Paraguay ist laut einer Umfrage wieder das glücklichste Land der Welt

Asunción: Umfragen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Jedoch ist das Forschungsinstitut Gallup, aufgrund seiner Umfrage, der Meinung, dass Paraguay an der Spitze der glücklichsten Länder in der Welt steht.

Bei dem “Global Emotion Report 2017“ kam es zu einer eine Umfrage über Gefühle und Emotionen von mehr als 154.000 Menschen in 145 Ländern. Obwohl sich der Stress, die Trauer und Sorgen in der Welt erhöhen, setzt Paraguay die Liste der Länder mit positiven Erfahrungen in der Welt für das dritte Jahr in Folge fort.

„Gemeinsam ist die Welt gestresster, besorgter, trauriger und verletzter als je zuvor“, sagte Mohamed Younis, Chefredakteur von Gallup, der mexikanischen Zeitung Milenio zufolge. Das Land mit den meisten negativen Emotionen war die Zentralafrikanische Republik, die die höchste Punktzahl bei den negativen Erfahrungen verzeichnete, gefolgt vom Irak, Sudan und Tschad. Zufälligerweise sind dies Länder, in denen es kriegerische Konflikte gibt oder gab.

Unter den Ländern mit hohem Einkommen rangieren die Vereinigten Staaten mit negativen Erfahrungen an vierter Stelle.

Im Rahmen des Projekts fragten die Forscher, ob die Personen am Tag zuvor bestimmte positive oder negative Emotionen hatten. Bei den negativen Erfahrungen wollte man wissen, ob sie am Vortag Sorgen, Trauer, Stress, Ärger oder körperliche Schmerzen verspürten.

In Südamerika ist Paraguay mit 85 Punkten das glücklichste Land, gefolgt von Kolumbien, El Salvador und Guatemala, die alle mit jeweils 82 Punkten bewertet wurden.

Gallup merkte an, dass lateinamerikanische Länder dazu tendieren, die Liste der “glücklicheren“ Länder zu dominieren, aufgrund des “kulturellen Trends in der Region, der sich auf die positiven Aspekte des Lebens konzentriert“.

Wochenblatt / Mas Encarnación/ Extra Digital

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15 Kommentare zu “Paraguay ist laut einer Umfrage wieder das glücklichste Land der Welt

  1. Ja. Wenn ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun hätte und damit völlig glücklich wäre wie am Strand auf einer Luftmatratze zu warten bis mir einer Gras zum Trinken – und sogar mit Sonnenschirm-Strohalm überreicht, dann wäre ich wohl Paragauyer. An welchem Strand wurde den das Foto den aufgenommen? Also der Lago Ipacarai kann es doch nicht sein, oder? Ist das Wasser dort nicht grün vor lauter Algen oder jetzt voller Blaualgen? Sind das nicht die Kordilleren im Hintergrund? Jedenfalls hat man Plastik, Bierflaschen, Windeln und sonstig Brennbares offensichtlich schon verbrannt, bevor das Foto aufgenommen wurde. Wohl deshalb sehen alle Akteure so glücklich aus.

  2. Wenn ueberwiegend Paraguayos befragt wurden ist das in der Tat so. Fragt man aber die Zugereisten siehts schon anders aus, aber dann deshalb weil sie andere Masstaebe ansetzen oder sich ertraeumt haben

  3. Ich bin sicher, dass es auch ein anderes Institut gibt, die so eine Studie führt…und da ist Paraguay definitv nicht das „glücklichste Land der Welt“, sondern Costa Rica, wenn ich mich richtig erinnere. Glaube auch, dass die Südseeinsel Vanuatu auf dieser Liste recht weit oben ist.

    Diese Studie von Gallup nennt sich „Positive Experience Index“, also ob die Leute positiv denken. Man kann das auch so deuten, dass es den Leuten so schlecht geht, dass es nur besser sein kann, sie also positiv auf die Zukunft blicken.

    Abgesehen davon finde ich beim besten Willen nicht, dass hier Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Bei vielen Paraguayern ist Geld das zentrale Thema, Habgier ist weit verbreitet. Wer habgierig ist, ist nie glücklich, bei dem was er hat.
    Viele haben kein gesichertes Einkommen. Viele haben keine Krankenversicherung. Viele haben Schulden. In den Strassen und in den Gewässern liegt Müll. Es wird viel diskriminiert. Parteizugehörigkeit spielt eine entscheidende Rolle.

    Das sind alles Punkte, die ein Glücklichsein nicht fördern.

  4. Nun mal ernsthaft: Wenn „Lethargie & Fatalismus“ aufgrund von weiter gegebenen Lebenserfahrungen der Menschen dazu führen, daß man sich einfach in das Schicksal fügt, weil man seine begrenzten Möglichkeiten etwas daran ändern zu können erkennt, dann freilich glauben die Menschen aus reinem Selbsterhaltungstrieb daran, „glücklich“ zu sein. Für die eigene Psyche und die Politiker mag das vielleicht gut sein. Doch wir Europäer, insbesondere die Deutschen gelten eben andere Maßstäbe. Wir haben von Klein auf gelernt, kritisch zu sein, nicht alles einfach zu akzeptieren, zu hinterfragen, zu kritisieren und vielleicht auch zu rebellieren. Wobei die beiden zuletzt genannten Charakterfähigkeiten zumindest in Deutschland aufgrund von Jahrzehnte langer links-grüner Gehirnwäsche und Meinungsdiktat, intensiviert unter Merkel & Co., immer mehr zu verkümmern scheinen – eben eine schleichende Entwicklung zurück in faschistischen Meinungsterror wie einst unter den Nazis oder der SED-Herrschaft. Wenn das so weiter geht, verfallen die Deutschen ebenfalls in eine Art Lethargie wie die Paraguayer und die Mächtigen können endlich schalten und walten wie sie wollen.

  5. Bin nun wirklich einigermaßen erstaunt ob der Kommentare. Wen, bitte schön, sollte man in Paraguay zu dieser Umfrage denn sonst fragen
    als eben Paraguayer? Zugereiste Deutsche, die weder hier noch da mit irgend etwas zufrieden und glücklich sein können? Das Land unter der Sonne ist wohl noch nicht erfunden, in welchem sich ein Deutscher glücklich fühlen könnte. Glück und Zufriedenheit sind natürlich immer subjektive Empfindungen. Wie sagte bereits Friedrich II. ‚ Jeder soll nach seiner Façon selig werden‘. Wer dies nicht kann oder möchte, der soll es halt lassen, aber vor allem seinen Mitmenschen das Glücklichsein nicht absprechen.

  6. Rodolfo, meinen Dank. Endlich mal ein gescheiter und reflektierter Beitrag. Es gibt sie doch: „die Zugereisten mit denen man kommunizieren könnte.“

  7. Hallo @Melli, danke für den Zuspruch. Ich habe die Kommunikation mit Zugereisten weitestgehend eingestellt und wups…fahre gut damit.

    P.s. kann mich nicht entsinnen, dass mir in 25 Jahren von einem Paraguayo auch nur eine Schraube entwendet wurde.

    1. Rodolfo, ich praktiziere es ebenso. In meiner Umgebung gibt es weit und breit keine Zugereisten. Mit meinen paraguayischen Nachbarn komme ich bestens zurecht, auch wenn mir anfangs hin und wieder eine Haarnadel fehlte. Lieben Gruss

  8. So etwas als Forschung zu bezeichnen ist köstlich. Die Frage, die ich mir hier stelle, ist wieso so etwas überhaupt gemacht wird. Ausser strategisch – psychologische Gründe kann es keine geben, oder ist es Beschäftigung sowie Unterhaltung?
    Besteht für die freie Presse eine Pflicht diese Studien zu veröffentlichen oder ist es wirkliche frei?
    Nehmen wir an es würden hier Paraguayer und Ausländer befragt werden? Kommt dann die nächste Frage, welche ausländer es sind? Deutsche, Amerikaner, Refugees oder befragt man nur Diplomaten und Vorstandsmitglieder, welche nur von 5 Stern zu 5 Stern Hotel kutschiert werden im gepanzerten Sichereitsmobil. Wenn ich das so mache, hat jede Stadt gute Lebensqualität.
    Genau genommen müsste man auch bei den Personen, die man befragt einen gesellschafltichen Querschnitt machen. Also arm, reich, Inländer, Ausländer… Da gibt es dann soviel zu differenieren, dass die Umfrage gar nie fertig wird.

    1. Ach so, Meinungsforschung ist keine Forschung. Na dann nennen wir es künftig einfach „systematisches Sammeln und Auswerten von Daten zur Meinung geftragter Personen“.

  9. Vor allem gild in Paraguay „mehr Schein als Sein“. Diese Umfrage spiegelt eben nur das eine Gesicht der Paraguayer wider. Aufgesetzt, immer überfreundlich und glücklich. 85 Punkte für ne wasserdichte Maske? Glückwunsch!

  10. Wer ist schon ständig am Tag glücklich. Glücksmomente kann ich überall auf der Welt erleben. Muß aber zugeben dass ich in Deutschland glücklicher war als in Py (vor der extremen Invasion), doch das wird sich wieder ändern.

  11. … und ich dachte immer, Bhutan oder die USA seien die „glücklichsten“ Länder der Welt. In Bhutan ist das Lebensmaxime und in den USA steht es in der Constitution. Nur, was in der Constitution steht, daran hält sich ohnehin nicht mehr. Siehe: xxx grain of silver …

  12. Stimmungskanonen wie Trump, die das Gefühl merken und wieder alles gut machen wollen, scheinen mit ihrer Wutpolitik die Situation nicht zu verbessern. Wenn die Stimmung weiter absackt und die schlecht gelaunten Wutbürger stärker werden, darf man wenig Positives von der Zukunft erwarten. Allerdings löst das politische Personal etwa in Deutschland von Merkel über Scholz, Seehofer oder Nahles bis hin zu Gauland oder Weidel nicht gerade fröhliche Stimmung aus, sondern vermiest sie nur weiter. (Florian Rötzer)
    Quelle: weltweit steigt die negative Stimmung/telepolis

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