Ohne Ringe, weniger Rechte

Encarnación: Immer weniger Paare wollen ihre Beziehung vor dem Gesetz formalisieren. Der Trend hin zur wilden Ehe nimmt in Paraguay deutlich zu.

Viele Menschen entscheiden sich nicht für die standesamtliche Ehe, sondern ziehen es vor, in informeller Koexistenz zu leben.

Das Standesamt in der Stadt Encarnación registriert derzeit nur sehr wenige Paare, die formell ihre Vereinigung vor dem Gesetz erklären.

Der zuständige Standesbeamte Indalecio Ibáñez erklärte, dass es immer weniger Eheschließungen gäbe. Viel Einfluss dürfte der wirtschaftliche Faktor haben, um sich nicht formal zu binden. Bei einer Trennung gäbe es weniger Probleme.

Ibáñez betonte, dass in jüngster Zeit viele Paare erst zusammenleben und dann, nach einer gewissen Stabilität, die Ehe formalisieren würden. Er fügte hinzu, dass jedoch ab Oktober die Zahl der Eheschließungen zunehme. Ebenfalls steige die Zahl der Scheidungsanträge im Augenblick immer mehr an, aber auch die Erlaubnis von Minderjährigen, eine Ehe schließen zu können.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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17 Kommentare zu “Ohne Ringe, weniger Rechte

  1. paraguayische Männeransicht: die Frau jahrelang vögeln, ihr Kinder machen (Abtreibung ist ja nicht gestattet) und dann verschwinden. Was jetzt? Die Frau (ungelernt/ohne berufliche gewinnbringende Betätigungsmöglichkeit) lässt sich auf einen
    anderen Mann ein und hofft auf Ernährung ihrerseits und der (weiteren) Kinder.
    Kein Wunder, dass sie von einem freilaufenden Gringo mehr erwartet. Haben die hier kommentierenden „Herren“ einmal nachgedacht, wie eine Paraguayerin mit 3 kleinen Kindern alleine (evtl. mit schwacher Unterstützung des Clans!) existieren muss?

  2. dorftrottel der kein vernuenftiges deutsch kann

    wozu soll man dat einer organisation, wie der kirche oder dem staat ueberhaupt melden, dat man zusammen ist? wat geht die dat an?
    man is ja fuer sich zusammen und nicht fuer andere wie die kirche oder staat
    und wozu diese ganze show, die zeremonie im standesamt und oder kirche?

  3. deswegen sollte jeder „gringo“ bei einer heirat beim standesamt eine „gütertrennung“ eingetragen haben, dann gibts ganz wenig rechte, weil der paraguay part wird kein haus baun, kein grundstück haben weil das geld schon mal gar nicht da ist. blöd ist nur wenn die paraguayerin dann den gringo „abkratzen“ lasst und dann auf gut ding lebt, gibt ja bekanntlich einige fälle (des sagens her – weil offiziell ist die ursache immer anders)

  4. Zu den Tagen Noahs und Lots Heiratete man und liess sich heiraten und trozdem war das mas des Allerhöchsten voll weil sie nicht nach ihm fragten.
    Auch Heute ist das mass Gottes mehr als voll weil sie nichtmal das tun aber es wird auch mehr als damals pasieren.
    Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird’s auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes:
    sie aßen, sie tranken, sie freiten, sie ließen freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.

        1. Es ist erwiesen, dass die Arche nicht groß genug gewese sein könnte, von allen Tieren ein Paar mitzunehmen. Also wieder einmal einem Märchen aufgesessen. So eine große Arche hätte niemand bauen können.

        2. dorftrottel der kein vernuenftiges deutsch kann

          der gott jahve gibt menschen freien willen, ertraenkt sie alle inner flut, weil sie nicht so tun wie ers gerne haette…
          n tollen herrn hasse dir ausgesucht igor
          einen heuchler und sadist, kenne keinen gott der mieser is als jahve

  5. Wer eineN/eine Parguayer/in heiraten will sollte wissen, auf was man sich da einläßt. Es ist ja nicht so, daß man nur einen Menschen heiratet, nein man „heiratet“ da gleich einen ganzen Clan mit – und die wollen alle versorgt sein. Und wehe, der „reiche aber ansonsten naive“ Extranjero sich nicht mehr melken läßt, dann wird´s höchst ungemütlich. Wer 10 Jahre mit einem/einer Paraguayer/in ohne Trauschein zusammen lebt wird im Grund genau so gestellt, als ob verheiratet. Das bedeutet, der Partner hat Anspruch auf die Hälfte des Vermögens, es sei denn, es kann anhand von eindeutigen Dokumenten nachgewiesen werden, daß das Vermögen/Immobilie u.ä. aus eigenem Kapital/Erbe usw. entstanden ist. Auch sonst gilt die Regel wie bei einer Zugewinngemeinschaft.

    1. Mir hatte einmal ein hiesiger Notar gesagt, dass dies schon nach 5 Jahren der Fall sein soll.
      Wissen Sie, was der richtige Wert ist oder kann man dies irgendwo nachlesen?

        1. Eine deutschsprechende Anwältin aus Asuncion sagte mir nach der Einwanderung: wenn Sie ein Haus kaufen und danach eine Dame zu sich nehmen, dann hat sie nur Anspruch auf die Hälfte des Zugewinns nach 4 Jahren gemeinsamen Lebens.. D.h. wenn Sie etwa einen Schuppen bauen oder ein Schwimmbecken oder ein weiteres oder anderes Haus, dann hat sie nach vier Jahren Anspruch auf die Hälfte dessen, was Sie gebaut oder gekauft haben, nachdem Sie diese Frau zu sich genommen haben. Das verkürzt sich auf drei Jahre, wenn Sie mit dieser Frau ein Kind haben. Ist die Frau, die Sie zu sich nehmen, noch verheiratet, dann läuft die Frist erst nach dem Datum der Scheidung.
          Also: ich kaufe oder baue mir ein Haus in Paraguay und nehme danach eine Frau die zu mir und unternehme sonst nichts, dann hat sie keinen Anspruch auf irgend etwas. Dem Vernehmen nach hat sich bis heute nichts daran geändert.

    2. ja wenn man etwas wiffer ist dann kann selbst der clan nichts machen, wenn man „nichts“ hat hat man halt nichts, der „naive“ extranjero hat halt mehr krips wie die hiesigen clans und das hilft. früher waren es 3 jahre, letztes jahr hörte ich noch was von 4 jahren, kann sein das sich das mit der zeit und konkubinen gesetz anpassen wird, aber für die paraguayer gilt eigentlich ab dem 1. tag man hat alle rechte und der gringo nicht, man muss es ihnen nur beibringen das nichts zu hohlen ist.

  6. Nicht zu lange zuwarten, dann ist die Dame weg und nicht warten, dass die hiesige Dame das Thema aufbringt, denn das macht die nicht. Ich halte 14 Tage fuer ausreichend, so habe ich das durchgefuehrt und vorgestern war dies 22 Jahre her und es laeuft noch immer, nur der 1. Lack ist ab bei der Dame.
    Man(n) kann auch mehrere Damen heiraten, wenn man nur den Reisepass vorzeigt. Bei dem Durcheinander in den Standesaemtern faellt das gar nicht auf. Diese schwarzen Klatten wandern auch erst in die Zentrale nach ASU, wenn sie voll sind. So ein Buch hat 200 Seiten und das Hochzeitenbuch hier in der Gemeinde ist momentan auf Seite 35. Bei so wenigen Hochzeiten dauert das ja noch ewig bis dies gefuellt ist. Das ist unpraktisch wenn man eine Apostille braucht, weil der Vorgang ist ja dort nicht dokumentiert
    Auch koennen Termiten, Naesse, Schimmel und Maeuse dem Buch bis dahin noch schwer zusetzen, wenn es nicht ganz verschwindet.
    Das Vorgaengerbuch hat es tatsaechlich bis nach ASU geschafft, das habe ich mal kontrolliert, da geht nichts mehr zu machen.
    Es soll ja so sein, dass eine Konkubi(e)ne auch nach ein paar Jahren Rechte erlangen soll, aber wo das geregelt ist, konnte ich noch nicht feststellen.

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