Paraguay bekommt doppelten Meeranschluss

Das Bauministerium (MOPC) will 700 Millionen US-Dollar für einen „biozeanischen Korridor“ ausgeben, mit dem die Region mit beiden Weltmeeren verbunden werden soll. Die Straßentrasse soll überirdisch das Land durchqueren und „eine sozio-ökonimische Entwicklung des Chaco ermöglichen“.

Der erste Bauabschnitt soll die Orte Carmelo Peralta, Mcal. Estigarribia, Pozo Hondo, Cruce Centinela und Loma Plata verbinden, das MOPC veranschlagt dafür etwa 300 Millionen USD und in etwa einem Monat soll die Ausschreibung starten. 30 Monate könnte die Durchführungsphase in Anspruch nehmen.

Der zweite Bauabschnitt von Cruce Centinela über Mcal. Estigarribia bis Pozo Hondo befindet sich noch in der Phase des Vorstudie, hier unterstützen Techniker des chilenischen Bauministeriums. Schätzungsweise 415 Millionen USD soll diese Verbindung kosten. Die Ausschreibung für die zweite Trasse würde Mitte 2016 starten, damit bei die Arbeiten vor Auslaufen des Mandats der aktuellen Regierung fertig gestellt werden können, erklärte der Vizeminister Juan Manuel Cano Fleitas.

Basis der Finanzierung für die 609 km lange Landverbindung ist das Gesetz 5074 aus dem Jahr 2013, auch bekannt als das Gesetz der Öffentlich-Privaten-Allianz (APP). Falls sich keine privaten Investoren finden könne man auch Unterstützung bei internationalen Organismen suchen.

Quelle: Paraguay.com, Foto: Kevinv

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11 Kommentare zu “Paraguay bekommt doppelten Meeranschluss

  1. Tolle Sache. Sie sind zwar nicht in der Lage, die vielen Löcher im Straßenbelag zu reparieren, könne keine Straßen bauen, die länger als 8 Wochen halten – aber wollen Paraguay mit beiden Ozeanen verbinden.
    Und wann kommt die erste eigene Weltraummission zur Venus?

    1. Nicht so hastig….ist doch alles noch in der Vorstudie….und so lange koennen die ja an den Schlaglochpisten noch ein bisschen ueben……oder irgendwann wird dieser Scherz wieder in Vergessenheit geraten

  2. Hallo Redaktion, bitte vorhergehenden Kommentar, durch diesen ersetzen, vielen Dank ! Langfristig sicher sinnvoll. Aber ich frage mich, ob eine eingleisige Güter- und Autozugverbindung nicht erstmal besser ist. Die schafft 20.000 Tonnen in 24 Std mit 2 Loks a 50 Waggons, wenn nicht bergig. Nur am Ende muss es Rangiergleise geben. Man kann sogar noch mehr schaffen. Die Risiken durch Hitze, Asphalt, Reifen, fehlende Notstrategien und fehlende Peripherie für Fernfahrer, besonders bei Kühlware, wie Fisch aus Chile und Fleisch aus PY, lassen sich im Güterzug kostenverteilender und robuster umgehen. Zudem kommt beim Güterzug die, für variable Kosten vorteilhafte Brennstoffzelle und Solartechnik, auch als Plan B, einfacher zum Einsatz. Wenn dem Fernfahrer der Reifen platzt oder müde wird und was passiert, kann er auf nichts zurückgreifen. Und der Warentransport wird, glaube ich, nicht solche Ausmaße annehmen, dass die Peripherie sich in den nächsten 10 Jahren rechnet. Vielleicht sollte man damit anfangen, was sich innerhalb 10 Jahren so bezahlt, dass man Preiserhöhungen umgehen und Gewinne ausschütten kann. Sowie ein Sprungbrett für Projektvergrößerung ist. Da ich aber nicht alle Daten kenne, kann meine Einschätzung fehlerhaft sein, die Wahrscheinlichkeit einer unattraktiven Geldanlage ist aber nach bisheriger Beschreibung sehr hoch, wegen dem Total Cost of Ownership des gesamten Systems.

      1. Wasser lässt sich leicht, mit Strom, in Wasserstoff und Sauerstoff trennen. Beides ist in Paraguay vorhanden. Die Brennstoffzelle vereint den flüssigen Wasserstoff wieder mit dem Sauerstoff aus der Luft und erzeugt Strom. Auf diese Art werden zum Beispiel Unterseeboote angetrieben.

    1. Der Atlantik (Brasilien) und der Pazifik (Chile, Peru) wird mit zwei Autobahnen verbunden, nämlich einer Nordtangente und einer Südtangente. Diese beiden Pisten sind schon zu über 90 % fertig. Die Südtangente hat noch ein Nadelöhr, nämlich Paraguay. Zudem kommen zwei Zugverbindungen. Ebenfalls eine Nord- und Südtangente……. Auch daran wird schon seit Jahren in Brasilien gearbeitet. Die Fortsetzungen folgen.

  3. @Monika Das Gewicht spielt bei Zügen kaum eine Rolle, er wird lediglich durch Zug- bzw Schubkraft und Gleisbett beschränkt. Es gibt bereits PKWs, Raketen und wie genannt U-Boote mit dieser Technik. Nachteil ist eher die Explosionsgefahr, als das Gewicht. Dieses Risiko ist bei Zügen praktisch null. Deshalb werden auf Zügen sehr gerne Chemische Stoffe transportiert. Da der Umstieg von Öl auf Bennstoffzelle politisch brisant ist, meinte ich hier eher Solar und Brennstoffzelle, als Plan B.

  4. www.enernews.com/nota/278819/la-autopista-mesopotamica-obra-clave-para-el-corredor-argentina-brasil-chile Ist es dieses Projekt ? Dann wurde Paraguay nicht mit ins Boot genommen, sondern man geht über Argentinien. Das würde auch erklären warum es erst in der Vorstudie ist.

  5. ps: Der Plan B kann vielleicht mit Rückendeckung der UNO Agenda 2030 in den vorrangien Plan umgewandelt werden. Dazu muss aber auch die ISO 9001-2015 eingebunden werden, die 2018 zum Standard verpflichtend wird für AAA Rating.

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