Paraguay und Argentinien geben Ende der Yacyretá Bauarbeiten bekannt

Asunción: Die Präsidenten von Paraguay und Argentinien, Fernando Lugo und Cristina Fernández Viuda de Kirchner, treffen sich am kommenden 25. Februar im zweistaatlichen Wasserkraftwerk Yacyretá, um das offizielle Ende der Baustelle bekannt zu geben mit einer Verspätung von mehr als 20 Jahren. Für dieses Ereignis müsste der Wasserpegel auf 83 m über N.N. angehoben werden.

Die Vizeministerin für Bergbau und Energie, Mercedes Canese, informierte gestern bei einer Pressekonferenz darüber, nach einem Treffen der Energieverantwortlichen in der Präsidentenresidenz Mburuvicha Róga. Mit der Absicht den Wasserstand anzuheben soll am Freitag den 25. Februar ein offizieller Akt am Rio Paraná stattfinden.

Auf die Frage ob man nicht den Wasserstand später anheben könne weil noch nicht alle sozialen Projekte umgesetzt wurden antwortete der paraguayische Direktor des zweistaatlichen Wasserkraftwerkes Miguel Fulgencio Rodríguez: „Er koordiniert die Arbeiten, um den Stand des Pegels anzuheben. Er informierte, dass die 83 m über N.N. am 25. Februar erreicht werden. Der Bau und insbesondere die Endphase dieses, war von einer Serie von Zwischenfällen ständig zurückgeworfen wurden“, fügte er hinzu.

Der Bau dessen Vertrag 1973 unterschrieben wurde, hängt mehr als 20 Jahre hinterher weil es immer wieder Zwischenfälle gab. Vom argentinischen Ex-Präsident Carlos Saúl Menem wurde dieser Bau als Monument für Korruption bezeichnet.

Stromverkauf

Paraguay beantragte bei der argentinischen Seite ihren Stromanteil an den chilenischen und uruguayischen Markt zu verkaufen. Die Argentinier gaben sich zuversichtlich und verneinten nicht mit der Voraussetzung, dass die 83 m über N.N. von paraguayischer Seite autorisiert werden.

Jetzt wo die paraguayische Regierung entschied den Pegelstand zu erhöhen, hoffen sie, dass die Argentinier zu ihrem Wort stehen und den Verkauf nach Chile und Uruguay zulassen.

Gute Preise

Chile sieht sich im Stande 120 US-Dollar pro Megawatt/Std. für paraguayische Energie zu zahlen, während die Uruguayer nur 80 US-Dollar für die gleiche Einheit ausgeben wollen bzw. können. Um eine Idee zu haben warum die Paraguayer den Verkauf in die zwei Länder anstreben, ergibt sich aus dem vertraglich festen Preis den sie in Brasilien für das gleiche Produkt aus Itaipú Energie bekommen: 3 US-Dollar pro Megawatt/Std.

Geschichte

Ab 1974 (seit 37 Jahren) wird an dem Wasserkraftwerk gebaut. Auf beiden Seiten des Rio Paranás wurden rund 17.000 Familien umgesiedelt. Seit 1994 bis April 2006 operierte das Wasserkraftwerk auf 76 m über N.N. Ab 2006 wurde der Stand auf 78,5 m und später auf 80 erhöht. Derzeitig ist der Wasserstand auf 82,4 m, nur 60 Zentimeter unter der Zielmarke. Das Kraftwerk produziert 17,41 GW/h pro Jahr und deckt mit der gewonnenen Energie 15,21% des argentinischen Gesamtbedarfs.

(Wochenblatt / Abc / www.eby.org.ar)

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