Peña’s Kabinett nimmt langsam Formen an

Asunción: Der gewählte Präsident für die Amtsperiode 2023 – 2028 gibt scheibchenweise bekannt, welche politischen Kollaborateure Ministerposten bekommen. Dabei fällt auf, dass Peña nur Cartes’ Kandidaten aus dem Senat auswählt, und keine persönlichen Präferenzen einbringt.

Die erste Designierung Peña’s war Enrique Riera, ein gewählter Senator, der um ins Kabinett zu kommen, seinen Platz im Senat, Antonio Barrios, einem anderen Cartes-Mann, überlässt.

Als Außenminister wurde Rubén Ramírez Lezcano designiert, der schon unter Nicanor Duarte Frutos seine Dienste unter Beweis stellen durfte.

Auch Juan Carlos Baruja, ein weiterer gewählter Senator von Honor Colorado wird Minister, und zwar vom Ministerium für Wohnungsbau. Auch er macht Platz für weitere Kandidaten, die als Vertreter einen guten Dienst leisten können.

Als letzte Ankündigung kam diese Woche und bezieht sich auf Ángel Barchini, der zwar für den Senat kandidierte aber nicht mal ansatzweise die Stimmen bekam um in den Senat einzuziehen. Da er jedoch für Pena zu den vertrauenswürdigen Leuten gehört, der für seine Kandidatur den Posten des Botschafters in Katar aufgab, wird ihm nun das Justizministerium zuteil.

Ein weiterer, nicht unbekannter Ex-Sekretär von Cartes, soll Teil des Kabinetts werden. Fernando Ojeda, der unter Cartes, Botschafter ihn Deutschland war und danach bei der Stadtverwaltung und Cecon arbeitete, erhielt ebenfalls zu wenige Stimmen um in den Senat einzuziehen. Auch er soll ein Ministerium leiten. Die offizielle Ankündigung dazu steht jedoch noch aus.

Der erste Stellvertreter im Senat, für jemand, der ins Kabinett geholt wird, ist Antonio Barrios, der Enrique Riera ersetzen wird, wenn dieser am 15. August sein Amt als Innenminister antritt. Die Liste der Stellvertreter umfasst unter anderem Ramón Retamozo, dem man einen Botschafterposten oder Vergleichbares anbot, damit ihn Nummer Drei ersetzt, Juan Carlos “Nano” Galaverna (HC), der Sohn von Calé Galaverna. Dieser wurde zwar als Abgeordneter wiedergewählt, war jedoch gleichzeitig auch Ersatzmann für den Senat.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Peña’s Kabinett nimmt langsam Formen an

  1. Das ist schon komisch, dass er keine Minister vom politischen Gegner auswählt, z.B. Paraguayo Cubas und seine Frau oder einige Marito-Pfeifen. ABC Color ist schon ein toller Verlag mit besonders intelligenten Journalisten, die sich im Wahlkampf bestens bewährt haben …

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  2. Liest sich wie eine Liste der Namen der in den letzten Jahren in den News in Berichte über Korruption, Schmuggel, Geldwäsche, Drogenhandel und Waffenschieberei verstrickten hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolitiker. Vielleicht täusche ich mich und der eine oder andere war doch nicht dabei. Denke, das größte Fressi-Fressi aus dem Trog des Steuerzahlers der letzten 13,6 Milliarden Jahren steht und die nächsten fünf Jahre bevor. Da sind die für die Überbrückung des Uhu-Viru-SARS-V2.xi-Zeitalters im Schwarzen Loch verschwundenen 2,6 Milliarden US$ ein Klacks dagegen. So ideal für Korruption, Schmuggel, Geldwäsche, Drogenhandel und Waffenschieberei ausgelegte Strukturen zugunsten der Colorado-Mafia waren sie noch nie. Aber eines MUSS man der Pestpartei lassen: dafür setzen se die Besten der Besten ein.

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  3. Das war ja klar. Pena hängt total am Tropf des übermächtigen König und Pate Cartes. Andere sprechen vom “Pudelchen Cartes”. Pena wird nie eine eigenständige Politik verfolgen können. Es ist so wie Cartes das selbst beschrieb, daß er der “eigentliche Präsident” des Landes ist. Ein übermächtiger Politiker, dem das halbe Land gehört, einer der reichsten Männer des Landes der mit seinem Geld alle und alles kaufen kann wie und was er will, dem die halbe Justiz untertan ist (Geschwister im Geiste der Freimaurer ohnehin). Wer das nicht erkennt muß entweder fürchterlich naiv sein, oder am System partizipieren. Jeder der noch nicht ganz bekloppt ist muß doch erkennen, daß so viel Macht in den Händen einer einzigen Person nicht gut für ein Land sein kann und unweigerlicher in einer Art ‘Diktatur enden muß. Aber die Wähler wollten es ja so, folglich sollen sie bekommen was sie sich scheinbar wünschten. Wer will und könnte das noch verhindern?

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    1. Herr Vollprofi-Prästeinzeitprophet Eulenspiegel, hatten wir eine Diktatur als Cartes von 2013-2018 Präsident war? Nein. Wir erlebten nachweisbar die wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre Paraguays aller Zeiten. Selbst wenn also Cartes als Parteivorsitzender die Fäden ziehen sollte, weshalb sollten wir denn in 2023 eine Diktatur bekommen? Es handelt sich doch um den gleichen Cartes, der schon mehr als fünf Jahre nicht mehr Präsident ist. Weshalb sollte es denn schlechter werden als 2013-2018? Oder gehen Sie vom eigenen Geldbeutel aus, Herr Vollprofi-Prästeinzeitprophet Eulenspiegel?

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      1. Wie sagte doch Jesus: “DER MENSCH LEBT NICHT ALLEIN VOM BROT!” Will heißen, außer Essen, Trinken und Sex benötigen Menschen auch geistige Nahrung, Freiheit im Denken und Reden, Sicherheiit im Lebensalltag und eine gute medizinische Versorgung und Bildung für alle. Darüber hinaus eine von Betrügern, Korrupties und Staatsschmarotzern befreite Gesellschaft die sich der Wahrheit und dem Wohl der Bürger (nicht nur der Partei-Amigos) verpflichtet fühlen.

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        1. Zitat “Darüber hinaus eine von Betrügern, Korrupties und Staatsschmarotzern befreite Gesellschaft”. Bisl naiv der Wunsch. Wo und wann soll das sein? Nachts Im Traumland des Eulenspiegels?

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  4. Lea Gimenez als Bildungsministerin wird dann als eine der Letzten verkündet. Mal gespannt, was dieser Ojeda macht. Der hat ja mal großspürig als Botschafter verkündet, dass eine deutsche Firma auf jeden Fall nach Paraguay kommen wird, um Leichtflugzeuge herzustellen. Durch diese “Glanzleistung” wahrscheinlich Industrie- und Wirtschaftsminister.

    Verstehe ich das richtig, dass Kandidaten die sich zum Senator haben wählen lassen, jetzt Minister werden? Im Endeffekt ist es eh Wurscht, sind eh alles Verbrecher, aber dieses Vorgehen ist ja eigentlich Betrug am Wähler. Aber den allermeisten dürften es eh völlig egal sein, da sie bei der Wahl einen Hunni bekommen haben, und wer Parteimitglied ist, einen Planillero-Posten bei irgendeiner Behörde.

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