Organe gegen Prothese

Coronel Bogado: Cristian Bogado Cardozo ist Zimmermann und Vater von zwei kleinen Kindern. Im Jahr 2016 wurde ein Bein amputiert, als er überfahren wurde. Verzweifelt bietet er jetzt seine Organe für eine Prothese an.

„Seit 16 Monaten bin ich arbeitslos und lebe von der Nächstenliebe der Menschen. Das kann so nicht weitergehen. Die Situation schmerzt und trifft besonders meine kleinen Kinder“, sagte Cardozo, der im Stadtviertel Antequera von Coronel Bogado, Itapuá, lebt.

Am 22. Oktober 2016 wurde Cardozo von einem Bus des Unternehmens Yacyretá, der zwischen Encarnación und Asunción unterwegs war, überfahren und verlor dabei ein Bein. „Seit dieser Zeit hat das Unternehmen meine Tragödie ignoriert“, klagte der Zimmermann.

Nach einem Aufenthalt im Regionalkrankenhaus von Encarnación und dann im Unfallkrankenhaus von Asunción kam es zur Amputation des Beines und einer langen Rehabilitation.

Nun fällte Cardozo eine drastische Entscheidung, seine Organe “für eine Prothese anzubieten, die mir hilft, zur Arbeit zu gehen. Den Schmerz, den ich hier im Rollstuhl empfinde, ist so tief und ich sehe meine Kinder um Nahrung weinen“, sagte er, obwohl der Verkauf von Organen in Paraguay nicht erlaubt ist. Das Gesetz Nr. 1246 verbietet den Verkauf von Organen oder Geweben, im Leben oder nach dem Tod, für den Profit.

Personen, die Cordozo helfen wollen, können folgende Telefonnummern kontaktieren: 0984 / 640 605 oder 0971 / 362 537.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Organe gegen Prothese

  1. Es ist doch interesant was eine Beinprothese kostet ,,wenn ein Mann eine solche Entscheidung trifft.
    Was da alles schief gehen kann. !!!!!! Und an solchen Operationen verdienen die Vermittler einen grossen Batzen.
    Ohne Bein und eventuell mit 1 Niere .?!
    Und wenn’s ganz schlecht läuft , sind die Kinder ohne Vater.
    Und da soll eine richtige Entscheidung getroffen werden .ooooooooo
    eine Prothese kostet so um die 7-000-000……………hab ich dafür bezahlt…..jetzt vielleicht zehn millionen…ist doch kein problem, ober? du ich, und andere haben ja jetz die telefonnummer wo sie sich alle beteiligen können…ich spende gerne eine million….wenn du anfängst

  2. Bei den Faellen wie diesen, wo arme Leute aufgrund einer Behinderung nicht mehr ihren Lebensunterhalt verdienen koennen und der Staat wegschaut oder, wie in diesem Fall eine Busfirma, nicht mal eine Prothese bezahlt (glaube nicht dass der Mann sich absichlich ueberfahren lassen wollte), wird dieses antisoziale System knallhart offenbart – wie wir wissen, schwimmen Politiker und Minister im Geld und verbarrikadieren sich
    hinter meterhohen Mauern.
    Im „Pais de los Amigos“ (http://www.lanacion.com.py/2016/07/27/el-pais-de-los-amigos/) hoert aber paradoxerweise die Freundschaft oder Empathie auf, wenn Mitbuerger ein Bein verlieren, Kinder in Bruchbuden unterrichtet werden oder bei starken Regenfaellen Lebensgefahr aufgrund fehlender Kanalleitungen herrscht.

  3. Es ist doch interesant was eine Beinprothese kostet ,,wenn ein Mann eine solche Entscheidung trifft.
    Was da alles schief gehen kann. !!!!!! Und an solchen Operationen verdienen die Vermittler einen grossen Batzen.
    Ohne Bein und eventuell mit 1 Niere .?!
    Und wenn’s ganz schlecht läuft , sind die Kinder ohne Vater.
    Und da soll eine richtige Entscheidung getroffen werden .

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