Plastiktüten sollen verschwinden

Asunción: Es soll nun Wirklichkeit werden, was in deutschen Kolonien schon länger umgesetzt wurde. Pioniere waren die Gemeinden Hohenau, Obligado und Bella Vista, aber auch Filadelfia im Chaco. Dort sind Plastiktüten schon seit Längerem verschwunden.

Am 20. Juni 2016 unterzeichnete der Staatspräsident Horacio Cartes das Dekret 5.337 und setzte damit eine Initative von dem Senator Arnaldo Wiens um. Damit soll eine Reduzierung der Plastiktüten erreicht werden. Millionen werden jeden Tag im ganzen Land verbraucht. Das Problem dabei, sie sind nicht abbaubar, zumindest nicht in unserem Leben. Laut wissenschaftlichen Studien würde dies mindestens 500 Jahre in Anspruch nehmen.

Ab dem 31. März müssen alle Supermärkte und Geschäfte wiederverwendbare Taschen anbieten. Sie sollen aus biologisch abbaubaren Materialien hergestellt sein.

Die betroffenen Unternehmen können einen “Mindestbetrag“ für den Gebrauch dieser Behältnisse verlangen. Wie hoch er sein darf, bleibt den Firmen selbst überlassen.

Christian Cieplik, von der paraguayischen Kammer der Supermärkte (Capasu), erklärte, es sei aber trotzdem “optional“ möglich, weiterhin Plastiktüten zu verwenden. Stock und Superseis, zum Beispiel, bieten jetzt schon alternative Taschen an. Cieplik betonte, es gebe keine Dokumentation, wie viele umweltschädliche Tüten täglich zum Einsatz kämen, es seien aber “eine Menge“.

Es wird sich zeigen, wie konsequent das Dekret umgesetzt wird, vor allem dann, wenn etwas für die Umwelt “bezahlt“ werden muss, dürfte dies im Land wohl schwer durchsetzbar sein.

Quelle: ABC Color

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9 Kommentare zu “Plastiktüten sollen verschwinden

  1. Prof. Dr. lic. jur. Auuan

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    Man sollte die Plastiktaschen durch Blech- oder Glastüten ersetzen, dann können sie weiterhin durch die buen educados (nicht wie ich mal educado, pero por lo menos tengo una educación) in meinem Viertel verbrannt werden. Blech- oder Glastüten brennen sind doch gut zum anfeuern zu gebrauchen, brennen doch gut wenn es vielleicht anfängt zu regnen – dann muss ich sowieso das Feuer nicht ausmachen – und man sieht das Feuer auch schlecht in der Nacht, weil es verboten ist Müll zu verbrennen. Auch wenn die Müllabfuhr vorbeikommt, so kostet diese doch immerhin vier Brahmas en latitas, die dann nicht mehr zur Weiterbildung verwendet werden können.
    Sicher werde ich nicht jedes mal im Stock eine neue Einkaufstasche kaufen. Eine Einkaufstasche mitnehmen kann ich auch nicht, weil sonst die Wachmannschaft eine Herzchriesi bekommt, denn es könnte ja sein, dass ich gestohlene Ware in meiner mitgebrachten Einkaufstasche „verstecke“.
    Das Gesetz ist gut, aber spätestens nach einem Monat nach Inkrafttreten wird es wohl wieder rückgängig gemacht werden müssen – wie die ITV (inspección técnica de vehículos).
    Jedenfalls sehe ich kein Problem meinen Rucksack mitzunehmen, dann habe ich sogar zwei Hände frei. Wie aber soll nebst dem Rucksack noch meine Oma, zwei Kleinkinder und Frau auf dem Moto transportieren? Die können weiterhin die Einkaufstüten halten, während ich auf dem Moto mit der einen Hand meinen Terere schlürfe und mit der anderen mein Facebock-Profil update!

      1. Prof. Dr. lic. jur. Auuan

        Antworten

        Heißt Gott jetzt Karneval und nicht mehr Fritz der Große? Wohl nix anderes mehr zur Abänderung und eigenwilligen Interpretation in Gutenbergs Totschläger vorhanden?

  2. Mann oh Mann hatt der Gute mit Titeln Probleme, kurz und schmerzlos,was hat der Rattenschwanz gekostet!
    Ob es nun die Foliebeutel gibt oder nicht so interessant als wenn in China auf den Platz der himmlischen Friedens ein Sackreis umfliegt!
    Es lebe der Stoffbeutel, wie vor 50.Jahr.Ist es mehr nehmen wir einen Sack.Mit hilfe der Haushaltsfee wird er immer wieder neu Neben bei könnte man noch Sackhüpfen oder andere unproblematisch auf den Sack gehen

  3. 500 jahre oder 1 jahr hat in diesem land nichts zu sagen es geht hier nur um ein groschen zu bekommen von dem armen einkaufer;in diesem land sind wir immer 550 jahr im hintergrund,was fuer ein eselland.

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