Paraguay: Angeklagte streiten Mord an Archäologen und dessen Tochter ab

Areguá: Gestern Morgen erschienen die Deutschen Stephen Jörg Messing, Volker Grannass und Yves Steinmetz bei der Staatsanwältin Sandra Ledesma, um eine erste Erklärung abzugeben.

Bei dieser Gelegenheit bestritten die drei die Anschuldigungen wegen des Mordes an dem deutschen Staatsangehörigen Bernard Raymond von Bredow (62) und seiner 14-jährigen Tochter, die vor einigen Wochen im Ortsteil Patiño von Itauguá getötet wurden.

Die Staatsanwältin Sandra Ledesma hat die drei Verdächtigen des Modes angeklagt, und es wird vermutet, dass das Motiv die Echtheitszertifikate sehr wertvoller Geigen aus dem 17. Jahrhundert waren. Bernard Raymond von Bredow, eines der Opfer, war nach Angaben des Polizisten unter anderem Wissenschaftler und Musiker sowie Sammler von antiken Musikinstrumenten.

Stephen Jörg Messing, Volker Grannass und Yves Steinmetz, die nun wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt sind, bestritten, an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein, der sich am 22. Oktober in Patiño in Areguá ereignete und dem Bernard Raymond Von Bredow (62) und seine 14-jährige Tochter Loreena zum Opfer fielen. Wer die Morde begangen hat, ist noch nicht geklärt.

Sie konnten jedoch nicht erklären, wie sie in den Besitz der Waffen und Geigen gekommen sind, die vermutlich von Bredow gehören.

Die Staatsanwältin beantragte vorsorglich Haft für die drei Deutschen, die angeblich Freunde des Opfers sind. Die Verhängung von Maßnahmen, über die heute entschieden werden könnte, liegt in den Händen des Gerichtes von San Lorenzo.

Der Ermittler sagte, das Motiv für die Tat sei der Diebstahl von vier alten Musikinstrumenten von hohem Wert mitsamt ihren Echtheitszertifikaten gewesen. In diesem Sinne hat die Staatsanwältin angegeben, eine Idee zu haben, was der Grund für den Mord gewesen sein könnte.

Die Staatsanwältin stellte jedoch klar, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, da noch ermittelt werden muss, ob weitere Personen beteiligt sind. “Wir haben noch viel zu suchen, aber wir können nicht ausschließen, dass Volker Grannass der Täter ist”, sagte sie.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Paraguay: Angeklagte streiten Mord an Archäologen und dessen Tochter ab

  1. Sie können alles bestreiten.Auffällig und Mitteilsam waren sie.Ja,alles ihr gutes Recht!Man hat bei Ihnen Sachen gefunden die den Opfer gehörten.Wenn die Herrschaften mit ohne Uniform richtig Suchen,finden sie auch noch DNA an passender Stelle.Dann trennt sich die Spreu vom Weizen! Schon ca.15.Minuten in einen Raum können ausreichen um was zu finden.
    Warten wir mal ab.

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  2. Auf jeden Fall haben die Angeklagten jetzt so einiges zu erklären. Mal gucken, wie glaubhaft die Erklärungen sind und ob sie diese auch beweisen können. Vielleicht waren alle drei zum Tatzeitpunkt im Kino und haben sich gerade Schneewittchen und die sieben Streichhölzl angeschaut.

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  3. Wurde nun die Mordwaffe gefunden oder vermutet man das nur, dass die Mordwaffe unter den gefundenen Waffen ist?
    Ich persönlich halte jeden für naiv, der in Py keine Waffe besitzt.
    Wenn man dann noch wie ich Sportschütze und begeisterter Jäger ist, findet man typischerweise nicht nur eine ganze Auswahl an Waffen, sondern auch größere Mengen an Munition, denn Munition wird billiger, wenn man sie in 1000er abnimmt. So kauft man sich dann schnell einen Jahresvorrat zusammen.
    Früher in D war ich wöchentlich schießen gegangen und habe immer so 50 oder 100 Schuss abgegeben. Also war ein Jahresvorrat immer so rund 3000 Schuss. Hier gehe ich etwa monatlich zum schießen, dafür aber mehr, verbrauche also etwa 1000 bis 2000 Schuss im Jahr, 9mm und .22lr. Dazu noch Jagdmunition, .223, 2,5er Schrot und 8mm Posten.
    Also kommt einiges zusammen und ich nehme den Sport nicht einmal ernst. Olympische Sportschützen verbrauchen beim Training zwischen 10.000 Schuss, bis zu 30.000 Schuss in der direkten Vorbereitungszeit und zwar monatlich.
    Deshalb zeugt es immer nur von Dummheit, wenn die Medien von WaffenNARREN sprechen, die große Mengen an Munition horten. Sind Schreiner Werkzeugnarren, die große Mengen an Nägeln horten?
    Ist leider so, dass die Medien ihre Dummheit, mangelnden Sachverstand und Ignoranz nur all zu gerne durch politisch korrekte Propaganda ersetzen.
    Wenn die Waffen unregistriert waren, sieht die Sache aber schonmal anders aus. Andererseits habe ich auch kein großes Vertrauen in die Dimabel und Nationalpolizei, ob die nicht vielleicht Waffen-Datensätze verschlampen.
    Wenn als verbrannt gemeldete Musikinstrumente auftauchen, ist das nicht nur ein Betrug, sondern auch ein Motiv, das besser ist als nur eine Raubabsicht.
    Trotzdem, eindeutlige DNA-Spuren oder die Mordwaffe müssen her.

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    1. Könnten sie ja auch nach Fußabdrücken suchen. Wahrscheinlich selbst alles übertrampelt oder wissen nicht wie man Gips herstellt. War mal die Rede von Kippen die gefunden wurden. So viel ich weiß hat es da zwar keine Pilzli dra, aber DNA. Jedenfalls haben die Ermittler im Video auf DeineTube der Nachrichten bei mir eine schlechten Eindruck hinterlassen. Kein Tesafilm, keine Absperrung, keine Kreide, sind jenste Leute rumgestanden. Wäre vielleicht wichtig gewesen und hätte die Sache enorm vereinfacht. Nun steht wohl Aussage gegen Aussage. Ermittler: “Du warst das”, Verdächtiger: “Ne, ich war das nicht, ich war im Kino und habe Schneewittchen und die sieben Streichhölzl angeschaut”. Wie im Caso R. O. aus Emboscada haben nun die Verdächtigen ihre Unschuld zu beweisen, wie es von hiesig Justiz heißt. Ansonsten müssen sie schuldig sein.

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  4. *Die Staatsanwältin stellte jedoch klar, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, da noch ermittelt werden muss, ob weitere Personen beteiligt sind. *
    Wie ich bereits bei einem der vorherigen Artikel schrieb:
    Jetzt werden sie wieder bei jedem Deutschen, der die Opfer kannte, oder sie auch nur mal im Super oder auf der Straße grüßte, eine Hausdurchsuchung machen.
    Inzwischen ist ja jeder schon alleine deshalb verdächtig, weil er die deutsche Staatsangehörigkeit hat.
    Und weil bei den Deutschen am meisten zu “beschlagnahmen” ist.
    Es ist schon seltsam, daß die geschlagene 3 Wochen benötigten, um Verdächtige zu finden. Und Überraschung! Es sind Deutsche.
    Erst nachdem der Fall international Schlagzeilen machte, und die Paraguayer in ein schlechtes Licht gerückt wurden, unternahmen Polizei und Staatsanwaltschaft etwas.
    Um dann deutsche Verdächtige aus dem Hut zu zaubern.
    Vesteht mich nicht falsch. Ich bin keineswegs der Meinung, daß Deutsche zu solch einem Verbrechen nicht fähig wären.
    Aber die Umstände sind schon seltsam.
    Und der Fall scheint mir sehr konstruiert.
    Daß die Täter auf der Suche nach den Echtheitszertifikaten gewesen sein sollen, ist doch nicht auf dem Mist hiesiger Ermittlungsbehörden gewachsen. Auf diese Idee kamen die doch nicht selber.
    Und wenn sich einer der Drei mit den Instrumenten auskennt, dann weiss er auch, daß man selbst mit den Zertifikaten die Instrumente nicht einfach so verkaufen kann. Denn die sind außerdem noch unter dem Namen des Eigentümers registriert.
    Nun, wir werden sehen, ob sich die Ermittlungsbehörden in diesem Fall genauso korrekt und faktenorientiert verhalten werden wie im Fall Juliette.

  5. Es ist schon seltsam, dass die geschlagene 3 Wochen benötigten, um Verdächtige zu finden. Und Überraschung! Es sind Deutsche.Das ist nicht seltsam bis du einen Überblick hast dauert. Funkzellenabfrage, Klinken putzen usw. Die Auswertung der Kriminaltechniker, Autopsie das dauert. Nachfragen bei Kunden und Verwandten!
    Das ist kein Wunder warum sie gerade auf die drei gekommen sind, sie waren mit Infos zu Redselig zur Presse. Ein guter Ermittler und Staatsanwalt hört auch gen zu. Sieht sich das an. So wie die Opfer zugerichtet waren gab es einen persönlichen Bezug zu den Tätern. Mindestens Bekanntenkreis! Jeder Hund hat ein Minenspiel/Körpersprache, das sagt vorher mehr, was kommt. Lange bevor er Hapa Hapa macht! Der liebe Mensch hat auch eine Körpersprache, Minenspiel, das geschieht um bewusst. Sehe Dir das Interview des einen mit einen deutschen Journalisten an. Körperhaltung, Gesicht, Hals vielleicht merken sie was!. Koscher ist es nicht!
    Neben bei die meisten Mordopfer kannten ihren Mörder, nah, mehr als 80%, gut 18 % im Bekanntenkreis, 2% Wanderkundschaft, die macht richtig Arbeit, kein Bezug zum Opfer.

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