Proteste endeten vor Cartes’ Haus

Asunción: Die gestrigen Proteste gegen die Regierung begannen wie angekündigt vor der Präsidentenresidenz, von wo sie jedoch im Laufe der Stunden umzogen und gegen 21:00 Uhr bei Cartes vor dem Tor standen.

Vor einer komplett gesperrten Avenida España N° 801 standen ungefähr 1.000 Demonstranten die wieder einmal ihren Unmut zum Ausdruck brachten, in diesem Fall gegen Horacio Cartes, an dem es liegt ob oder ob nicht Abdo mit einem Amtsenthebungsverfahren aus dem Amt ausscheidet. Der lautstarke Protest, der etwa 2 Stunden andauerte, endete, als ein Zivilist einen Polizisten schubste und somit eine Aktion der Polizei auslöste, die wieder einmal an “Mit Kanonen aus Spatzen schießen“ erinnerte. Binnen Minuten wurde mit Wasserwerfern und Gummigeschossen der Bereich geräumt. Doch die Demonstranten versprachen bei ihrem Abzug heute erneut vorstellig zu werden, was die Polizei weiterhin in Alarmbereitschaft versetzt.

Höchstens Entscheidungen von Gesetzgebern können die Protestwelle stoppen, doch dafür bedarf es, dass eine Colorado Fraktion (HC) einen Colorado Präsidenten zu Fall bringt, was eher unwahrscheinlich ist, wenn der Druck der Bevölkerung nicht wächst. Tatsächlich animiert sich keiner ernsthaft Abdo in den Rücken zu fallen.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Proteste endeten vor Cartes’ Haus

  1. Wie ist es möglich, daß die Demonstrationen vor dem Haus von Cartes stattfinden können, wo doch die Avda. Espania lt. WB-Artikel komplett gesperrt wurde? Egal wie, Hauptsache ist, daß die Demonstrationen nicht einschlafen bevor positive Ergebnisse erzielt wurde. Das allerdings wird eher einen langen Atem benötigen, denn die Paraguayer verfügen von Geburt an über viel Geduld und sitzen lieber ein Problem aus, anstatt es zu lösen. Dies gilt ganz besonders für die hiesigen Politiker. Man darf gespannt sein, ob die Demonstrationen etwas bringen. Aber wenn nicht, was dann?

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