Presse in Paraguay: “Wir leben gefährlich“

Asunción: Es gibt eine Presse in Paraguay, pro und contra ist sie für eine mögliche Wiederwahl des Präsidenten und der “illegalen“ Verfassungsänderung. Wer nicht “regierungskonform“ berichtet, lebt gefährlich.

Die Vereinigung der Journalisten aus Paraguay sprach sich gegen Gewalt aus, die Journalisten beeinflusst. Sie fordert, die Garantien der Verfassung einzuhalten, die die Redefreiheit und die Freiheit der Presse garantiere. Menchi Barricanal, vom Fernsehkanal Telefuturo und Óscar Acosta sind nur einige Beispiele, die Morddrohungen erhielten. Die berühmte Fernsehansagerin Yolanda Park zog ebenfalls Konsequenzen aus dem Bestreben des Staatspräsidenten Horacio Cartes, die Wiederwahl zu inszenieren. Sie verließ seine Mediengruppe.

Gestern wurden Reporter der La Nación im Busterminal von Asunción tätlich angegriffen. Die Zeitung gehört, unter anderem, zum Imperium von Horacio Cartes.

„Die Tatsache, dass ein Kommunikator in den Medien, egal welcher Art, ob Radio, Fernsehen oder Zeitung, arbeitet, bedeutet nicht, dass er eine Position einnimmt. Vielmehr wird versucht, die Polarisierung der Interessenten für oder gegen eine Verfassungsänderung widerzuspiegeln. Dabei werden Informationen geliefert, ob dies im Rahmen der Gesetze machbar ist oder nicht“, lautete die Erklärung der Pressevereinigung.

Vor allem Berichterstatter der La Nación mussten mit vielen Vorwürfen aus der Bevölkerung kämpfen, aufgrund einer Verwirrung der Gewalttaten, die am 31. März in Paraguay auftraten.

Óscar Acosta und Menchi Barriocanal von Telefuturo wurden von der Regierung als Anstifter der Gewalt gebrandmarkt und erhielten Morddrohungen.

Die Erklärung der Journalistenvereinigung sprach sich auch gegen soziale Netzwerke aus, die die Internetzeitung Hoy.com und andere Medien der Cartes Gruppe “verbrennen“ würden.

„Wir können diese Haltung gegen Kollegen nicht zulassen. Wir verurteilen jeden Akt von Gewalt und fordern alle Behörden auf, den Schutz von Journalisten sicherzustellen, die ihre Arbeit im Rahmen der verfassungsrechtlichen Garantien ausführen. Es gilt die Meinungs- und Pressefreiheit. Allein die freie Presse in Paraguay ist eine Garantie dafür, dass Bürger informiert werden und Entscheidungen treffen können“, war ein weiterer Passus der Erklärung aus dem Journalistenverband.

Quelle: Ultima Hora

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16 Kommentare zu “Presse in Paraguay: “Wir leben gefährlich“

  1. Regierungskonform……jepp, wie auch in Deutschland…..sagt ja keiner mehr die Wahrheit,weil sie es nicht dürfen

  2. Wer sich vielleicht darüber so sehr aufregt, daß seine „besonders intelligenten“ Kommentare nicht veröffentlicht werden beklagt sich über angebliche Zensur. Hat das möglicherweise mit Zensur überhaupt nichts zu tun, sondern einfach damit, daß so manche Kommentatoren eine „gute Erziehung“ vermissen lassen und Meinungsfreiheit mit üblen Beleidigungen verwechseln?

  3. Der Redaktion des Wochenblattes sie hier ausdrücklich große Anerkennung ausgesprochen! Sie veröffentlicht kritische Berichte, teilweise mit eigener Kommentierung versehen, über Themen und Vorkommnisse die den Mächtigen des Landes sicherlich nicht angenehm sein können. Im Gegensatz zur vorherigen Redaktionsleitung beweißt sie damit Mut. Doch manchen Kommentatoren wissen das nicht zu schätzen. Sie verstehen unter Meinungsfreiheit und Pressefreiheit offensichtlich nur, daß sie ihren eigenen ideologischen oder verschwörungstheorietischen Müll, garniert mit Beleidigungen, verbreiten können. Auch verkennen Sie in rücksichtsloser Weise, daß das Wochenblatt u.U. unter Beobachtung stehen könnte.

    1. Bevorzugt werden Laienpredigten und Bibelzitate veröffentlicht. Oder sub-intelligente Aussagen von Kommentatoren, die in Deutschland „erfolgreiche Geschäftsleute“ waren.

  4. An Mani

    Zwar muss ich ihnen partiell recht geben, mit dem was sie sagen, doch möchte ich fragen, ob ihnen die Unterscheidung zwischen tatsächlichen Verschwörungstheorien und tatsächlicher, bewiesener Verschwörungspraxis auch bewusst ist?

    1. Grundsätzlich bleibt eine Theorie nichts anderes als eine unbewiesene Theorie (z.B. Verschwörungstheorie) und ist damit nach gültigem Rechtsverständnis nichts anderes als eine Ruf schädigende Lüge. Kann die Theorie anhand von klaren und eindeutigen Beweisen als tatsächlich geschehen nachgewiesen werden, dann kann von einer in der Praxis geschehenen Tat (z.B. Verschwörungspraxis) gesprochen werden. Verschwörungstheorien waren schon immer eine Spezialität der UDSSR um damit weltweit Unruhen und Umstürze unter dem Zeichen des „friedensliebenden Kommunismuses zu organisieren. Rußland wollte seit Stalin bis heute nichts anderes als die Weltherrschaft unter dem Zeichen von Hammer & Sichel errichten. Dies ist, Gott sei es gedankt, nicht gelungen. Nurn geschieht dies unter Putin wesentlich „moderner und raffinierter“. Das gesamte Internet ist voll von Desinformationsmaterial und Verschwörungstheorien des FSB in Moskau. Geistige Leichtgewichte und ehemalige rote Socken saugen diese Lügengeschichten wie ein Schwamm auf und geben es als die Wahrheit aus. Sie untermauern das mit Beiträgen von vermeintlichen Friedensaktivisten und „Wissenschaftlern“ Seltsam nur, daß es sich hierbei ausschließlich um bekannte Anhänger von Verschwörungstheorien und linker Aktivisten handelt. Leider in Deutschland auch in zunehmendem Maße von seiten rechter Gruppierungen übernommen, weil sie auf die Lügen Putins hereinfallen. Putin ist nach wie vor ein tief roter Genosse geblieben, hat sich aber aus taktischen Gründen ein nationales Mäntelchen umgehängt. Soweit zum Thema „Verschwörungstheorien und Meinungsmanipulationen. Zurück zum eigentlichen Thema – wie ist das nun in Paraguay? Wer versucht hier die öffentliche Meinung zu manipulieren?

      1. Wo bleiben die passenden Bibelzitate?
        Wissenschaftler kommen mit ihren Argumenten und Beweisen gegen Dödel nicht an. Deswegen brauchen entsprechende Beweise und Argumente nicht detailliert aufgeführt werden – das sagt uns das tägliche Leben. 98 % der Menschen sind mit der Laienschau, die ihnen tagtäglich vorgespielt wird, zufrieden.

  5. „Verschwörungstheorien waren schon immer eine Spezialität der UDSSR um damit weltweit Unruhen und Umstürze unter dem Zeichen des „friedensliebenden Kommunismuses zu organisieren.“

    Wahrlich treffend gesagt.
    Genauso wie der imperialistische Hegemon im Norden und die sogenannten Westmächte den Begriff Verschwörungstheorie gezielt einsetzen, um bewiesen Verschwörungspraxis über einen Strang geschlagen als Theorie von Spinnern hinzustellen.
    Weitere detaillierte Erklärungen und konkrete Fälle dazu im hier vorgestellten Interview mit dem Historiker Dr. Daniele Ganser: https://dudeweblog.wordpress.com/2014/05/09/geschichtslektion-mit-dem-historiker-und-friedensforscher-daniele-ganser/

    „Rußland wollte seit Stalin bis heute nichts anderes als die Weltherrschaft unter dem Zeichen von Hammer & Sichel errichten“

    Dabei gehe ich mit ihnen nicht d’accord. Auch wenn ich alles andere als ein Putin-Fan bin, zumal davon überzeugt, dass Putin von der genau gleichen okkulten Schattenmacht kontrolliert ist wie die Politmarionetten des Westens (seine Hochgradfreimaurerei-Gesten & -Kontakte sprechen dazu Bände), sehe ich keinerlei sozialistisches Gebaren in Putins Aktionen. Im Gegenteil ist er vielmehr der kapitalistischen Denke angehörig, was allein schon die riesige Steigerung des russischen BIP seit der Machtübernahme von Boris Jelzin beweist.

    Indes ich ihnen hiebei
    „Leider in Deutschland auch in zunehmendem Maße von seiten rechter Gruppierungen übernommen, weil sie auf die Lügen Putins hereinfallen. “
    …wiederum vollumfänglich Recht geben muss. Allerdings sollte einen das nicht überraschen, da ja Nationalsozialismus und Sozialismus keine allzu grossen Unterschiede aufzuweisen haben.

    Wie aus dem Artikel hervorgeht, ist die Angelegenheit mit gezielter Propaganda und Meinungsmache glasklar, zumal:
    „Gestern wurden Reporter der La Nación im Busterminal von Asunción tätlich angegriffen. Die Zeitung gehört, unter anderem, zum Imperium von Horacio Cartes.“

    Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. 😉

  6. Dieser Artikel wäre eine Gelegenheit gewesen der Redaktion des Wochenblattes Anerkennung und Dank für ihre Arbeit auszusprechen, auch den Mut kritische Dinge im Lande zu behandeln in diesen für Journalisten sehr unsicheren Zeiten. Nichts dergleichen ist hier in Kommentaren nieder geschrieben worden. Sieht so die deutsche, österrreichische und schweizerische „Wertegesellschaft“ aus? Das ist doch das genaue Gegenteil von dem, was man unter den Begriffen „Zusammenhalt, Solidarität und gegenseitigem Respekt“ versteht. Man muß sich als Landsmann dieser „Wertegesellschaft“ wirklich schämen!

  7. Vielleicht sind nicht nicht alle solche Schleimer wie Du. Außerdem, was zu den meisten Deiner Kommentare passt: Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden……..

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