Paraguayer leben ungesund: Darmkrebs nimmt zu und betrifft immer mehr junge Menschen

Asunción: Die Fälle von Darmkrebs in Paraguay nehmen zu. Vor allem auch junge Menschen sind betroffen. Es dürfte an der Ernährung liegen, denn Gemüse und Obst werden oft verschmäht.

Ein Patient im Alter von 12 Jahren liegt mit Darmkrebs im Zentralkrankenhaus der Sozialversicherungsanstalt (IPS). Der Fall beunruhigt die Ärzte, wenn man bedenkt, dass die Krankheit erst mit etwa 50 Jahren auftritt. Jetzt vergibt sie kein Alter mehr.

Onkologiepatienten sind 28, 33 und sogar 40 Jahre alt. Jedes Mal betrifft es die jüngsten, aufgrund genetischer, erblicher Faktoren und weil sie kein Obst und Gemüse verzehren.

„Unsere Bürger wissen nicht, was faserhaltige Lebensmittel sind. Wenn der Apfel gegessen wird, entfernen sie die Schale und die Schale ist die Faser. Prävention ist gesundes Essen“, erklärte Dr. Graciela Medina, Koordinatorin des Programms zur Prävention von Darmkrebs bei der Anstalt IPS.

Die Erkrankung rangiert bei der Inzidenz sowohl bei Männern als auch bei Frauen an vierter Stelle und bei der Krebssterblichkeit an dritter Stelle. In Paraguay gibt es eine Inzidenz von 20%, die Personen ab 40 Jahren betrifft.

„Es wird geschätzt, dass ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung nach dem 50. Lebensjahr an Darmkrebs erkrankt ist. Der Index ist auf schlechte Ernährung, sitzende Lebensweise und Rauchen zurückzuführen, die prädisponierende Faktoren sind“, sagte Medina.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für eine Früherkennung ist die Überwindung des Tabus der Darmspiegelung.

So eine Untersuchung sollte jährlich ab 40 Jahren erfolgen. „Die Menschen kommen in einem fortgeschrittenen Stadium im IPS an, weil sie die Anzeichen und Symptome der Krankheit nicht berücksichtigen“, erklärte Medina.

Eine frühzeitige Diagnose rettet Leben. Darmkrebs ist heilbar. „Wenn die Lymphgefäße gesund sind, wenn der Krebs an der Darmwand begrenzt ist und eine rechtzeitige Behandlung erfolgt, sind die Heilungschancen hoch. Wenn Metastasen in der Leber auftreten, ist das Überleben kürzer“, betonte Medina. Von Seiten der Anstalt IPS werden Kampagnen durchgeführt, um die Krankheit zu verhindern. Am 31. März ist der Welttag des Darmkrebses.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Paraguayer leben ungesund: Darmkrebs nimmt zu und betrifft immer mehr junge Menschen

  1. Was? Seine Kinder allsonntäglich mit wirklich tot Gegrilltem zu füttern ist nicht gesund? Pancho vienna, Asaso, Milanesa, Empanadas, Tortillas, das soll alles nicht gesund sein, zehnmal im selben Öl gebraten? Die im brennend Müll heranwachsenden Früchte im Hinterhof nicht gesund?
    Erstaunlich und wusste ich nicht, aber ich arbeite ja weder beim Misterium für Gesundheit noch beim Misterium für Educaccion de la Cultura de la Quemadura de su basura.
    Vielleicht jemand da den Misters und Misterinnen mitteilen, damit an Schulkiosken keine Pizza, Pancho vienna, Asaso, Milanesa, Empanadas, Tortillas-Billigware mehr an die Schulkinder abgegeben wird?
    Habe vor zwei Tagen ein Stück Pizza gegessen, Preis: 3.000 Gs.
    Für meine Begleitung habe ich einen Apfel gekauft, Preis: 3.500 Gs.
    Da meine Begleitung aber lieber Galletitas und Jugo haben wollte habe ich das gekauft und diesen Apfel dann zu Hause selbst gegessen (habe aber zwischenzeitlich im Supermarkt eine Tüte davon für meine Begleitung gekauft). Jedenfalls, dieser Apfel für 3.500 Gs., da konnte ich die Hälfte meinem Hund zu fressen geben (ja, der frisst alles was ich ihm gebe, außer Knoblauch und Zwiebeln, am liebsten frisst er Pancho vienna, Asaso, Milanesa, Empanadas, Tortillas, Pizza).
    Fazit: Gemüse und Früchte teilweise teurer als in Deutschland (Kiwi 6 USD, Aprikosen UND Pfirsiche 5 USD p/kg), und das bei Mindestgehalt von 350 USD. Fleisch, ok, billig. Bier und Streichhölzer, ok, noch billiger. Demnach, die mehr besseren leben von Fleisch, der Rest von Bier und Streichhölzer.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Vor allem Darmerkrankungen sind fast nur auf die GMO Produkte wie Soja, Weizen, Maiz, Baumwolle, usw. zurueckzufuehren. Wie hier deutlich gezeigt wird: https://www.youtube.com/watch?v=4x1Mcmdki6c&t=834s. Un hier https://www.youtube.com/watch?v=VuijKzJMlNI und hier https://www.youtube.com/watch?v=xdy-3GFvttE.
    Dass die ATI nicht angetastet wurden, wie im Video behauptet wird, bei der GMO Zuechtung, ist m.E. eine satte Luege. Denn man zuechtete ja gerade den Weizen um diesen gegen Schaedlinge und Gifte resistent zu machen, zusaetzlich wird die Komposition des Gluten angepasst an die Baeckereien und dazu noch an den Fodmaps herumgeschraubt. Kann sein dass die Menge der ATI wohl konstant bleibt aber nicht unbedingt ihre Zusammensetzung da die Weizensorten ja gegen verschiedene Schaedlinge und Gifte wiederstandsfaehig gemacht werden, und staendig „state-of-the-art“ gehalten werden. Tatsache ist dass diese Darmerkrankungen nicht auftauchen bzw. sofort aufhoeren wenn die pre 1903 Weizensorten aus Bayern im Brot verwendet werden (das sind die natuerlichen Weizensorten die nicht GMO gezuechtet sind). Also bei GMO Weizen treten variable neue Erkrankungen auf, die zu Entzuendungen fuehren, die dann wiederum zum Krebs fuehren (wer haeufig an allerlei Entzuendungen leidet, ist ein guter Krebskandidat. Da Krebs praktisch selbst nur eine Art von „Entzuendung“ ist). Wobei diese vielfaeltigen Erkrankungen ausbleiben bei den pre 1903 Weizensorten (pre GMO Weizenzuechtung). Nun ich glaub das ist doch Beweis genug. Zusaetzlich zu all den Pestiziden die auch eine Rolle spielen. Ohne GMO und Pestizide vermeint man eben nicht die ganze Erdbevoelkerung ernaehren zu koennen – was ja auch stimmt.
    Zitat aus einem Kommentar in einem Video welches die Problematik so in etwa zusammenfasst..
    > Ingo Neuhaus vor 1 Jahr
    Es ist nicht das Brot, das uns krank macht, sondern das überzüchtete Getreide, die Backhilfsmittel und unser bedürfnis nach frisch aussehender und langhaltbare Ware. Wenn wir wieder anfangen, Brot mit echtem Sauerteig zu produzieren, werden die Unverträglichkeiten langsam aufhören und es hält länger frisch. Aber wer will schon gerne mehrere Tage altes Brot essen. Und Weizenmehlprodukte wieder nach alten Rezepten verbacken.<

  3. Eine Böse Sache ist der Krebs.Jede Ursache hat eine Wirkung hat ihre Urschache die ist hier Krebs.
    Man braucht sich nicht zu Wundern, Gifte pur in Landwirtschaft der Umwelt,GMO-Produkte wo man hinsieht,Roh,Verarbeitet.Chemische Stoffe,Hilfsmittel im Essen,Schlechtes Trinkwasser.
    Die bessere Gesellschaft frisst den Dreck nicht,Warum nur?
    Wer x-mal hier Ruft stirbt früher

  4. Und das Ministerium für Gesundheit kennt die Zahlen des erhöhten Nitratgehalts im Grundwasser rund um Gran Asuncion sehr genau. Auch Nitrat im Wasser steht im Verdacht Darmkrebs zu begünstigen. Das hat Dr. Graciela Medina, Koordinatorin des Programms zur Prävention von Darmkrebs bei der Anstalt IPS wohl vergessen zu erwähnen. (Muss ich das wieder machen, Saftladen)

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