz“ vorkommt, und nötigen hier zu einem Diskusionsfad, aus eigenem Unvermögen heraus…. um dies mal diplomatisch auszudrücken.

          Ich denke, daß Sie diesen Fehler nicht wieder machen. Der Spiegel, welchen ich Ihnen hier vorgehalten habe, sollte Emotionen bei Ihnen auslösen, welche, verbunden mit „seit oder seid“ wie ein Lernturbo wirken. Also war dies hier nicht umsonst. LG

  2. Eigentlich müsste man nur jedem Kandidaten einen Index verpassen und wie viel er „gespendet“ hat, um auf die Liste zu kommen, so könnte man die Kandidaten x1 bis xn aufgrund der daneben stehenden Zahl in US$ auswählen und die Namen müssten auch nicht veröffentlicht werden, beispielsweise: „And the winner is x10 mit 200.000 US$“. Das muss man dem gebildeten Volk nur geschickt verkaufen und alle sind trotzdem froh und glücklich im Lande der gschaffigen Bien Educados. Hauptsache Streichholz und Bier, dann alles gut.

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