Paraguay vs. Deutschland

Acahay: Das Leben hat seinen Preis, hier wie da. Wie sieht es jedoch mit dem Vorurteil aus, dass in Deutschland alles teuer ist. Die Anzahl der Rückwanderer scheint nicht zu sinken, was auf preisliche Änderungen hinweist die innerhalb der letzten Jahre vonstatten gingen.

Ist Paraguay teuer? Das Leben in Paraguay ist innerhalb der letzten Jahre erheblich teurer geworden, da der Euro an Wert verloren hat und die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel ständig stiegen. Dass allein macht jedoch nicht das ganze Leben aus. Auswanderer werden zuerst mit günstigen Grundstücken vom Tiefpreisniveau Paraguays konfrontiert aber auch im täglichen Leben darf man nicht vergessen, welche Vorteile das Leben noch hat. Natürlich kostet Benzin und Diesel fast genau so viel wie in Europa jedoch sind da neben Heizkosten, obligatorischen Steuern und höheren Stromkosten auch Versicherungsbeiträge für dies und das fällig, Kosten, die es in Paraguay nicht einmal ansatzweise gibt oder prozentual gesehen nur sehr gering sind.

Ist Deutschland teuer? Deutschland hat günstigere Lebensmittel, Elektrogeräte sowie eine Garantie. Allerdings hat es auch teure Zigaretten, hohe Spritpreise und die angesprochenen und damit zusammenhängenden Steuern. Wer jedoch kein Auto besitzt und nur auf kleiner Flamme kocht der kann auch in Deutschland mit wenig um die Runden kommen, ohne Pool und Haustiere. Wer das geordnete Leben liebt und ein Justizapparat der funktioniert braucht ist in Deutschland besser aufgehoben als in Paraguay und sei es nur mit Hartz 4. Je nach Alter und Bildungsgrad kann man auch einen gut bezahlten Job in Europa von Paraguay aus bekommen.

Gründe für das Auswandern wie für das Rückwandern kann es diverse geben, die meist von persönlichen Erfahrungen und eigenen Beweggründen abhängig sind.

(Wochenblatt)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

24 Kommentare zu “Paraguay vs. Deutschland

  1. Absolut richtig… wenn man hier wie in deutschland leben will von der ernaehrung her und rundum versichert sein moechte wie man es von deutschland kennt, dann lebt man hier teurer wie in deutschland. es kommt immer darauf an, welchen standart man in deutschland genossen hat, fuer den einen ist es dann hier billiger, fuer den anderen eben nicht.

  2. Guter treffender Bericht. Paraguay ist teuer, wer sich nicht nur von Mandioka ernähren will. Wer aber kleine Brötchen backt kann schon viel günstiger leben.

    Was mich nervt ist, dass viele Sachen gleich teuer wie in Europa sind, die Angestellten aber sehr viel weniger verdienen.
    In der Schweiz heisst es immer, dass die Preise hoch sind, weil die Angestellten viel verdienen.
    Hier kann doch etwas nicht stimmen, wenn ein lt. Milch gleich viel kostet wie in der Schweiz, der Mindestlohn hier aber nicht einmal 400 Fr. monatlich ist, im Gegensatz zur Schweiz wo er knapp Faktor 10 höher ist.

    1. Das liegt wohl schlichtweg daran, daß durch die irreale Subventionspolitik der EU, die Lebensmittelpreise nicht ansatzweise den Erzeugerkosten entsprechen. Vereinfacht gesagt, die Marktregeln sind verzerrt und außer Kraft gesetzt, werden auch noch durch subventionierte, industrielle Produktionsabläufe in Großbetrieben, zusätzlich beeinflusst. Da eine EU- geartete Unterstützungspolitik in Ländern wie Paraguay jedoch nur rudimentär vorhanden ist, könnte man demzufolge schlußfolgern, daß die Kleinbauern hier im Lande finanziell besser positioniert sein sollten, was allerdings nicht der Fall ist. Die Gründe hierfür sind sehr vielschichtig und ein ausführlicher Exkurs würde hier den Rahmen sprengen.

  3. Ja, Paraguay ist in den letzten Jahren teuer geworden, viele Lebensmittel sind hier teurer als in Deutschland, Dinge des täglichen Lebens auch.

    Die Pys fordern aber auch ständig die Erhöhung des Mindestlohnes und danach geht es wie in Deutschland auch.
    Löhne hoch, Preise hoch, Löhen hoch, Preise hoch.
    So war es jedenfalls früher, heute gehen die Preise hoch und die Löhne runter.

    @Der Doofe Rest
    auch die Futterkosten sind hier enorm gestiegen.
    Noch vor 4 Jahren kostete ein Sack Afrecho um die 11 000.-, heute kostet er 34 000.-, aber die Erzeugerpreise fürs Fleisch sind kaum gestiegen.

    Auch die Preise fürs Futter der Milchkühe sind stark gestiegen, deshalb auch der hohe Preis für Milchprodukte.

    Rückwanderer:
    Da habe ich einige kennengelernt, die sind ausgewandert und hierhergekommen, weil es ihnen in Europa zu eng, zu reglementiert, zu unfrei geworden war.
    Und dann kamen sie her und bemerkten, daß die Freiheit auch beinhaltet, für sich selbst sorgen zu müssen und nicht wegen jedem Pillepalle den Staat bemühen zu wollen.
    Sie bekamen einfach Angst vor so viel Freiheit und gingen deshalb lieber wieder in die behütete Enge zurück

    1. Wo kaufst du denn deinen Afrecho? Vor dem Präsidentenpalast? Habe ja schon viele Preise gesehen, aber so hoch war der noch nie. Auch hier gilt halt: Preise vergleichen…

  4. na der Grossteil der Rueckwanderer ist doch klar aus Gruenden der finanziellen Not. Die meisten reiten hier ein mit ein paar lumpigen Euros und denken ihnen gehoert die Welt und damit kommen sie 20 oder 30 Jahre um die Runden. Aufgrund von fehlenden Sprachkenntnissen und oftmals auch mangelndem Bildungsgrad schaffens die auch nicht hier ein Einkommen zu generieren und dann sind die paar Groschen aufgebraucht und bleibt nur noch die Rueckwanderung. Die Realietaet ist eben nicht die Fantasiewelt die der Grossteil sich vorstellt und gerne haette!!

  5. Auswandern nach Paraguay ist was für:

    a) Rentner (bessere Lebensqualität und schönere Partnerin bei gleicher Rente)

    b) Aussteiger und Lebenskünstler
    („Leben ohne Geld“ „Selbstversorger“ „Ein Bananenblatt als Dach reicht mir“)

    c) Leute die in EU/USA erfolgreich sind und ihren Lebensstandard duch geringere Steuerlast/höheren Kapitalertrag in Paraguay steigern wollen.

    d) Flüchtige Gauner

    Auswandern nach Paraguay ist NICHT etwas für:

    a) Leute aus der finanziellen Unterschicht, welche meinen mit ihren wenigen Euros in Paraguay besser über die Runden zu kommen.

    Das tun sie NICHT!

    Sie vergessen, daß sie für ihre Krankheiten hier selber zahlen. Sie vergessen, daß viele Beihilfen aus D/AT/CH (Kindergeld, Steuerfreibeträge, Heizkostenzuschuß etc etc) hier für sie wegfallen. Sie vergessen, daß sie hier im Streitfall ihren Anwalt selber zahlen oder im Unrecht sind, ganz egal was das Gesetz sagen mag.
    Sie vergessen, daß sie hier nicht in der Hartz4 Hängematte landen, sondern aus dem Müll essen, wenn es hart auf hart geht. Seien Sie kein Narr!

    b) Verwöhnte Zivilisationsmenschen, die meinen in Paraguay ist es „so wie in D nur mit etwas brauneren Menschen“.
    Ist es nicht. Die Menschen sind anders, sicher weniger zivilisiert, sicher weniger korrekt, sicher weniger staatsgläubig, sicher weniger verweichlicht.
    Wenn sie meinen, mit ihren Nachbarn hier wegen jeder Kleinigkeit einen Rechtsstreit führen zu müssen, dann mögen sie finanziell gewinnen, jedoch kann es sein, daß sie dann „zufällig“ überfallen werden und im Sarg aufwachen. Wer das Geld auf seiner Seite hat gewinnt, aber die andere Partei hat immer noch ein Messer. Seien Sie kein Narr!

    c) Linksgrüne Gutmenschen die meinen hier ist alles viel gesünder, reiner und Marxistischer.

    Ist es nicht. Die Spritzmittel die hier verwendet werden, sogar im Kleingarten (!), sind in Europa/USA seit 20 Jahren verboten.
    Hier wird GAR NICHTS kontrolliert. Was für Argentinien zu dreckig ist, kann immer noch in Paraguay verkauft werden. Hier gibt es keine „Bio-Natur“ Gütesiegel – hier gibt es IHRE NASE und IHREN Hausverstand, sonst nix. Das Paradies auf Erden finden sie vielleicht im Orange County, wenn sie es sich leisten können, aber sicher nicht in Paraguay. Seien Sie kein Narr!

  6. Wie recht haben Sie,Herr 9mm.
    Wuerde uns wundern,wie Sie es in Paraguay machen und wie lange Sie schon dort sind.Haben seit 3 Jahren die Niederlassung,sind aber immer noch nicht sicher,ob wir fuer immer nach Paraguay ziehen wollen,haben die Niederlassung auch in Argentinien,sind beide 72-24 Jahre alt,in Europa gehts nicht mehr lange gut!!Finanzen haben
    wir genug,zum ueberleben.Moechte Sie um Rat bitten,wollen nichts persoehnliches von Ihnen wissen.
    Danke.

  7. Paraguay war schon immer ein „Umsteigebahnhof“ da die Einwanderung gegenueber anderen Laendern sehr einfach war. Vor dem 1.Weltkrieg kamen sehr arme Deutsche, die in ihrer Heimat keine persoenliche Zukunft sahen. Zwischen dem 1. und 2.Weltkrieg Deutsche aus den ehemaligen afrikanischen Kolonien, aus Russland, der Tschechoslowakei, Polen usw. , nach der Machtuebernahme dann deutsche Juden und nach dem Krieg Menschen aus europaeischen Laendern, die mit den Deutschen zusammen gearbeitet hatten. Erst in den letzten Jahren, als es in Deutschland wieder sehr gut ging , kamen Menschen, denen die Steuern dort zu hoch waren, die Probleme mit der Justiz oder Ehepartner hatten und die letzte Welle waren dann Rentner, die erhofften, bei Sonnenschein billiger in Paraguay leben zu koennen. Das letztere ist aber der schwaechste Auswanderungsgrund und wahrscheinlich werden wohl hier nicht viele bis zum Lebensende bleiben.
    Die meisten dieser vielen Einwanderer gingen nach einiger Zeit wieder weg, weil Paraguay zu heiss und wirtschaftlich fuer sie zu uninteressant war, sie Papiere fuer andere Laender erhielten oder genuegend Gras ueber den Auswanderungsgrund gewachsen war.
    Wer blieb waren die Menschen die im Lande Erfolg hatten, die sich integrieren konnten und auch von der einheimischen Fuehrungsschicht voll akzeptiert wurden und nicht staendig an Land und Leuten herumnoergelten und meinten, es besser wissen zu koennen.

  8. so viel gut geschriebene Beiträge wie hier in diesem Bericht, hab ich noch nicht gelesen.
    Wirklich Prima. Die Wirrköppe schreiben da nicht,auch gut!

  9. am besten haben mir die Kommentare von @9mm

    gefallen, sachlich, mit einem fundierten Hintergrundwissen, auf den Punkt angesprochen !!!!

    große Klasse !!!!

    ich habe 7 Jahre PY hinter mir, es war einfach nicht mein Land……nun lebe ich zufrieden in Spanien.

    Getroffen, auch finanziell hat mich in PY die Krankheit meines verstorbenen Mannes, es hat mich für knapp 6 Wochen mehr als 120 Millionen GS gekostet….trotz Krankenversicherung ….dazu noch 20 Mio. Anwaltskosten, Streitfall 5 Jahre und was ich nicht geglaubt hätte, gewonnen ……..die Klinik wollte nämlich weitere 130 Millionen haben !!!

    Ich kann nur jedem den guten Rat geben, ab einem bestimmten Alter aufpassen wg. Thema Krankheit/ Versicherung.

    1. Könnten wir eventuell den Namen der Klinik erfahren, damit wir diesen tollen Laden ganz bestimmt im Fall der Fälle
      berücksichtigen können … ?

  10. vielleicht noch eine kleine Anmerkung, mein Mann sprach perfekt spanisch, konnte also den Vertrag mit der Krankenversicherung lesen und trotzdem …..

    es stand ganz klein…..Mantenimientos …..nur für 250.000 GS.

    eine Sauerstoffflasche kostet mehr als 3 Millionen GS !

    ich lernte Fälle kennen, da wurde gesammelt, da wurde Blut gespendet, denn nur wenn Blut gespendet wird, stehen dem Patienten Blutkonserven zur Verfügung….

    PY – NEIN DANKE !!!!!

    1. Jeder wie er will. Aber ich finde es toll, wie Sie ganz offen die Hintergründe ausgesprochen haben. Bisher war immer nur Gemeckere und alles Schlechtmachen angesagt. Bei den Erlebnissen kann man Sie, glaube ich, gut verstehen. Das würden die meisten vermutlich dann auch so machen. Ich kenne auch Leute, die dreimal überfallen worden sind und dann nach DACH zurückgingen, wobei sie die Überfälle selbst verschuldeten durch extrem arrogantes Getue, Runterputzen der Arbeiter usw.
      Aber diese Fälle sind wohl die Ausnahmen bei den Rückwanderern. Meist sind es wirklich die Träumer, die mit ein paar Euros ankommen und sich dann benehmen wie Sklavenhalter – oder wie schon geschrieben, mit dem IQ eines Eichhörnchens (ohne die Eichhörnchen jetzt beleidigen zu wollen)

  11. Das Paradies scheint unter den Fingern zu zerbröckeln. Man wird sich doch nicht um die „Einwanderungshelfer“ sorgen machen müssen, dass ihnen die Kundschaft ausgeht und sie in Zukunft bestenfalls ihrem Hund das Fell über die Ohren ziehen können. Paraguay ist eben auch nicht mehr das Einwanderungshelferparadies was es einmal war.

    So mancher Auswanderer, der das Paradies suchte, hat erkennen müssen nachdem er von einem „Leckerbierchenrausch“ aufgewacht ist mit seiner jungen Freundin an der Seite, die nur ihn und keinen andern geliebt hat, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Die Glücklichen können ihre Erfahrungen erzählen, die weniger Glücklichen, der Herr hat sie selig.

    Die oben geschriebenen Erfahrungen sind Spiegelbilder von Einwanderern. Ich glaube gelogen hat dabei keiner. Passieren kann hier alles und noch mehr. Besonders zutreffend die Beschreibung der Justiz. Nicht eine Frage des Rechts sondern der besseren Beziehungen.

    Eine gut funktionierende Justiz ist das Fundament eines geordneten, gesellschaftlichen und zivilisierten Zusammenlebens. Allerdings sind wir meilenweit davon entfernt. Dass es auch änderst geht, zeigt ein Blick in andere südamerikanischen Länder.

    Ich hoffe noch immer, dass sich hier etwas ändern wird. Selber ist es mir egal, da ich mich mit den hier herrschenden Verhältnissen abgefunden und vor allem gelernt habe, damit zu leben.

  12. Krista

    es würde mich nicht wundern, wäre es das selbe Hospital, mit dem auch wir so „gute“ Erfahrungen gemacht haben.
    Zuerst wurde uns versichert, die OP + allem anderen würde 5, max. 6 Millionen kosten, nach 3 Tagen, am anvisierten Entlaßtag, bekamen wir dann die Rechnung präsentiert : 16 Millionen, sofort zu bezahlen, da der Patient sonst nicht gehen dürfe.
    Und da steht man dann am Samstag morgen da mit den vorher vereinbarten 6 Millionen und weiß nicht, woher die übrigen 10 Millionen nehmen.
    Oder vielmehr, man wäre dumm dagestanden ohne Kreditkarte.
    Die exorbitante Preiserhöhung wurde dann mit „unerwarteten Problemen“ begründet, die mir aber keiner näher erklären konnte/wollte.
    Das Highlight : Obwohl ich Blut spendete,das der Patient auch direkt bekam ( seltene Blutgruppe ) kostete uns dieser „Service“ nochmal 1,5 Millionen extra.
    Und sie besassen anschliessend noch die Frechheit, mich zu fragen, ob sie mich anrufen dürften, sollte mal wieder jemand diese Blutgruppe benötigen.
    Ich sags mal so : meine Antwort darauf war nicht druckreif.

  13. sorry, habe erst jetzt nachgelesen….

    es handelte sich damals um die Klinik Frances, zu dieser Gruppe gehört auch die Klinik Americano sowie eine weitere Klinik in Asu.

    Man wird regelrecht erpresst…..zahlst du nicht, wird dein Mann von der Intensivstation auf die normale verlegt.

    Jede Laborrechnung musste extra bezahlt werden…..

    dann standen oftmals 4 oder 5 Ärzte auf der Rechnung…als ich meinen Mann noch fragen konnte….wer die waren und was sie für ihn getan hätten….konnte er mir keine Antwort geben.

    Ich habe mir die Arbeit gemacht………mein Mann war genau 5 1/2 Wochen in der Klinik, in dieser Zeit müsste er alle paar Sekunden eine Injektion bekommen haben, so viele Spritzen, Medikamente etc. waren aufgeführt.

    Man hat ihn zu Tode operiert….zweite OP fand statt, weil der Schlauch zu dünn war….und Blut und Sekret nicht abfließen konnte….mehr will ich dazu garnicht schreiben 🙁

    Ich habe zu meinem, sehr guten Anwalt gesagt….

    wenn ich in meinem Heimatland wäre, würde ich die Klinik verklagen !!!!!!

    Nachdem ich mich geweigerte hatte, die zweite, große Rechnung mit nochmals ca. 130 Mio. zu bezahlen, hat die Klinik kurzerhand mein Haus mit einem Embargo belegt.

    Daher musste ich diesen Rechtsstreit auf mich nehmen, der in 2013 zu meinen Gunsten entschieden wurde …..

    Ich bin voller Freude nach PY gekommen, kam auch wunderbar mit den Pyos klar, wir konnten auch mit unseren Renten gut dort leben, aber ich wollte nur noch weg.

    Danke, das ihr das verstehen könnt….

    ich wünsche euch weiterhin ein gutes Leben in PY, es ist ein schönes Land, aber bitte macht euch Gedanken, wie es aussieht, wenn ihr krank werdet ***

    1. Mit den Kliniken kann man Glück oder Pech haben. Ich habe im Bekanntenkreis auch andere ERfahrungen gemacht. Da musste man 50% der OP-Summe anzahlen, den Rest bei Entlassung. Alles wurde korrekt aufgelistet, nichts (offensichtliches) hinzugefügt, der Service war für paraguayische Verhältnisse sehr gut.
      Aber das ist eben das Problem hier: keiner weiß vorher, welche Klinik korrekt ist, welche wirklich gute Ärzte hat usw. Jeder aus dem Bekanntenkreis hat andere Erlebnisse und Erfahrungen. Letztendlich bleibt einem dann nichts anderes übrig, als zu probieren und dann Glück oder Pech zu haben. – Aber ist das nicht fast auch schon so in DACH? In Deutschland gibt es eine Zweiklassenmedizin – einmal für Private und dann die für den ärmlichen Rest. Und der Rest muss auch warten auf Termine, muß erbärmlich zuzahlen usw. – Natürlich ist aber auch diese 2. Klasse von Deutschland noch teilweise besser als die „guten Kliniken“ hier.

  14. Wenn man die alle Kommentare hier liest, dann vergeht doch einen die Lust im Paraguay zu leben.

    Ungerechtigkeit, abzocke und Korruption . Kann dies ein Traumland sein? Und noch was ein Gringo bleibt man hier lebenslang, egal, ob du Perfekt die Sprache sprichst oder nicht.

    Ich lebe auch hier aber die Brücke nach Europa werde ich niemals stürzen, und Krankenversicherung mit Rücktransport die behalte ich weiterhin .
    Und eure Kommentare ,das es im Europa nicht mehr lange gut gehet… Es geht immer weiter ,genauso wie im Paraguay, wo Manschens Leben eigentlich nicht viel wert hat.
    Ich bin jetzt im Moment in der Schweiz. Es funktioniert hier doch perfekt. Restaurants sind jeden tag voll, die Menschen kaufen ein ,lachen und wenn eine keine Arbeit hat ,dann bekommt er Unterstützung und das leben geht weiter, bis eine Arbeit findet.

    Beruhigt euch vielleicht ,das ihr immer auf Europa schimpfen tut ,oder habt viele von euch keine Möglichkeit zurück zu gehen und werdet Ihr doch gerne?
    Ich habe mit vielen Auswanderern dies Thema besprochen und die meisten sagten- Ja gerne werde ich zurück gehen-aber wohin?
    Leben und überleben ist ein unterschied.

    Nur die ,die genug Geld haben ,haben schanze im Paraguay – ist das im Europa auch nicht so? Aber im Europa wird einem geholfen, im aber Paraguay …….

    Wenn hart aufs hart kommt ,dann bist auf jeder fall im Europa besser aufgehoben- Menschenrechte ,Krankenversorgung und vieles anderes.

    Im Angst zu leben das wenn was passiert das Millionen kosten kann ,das ist ein Freies leben?

    Vielleicht für den ,der Viel Geld hat – aber haben das alle Auswandere im Paraguay?

    Das ist meiner Meinung.

    Das ist meine Meinung ,da die Rosarote Brille ,was Paraguay angeht ,habe ich schon lange abgelegt.
    Nichts im ungut.

    1. „In Angst zu leben, wenn was passiert….- ist kein freies Leben.“
      Das ist richtig, teilweise. Wer herkommt, die Sprache kann, trotzdem immer Gringo bleibt, weiß, was passieren kann, wie das System funktioniert, ausreichend Finanzen gebunkert hat für den Notfall – dann kann man schon von Freiheit sprechen.
      Aber heutzutage kommen ja immer mehr richtige Gringos ins Paradies Paraguay, Leute, deren Geld gerade für ein möglichst großes Grundstück mit Pferdchen, Rindern (man wollte ja als Kind schließlich immer schon Cowboy/Cowgirl sein) und einer großen Villa mit Pool reicht – Mal abgesehen von den totalen Träumern, die mit ein paar Tausend Euronen oder Fränklis die Welt einreißen wollen und von der „Selbstversorgung“ träumen. Und wenn dann ein kleiner Unfall, eine größere Reparatur, eine OP oder schlimmstenfalls eine große OP ansteht – dann ist Ende im Gelände.
      Deshalb finde ich das ganze Verallgemeinern nicht so toll. Es gibt hier unzählige Rentner aus DACH, die nicht zurück wollen, um keinen Preis, die sich hier wohlfühlen, die sich hier eingerichtet haben. Und Probleme kann es überall auf der WElt geben. Jeder muss halt abwägen, was er möchte, ob einen „Sozialstaat“, ein enges soziales Netz, dass zumindest die ärgsten Risiken auffängt oder kein Netz, dass ja auch gleichzeitig behindert, in dem man gefangen ist, abhängig von Beamtenwillkür und Drangsaleien der Herrschaften hinter den Schaltern.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.