Vor dem Kongress: Ein Schlachtfeld

Asunción: Seit den frühen Morgenstunden versammelten sich hunderte menschen vor dem Kongress. Am späten Vormittag rissen Demonstranten Sicherheitszäune ein. Uniformierte versuchten Ordnung zu schaffen.

Wie sollte es anders sein. Der Senat mit all den Politikern die für offene Listen waren und dies laut kundgaben, stimmte gegen das Projekt von Paraguayo Cubas. Der Selbsterhaltungstrieb der Politiker war größer als das Wohl der Bevölkerung. Trotz der Unterstützung der Llano Anhänger wurde das Projekt ins Archiv verbannt. Jetzt werden die anderen Projekte analysiert, die jedoch allesamt mit geschlossenen Listen zur Wahl gehen und nur bei der internen Wahl einen gewissen Freiraum lassen, der jedoch von den Parteien so genutzt werden kann, wie es ihnen am besten passt.

Währenddessen präsentierte eine Gruppe von Menschen, die seit Jahren für einen Abschaffung der Wahllisten agiert, eine Unterschriftensammlung von 21.000 Menschen, die dafür ist.

Als die Demonstranten vor dem Kongress von der Abweisung des Cubas Projektes erfuhren, begannen sie sich zu formieren und versuchen nun die Senatoren nicht aus dem Kongress zu lassen. Noch ist nicht klar wie ernst die Situation noch werden kann. Insgesamt sind mehr als 2.500 Polizisten im Einsatz, die für Ordnung sorgen sollen.

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5 Kommentare zu “Vor dem Kongress: Ein Schlachtfeld

  1. war ja im vorfeld schon klar das das so kommt …. jeder der es anders sieht lag und liegt falsch … da hackt sich keiner ins eigene fleisch 🙁

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Abdo, als Praesident der Reichen und Elitisten.
    Wenn man den Lateinern fragt, was Abdo denn bisher geleistet hat so bekommt man als Antwort „Nichts“ und die andere haelfte der Latinos antwortet „dass er hinter dem Cartes Fluegel her waere“.
    Also politische Saeuberungen und Nichts hat er bisher geleistet.
    Die Indianer im Chaco behaupten dass der „Destete“ (Anhetete) und HC Fluegel hinter der EPP stecken (als Hintermaenner und Financiers) und sind pro EPP als eine Art von „Befreier“ der hiesigen Misere – das Smartphone wollen sie aber nicht missen – ob es noch da waere wenn die EPP die Macht ergreifen sollte? Demnach gilt die Unterstuetzung der Mennoniten Maritos als eine Art von Schutzgelderpressung denn es ist erstaunlich ruhig betreffs der EPP wo diese gerade waehrend der Wahlen besonders aktiv war. Eine Art von RAF (Rote Armee Fraktion) als Finanzquelle der politischen Parteien und um gewisse Elemente an die Macht und ins Parlament zu bringen?

    1. Wie kann man von einem „Lateiner“ ernsthaft erwarten eine politisch vernünftige Antwort zu erhalten. Es ist doch geradezu lächerlich, von einem neuen Präsidenten, der erst wenige Monate im Amt ist, „großartige Verbesserungen“ dieses herunter gewirtschafteten Landes unter seinen Vorgängern zu erreichen. Der Korruptionsfilz sitzt überall und tief und kann nicht innerhalb weniger Monate oder Jahre vernichtet werden. Vermutlich überhaupt nie – aber ist die Masse der Bürger was Lug, Betrug und Korruption betrifft etwa besser? Eine Leistungsbilanz, ob positiv oder negativ kann erst nach Ablauf der Präsidialzeit gezogen werden. Aber dann kommt schon der nächste Sprücheklopfer an die Reihe und so geht das immer weiter.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Robin
    Na die ersten 100 Tage sind ja entscheidend.
    Das wichtigste war dem Abdo anscheinend die Botschaft von Jerusalem nach Tel Aviv rueckzuverlegen. Das ist eben Richtungsweisend und war etwa die allererste Amtshandlung.
    Wie auch ueber Radio ZP30 heute verlauten gelassen wurde, hat Bolsonaro in seinen ersten 100 Tagen die Naturschutz- und Indianergebiete des Amazonas dem Landwirtschaftsministerium ueberstellt. Man will da den Amazonas „urbar machen“ – sounds familiar? – genau, so nennen die Mennoniten das Abholzen des Chaco – „urbar machen“. Weiter zum guten Zweck die Indianer in die Entwicklung und Zivilisation zu fuehren.
    Mit anderen Worten: die Indianer in die Slums und Favelas Brasiliens anzusiedeln nach deren Vertreibung und den Amazonas grossraeumig abzuwalden um raum fuer die Agrarier und Viehzuechter zu machen. Dasselbe Spiel dort wie hier in Paraguay.
    Die Agenda Bolsonaros pro Christentum und gegen die liberale Bewegungen von LGBTI, Feminismus, usw ist ja wunderbar, nur eben die systematische Umweltzerstoerung und Guenstlingswirtschaft fuer die Reichen (langfristige Ungleichheit in der Wirtschaft) neutralisiert alle guten Vorhaben – man kann eben nicht mit Bibelversen das Publikum zumuellen und danach Korruption tun. Man muss den Indianern ihre Stammesgebiete ueberlassen, die diese gegebenenfalls unter Pacht weiterverpachten koennen und sich so ein Einkommen sichern. Es schadet nichts wenn 50% des Landesgebietes mit Urwald bedeckt ist – verhungern wird deshalb noch kein Brasilianer. Der Lebensstandard aller Menschen sollten sowieso nur aufs Noetigste beschraenkt werden – satt zu Essen, Kleidung, Dach ueber dem Kopf, Bildung, Gesundheit und Arbeit – der rest ist Luxus. Es kann nicht sein dass in Paraguay etwa 10% der Bevoelkerung 90% der Produktionsmoeglichkeiten (Kapital, Land, Vieh, Geld, usw) eignen denn diese Superreichen konzentrieren wiederum den Reichtum nur auf sich und exportieren den Ueberschuss hoechstens noch ins Ausland. Jeder arbeite fuer ein Mindestlohn und so braucht man keinen Hektar mehr roden – weder in Brasilien noch in Paraguay. Die Gier verursacht die wirtschaftlichen Verwerfungen – und diese Gier kommt dann ans Tageslicht wenn das Christentum am schwinden ist: denn ein Christ ist nicht gierig sondern Gier schliesst vom Himmel aus (auch wenn der Pfaffe was anderes sagt).

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