Asunción: Paraguay bekräftigte anlässlich des Festakts zum 80. Jahrestag der Gründung der internationalen Organisation seine Unterstützung für den Multilateralismus und die Leitsätze der Vereinten Nationen.
Als Vertreter des Landes hob Außenminister Rubén Ramírez Lezcano die Rolle der UNO als Ort der Begegnung für Nationen mit unterschiedlichen Realitäten hervor, die jedoch ein gemeinsames Ziel verfolgen: den Dialog, die Kooperation und das Streben nach dem allgemeinen Wohlstand zu fördern. „Seit acht Jahrzehnten ist die UNO ein Ort der Einheit, an dem Länder als gleichberechtigt über die großen Herausforderungen sprechen, denen sich unsere Völker stellen müssen“, betonte er.
Der Minister räumte jedoch ein, dass die heutige Welt weit entfernt von dem Ideal sei, das man sich 1945 vorgestellt hatte. Ungleichheiten, Konflikte und Krisen bestehen fort und treffen Entwicklungsländer besonders hart. Vor diesem Hintergrund sprach sich Lezcano für eine tiefgreifende Erneuerung des multilateralen Systems aus. Diese Reformen müssten die neuen globalen Dynamiken widerspiegeln und den spezifischen Bedürfnissen von Staaten mit geringeren Ressourcen Rechnung tragen.
Er betonte, dass eine moderne UNO auf einer demokratischeren, transparenteren und repräsentativeren Regierungsführung basieren müsse, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sei.
„Paraguay ist bereit, weiterhin zu einem erneuerten Multilateralismus beizutragen, in dem die Vereinten Nationen die zentrale Achse bilden, indem wir Gerechtigkeit, Fairness und Vertrauen zwischen den Nationen fördern“, schloss der Außenminister.
Wochenblatt / adn digital















