Politische Verfolgung der Frente Guasu Anhänger denunziert

Asunción: Gestern erklärte der Präsidentschaftskandidat der Frente Guasu, Anibal Carrillo Iramain, dass Auslandswahlrecht hindernisreich gestaltet wird, weswegen beabsichtigt wird die paraguayische Wahljustizbehörde (TSJE) international zu denunzieren.

„Die Mehrheit der im Ausland lebenden Paraguay sind Frente Guasu Sympathisanten denen nicht erlaubt wird zu wählen, das grenzt an politische Verfolgung“, sagte Carrillo während des ethischen Prozesses gegen das nationale Parlament.

Die Wahljustizbehörde, die vor dem Plan schon Tage zu vor gewarnt hatte, verteidigt sich damit, dass Ende Oktober die Frist zum Einschreiben im Ausland abgelaufen sei und eine Verlängerung nicht möglich ist. Kurz nach dem teuren Referendum vom 9. Oktober 2011, welches bei 12% Wahlbeteiligung als Riesenerfolg gefeiert wurde, begann die Einschreibphase für die, die aus dem Ausland an Präsidentschaftswahlen teilnehmen wollten. Die Chance haben jedoch nur wenige wahrgenommen. Weil der TSJE nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt wurde, kann nur in vier Ländern im Ausland die Stimme abgegeben werden. Neben den USA sind das Argentinien, Frankreich und Spanien, wo der Großteil der Auslandsparaguayer sesshaft ist.

Carrillo Iramain sieht in der TSJE die wahre Bedrohung, da ihre Mitglieder aller anderen Parteien angehören aber nicht der linken Frente Guasu. Er wird zusammen mit Fernando Lugo heute nach Buenos Aires reisen, um sich da mit Auslandsparaguayern zu treffen.

Wie Tageszeitungen schon vor Tagen schrieben sei die Fehlersuche beim TSJE das Druckmittel, was die Frente Guasu zusammen mit dem Mercosur gegen Paraguay einsetzen möchte, um die Aufnahme von Venezuela zu legitimieren. Jedoch gibt es für die Untermauerung dieser Version noch nicht genügend Anhaltspunkte.

(Wochenblatt / Abc)

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18 Kommentare zu “Politische Verfolgung der Frente Guasu Anhänger denunziert

  1. Jetzt wo der Beobachter der UNASUR im Land ist, fangen die Sozialisten/Chavezkommunisten an zu polemisieren. Jeden Tag irgendeine andere Demonstration in Asuncion und wenn die Polizei eingreift gibt es logischerweise Ärger, was der Beobachter natürlich sofort seinen Auftraggebern (Chavez/Kirchner/Rousseff) meldet, da die Demokratie in Paraguay mit Füssen getreten wird. Die Strategie ist klar, wenn die Wahlen für die Linken 2013 verloren gehen (und das werden sie ohne Zweifel) wird UNASUR sie nicht anerkennen. Man will Paraguay in die Knie zwingen, was aber dem Ausland nicht gelingen wird.

    Warum spricht der Beobachter nur mit der Partei Lugos, die im Parlament, also der Volksvertretung, mit nur ein paar Abgeordneten vertreten ist und nicht mit den restlichen Parteien die 96% der Bevölkerung repräsentieren?

    Warum erklärt ein brasilianischer Minister, man werde so schnell wie möglich Bolivien ins Mercosurboot als Vollmitglied holen und das soll dann in Zukunft die zentrale Rolle spielen die Paraguay zugedacht war?

    Für die es noch immer nicht begriffen haben, es geht um die „REPUBLICA BOLIVARIANA“ die in ganz Südamerika inplementiert werden soll.

    1. Hier muss ich dem Asuncioner aber mal völlig Recht geben. Ich habe schon auf diese Reaktion von den Lugoisten gewartet. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, konnte dies den letzten Äußerungen der „Frente“ schon entnehmen.

      … und zu 9mm: Chaves ist tatsächlich so größenwahnsinnig und glaubt an sein Bolivarisches Reich. Ich habe schon vor 4 Jahren vor ihm gewarnt. Er ist der Hitler Südamerikas. Man sollte ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen.

    2. Die Demokratie wird vom Parlament mit den Fuessen
      getreten .. Von Satire zur Anklage ? Wie passt das
      zusammen ?

      Und wenn die Menschen Protestieren, fuer ein besseres Paraguay ? Sind das schon in ihren Augen Kommunisten..

      Lugo scheint mir sind fuer viele ein Rotes Tuch..

      Er ist und war nie ein Kommunist. Sonst haette er Chavez
      kopiert, hat er aber nicht.
      Sie sollten sich entscheiden, Satire-Ironie- oder
      als Anklaeger arbeiten.

      Sonst machen sie sich unglaubwuerdig

      1. „Er ist und war nie ein Kommunist. Sonst haette er Chavez
        kopiert, hat er aber nicht.“
        Da moechte ich wiedersprechen ! Lugo ist , und war immer ein Kommunist , und auch immer dem extremen Linken Fluegel der Suedamerikanischen Kirche zu zu ordnen !
        Er hat Chavez nicht kopiert , weil er nicht ueber die gleichen „qualifikationen“ verfuegt . Chavez war und ist ein Militaeroberst ( links angehaucht) und hat deshalb ein besseres Know How zum Diktator , der er ist !

  2. Brasilien wird niemals in der bolivarischen Republik mitmachen. Der traurige Rest ist mit Ausnahme von Venezuela vollkommen pleite.

    Sobald Chavez aus den USA der Geldhahn abgedreht wird (überfällig), wird sich zeigen wie lange er seine bolivarischen Wahnvorstellungen noch umsetzen kann.

    Glaubt der Mann im Ernst, die USA finanzieren ihm einen bolivarischen Staat, damit er sich als „Gegengewicht“ zu den USA hier im Süden profilieren kann?

    Der sollte sich vielleicht mal eine der 20+ Carrier-battlegroups aus der Nähe anschauen. Als ehemaliger Armeeoffizier sollte ihm dann ein Licht aufgehen, wer was zu sagen hat in der Welt, und wer nicht.

  3. Hier geht es nicht um irgendein „bolivarisches Großreich“ sondern um das demokratische Recht zu wählen.

    Die Paraguayer, die ins Ausland gegangen sind, haben das nicht freiwillig, sondern der Not gehorchend, getan. Sie sind – natürlich – weder Freunde der derzeitigen Regierung, noch der kommenden Colorado-Regierung.
    Sie würden wahrscheinlich eine der Splitterparteien oder irgendeine Linkspartei wählen.
    Das passt weder der derzeitigen noch der kommenden Regierung.

    Wie also die Stimmen ungültig werden lassen?
    Indem man es den Auslandsparaguayern so schwer wie möglich macht zu wählen.

    Noch fünf Monate zur Wahl und die Einschreibefrist – wo überhaupt? – ist vorbei?

    Schon wieder bekommen Unasur und Mercosur einen Grund frei Haus geliefert, Paraguay weiter auszuschließen.

    Entschuldigung, aber das ist dämlich!

    Nur weil vielleicht 5!! Prozent oder sieben(?) die Frente Guasu wählen KÖNNTEN wird Paraguay von seinen Führern weiter ins Abseits gestellt?

    Mein Gott, lass Hirn regnen!

    1. Wie Tageszeitungen schon vor Tagen schrieben sei die Fehlersuche beim TSJE das Druckmittel, was die Frente Guasu zusammen mit dem Mercosur gegen Paraguay einsetzen möchte,

      Ist doch komisch , das gerade die Regierung Lugo fuer die Frist der Eintragung ins Wahlregister verantwortlich waren !! War es da nicht eher der Grund , das die meisten im Ausland lebenden PY er nicht links waehlen werden ?

  4. Lieber ‚Deutscher Politiker‘, das mit dem ‚Hirn regnen lassen‘ ist so eine Sache. Wenn das helfen würde, so hätten all jene, die das geschundene Land über Jahrzehnte ausgesaugt haben, in den nächsten 100 Jahren keine Chance auf Wiederwahl…….

  5. dass der grossteil der auslandsparaguayer eine linkspartei waehlen wuerde entspringt nur ihrer einbildung.die beiden traditionalen grossparteien haben besonders in argentinien, aber auch in spanien und den usa ihre „seccionales“ und „comites“.eine andere sache ist folgende. zehntausende von paraguayern die in den letzten jahren ausgewandert sind, sind immer noch im wahlregister ihres heimatortes eingeschrieben, in paraguay gibt es keine abmeldepflicht,deswegen kann die wahlbehoerde nicht kontrollieren wer nicht mehr hier wohnt.nur ein anhaltspunkt.in doerfern mit grosser auswanderung kommt es nur noch zu einer wahlbeteiligung von 60 -65%, trotz „waehlerpraemien“,weil viele der eingetragenen waehler im ausland sind.trotz riesigem geldaufwand wurden nur etwas mehr als 20 000 auslandsparaguayer in das wahlregister eingetragen. meiner schaetzung gibt es mindestens das zehnfache von auslandsparaguayer die immer noch in ihrem heimatort als waehler eingetragen sind.wer das geld hat, wird vor den wahlen eine menge busse engagieren, die aus dem grossraum buenos aires zehntausende waehler zur wahl an ihre heimatorte bringt. eine gratisreise zum familienbesuch noch dazu mit „handgeld“.

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