Asunción: Vor ungefähr einem Monat gaben spanische Investoren in Paraguay bekannt, eine Luftfahrtgesellschaft zu gründen, die ab Dezember schon Asunción direkt mit Madrid verbinden soll. Während das Unternehmen Paraguay Airlines S.A. heißt, soll der Name unter dem es fliegt AeroLap sein. Obwohl das Unternehmen aus spanischem und paraguayischem Kapital besteht soll es unter paraguayischer Flagge fliegen.
Die zivile Luftfahrtbehörde Paraguays (Dinac) erklärte jedoch, dass es unmöglich ist binnen 3 Monaten eine Zertifizierung für den Flugbetrieb zu bekommen, weswegen eine Flugaufnahme ab Dezember nicht durchführbar ist. Ebenso bittet die Behörde die Reisebüros darum, nichts in dieser Richtung ab Ende des Jahres anzubieten, da es die Passagiere nur durcheinander bringen könnte.
Eine Fluggesellschaft muss im Zeitraum der Zertifizierung, der 180 Tage dauert, fünf Schritte durchlaufen, die unter anderem aufzeigen müssen, dass sie ausreichend solvent ist und ihr Service den technischen Richtlinien entspricht.
Im Rahmen der Ankündigung vor einem Monat wurde von den Investoren erklärt, dass diese Zertifizierung in Spanien schon vorliegt und demnach nur eine Überschreibung in Paraguay notwendig wäre. Dies jedoch wurde von der paraguayischen Behörde dementiert. Schlussendlich entscheiden die Investoren einen Antrag einzureichen und den Zeitraum abzuwarten damit Paraguay Airlines zugelassen wird.
Die Investoren flogen zurück nach Madrid während eine von ihn beauftragte Person bevollmächtigt wurde, bei weiteren Treffen oder Fragen zur Verfügung zu stehen. AeroLap kündigte eine Investition von 180 Millionen US-Dollar in 5 Jahren sowie drei Wochenflügen zwischen Paraguay und Spanien an. Ebenso sollen 150 direkte Arbeitsplätze entstehen.
Auf der iberischen Halbinsel jedoch hören selbst Experten aus dem Flugbereich nichts davon, dass bald eine AeroLap Madrid anfliegen wird, weswegen eine Art Furcht entsteht, dass aus der angekündigten Flugroute nichts wird.
Parallel dazu möchte die spanische Air Europa Asunción in ihr Streckennetz aufnehmen und bat ebenso um die Zertifizierung. Die in Palma de Mallorca ansässige Fluggesellschaft stellt jedoch eine Bedingung um Asunción einzugliedern, und zwar die wie American Airlines für 12 Monate zugestanden, die Befreiung von eventuellen Steuern binnen der ersten 3 Jahre.
(Wochenblatt / Última Hora)










robert
Ob es da wohl an Schmiergeld fehlt?
redtortuga
im warsten Sinne des Wortes, eine Luftnummer….
Hans Iseli
Stimmt.
Wie will eine paraguayische Gesellschaft mit all dem inhärenten Schrott und dann erst noch in Paraguay, wo unter Rechtssicherheit im besten Falle die Sicherheit, dass rechts gefahren wird, verstanden wird, im heutigen hochprofessionellem Aviatik-Umfeld und erst noch neben der fast perfekt geführten TAM bestehen wollen?
Geht nicht!
Also: tatsächlich Luftnummer!
sanne
Ein Satz mit X: DAS WAR WOHL NIX… Schade eigentlich