Ratten im Anmarsch

Die Direktorin der städtischen Müllabfuhr in Asunción, Stella Azuega, sagte, es sei im Moment schwierig eine schnelle Reinigung und Entsorgung in der Metropole durchzuführen, es fehle an ausreichend Humanressourcen und Fahrzeugen. Sie appellierte an alle Bürger, den Müll nicht auf die Gehwege oder Straßen zu deponieren und, vor allem, Abfall zu vermeiden.

Asunción erzeugte 26 Tausend Tonnen Müll im Dezember 2014, ein statistischer Rekord in der Geschichte der Hauptstadt, sagte Azuega. Viele Straßen sind nun mit Abfallbergen umsäumt, insbesondere nach den Feiertagen. „Es fehlt an verschiedenen Elementen, wie Lastkraftwagen und Reinigungspersonal“, sagte die Direktorin gegenüber dem Radiosender 780 AM.

11 Müllwagen sind täglich im Einsatz, andere sind älter und haben technische Probleme, der Fuhrpark müsste aufgestockt werden, erklärte Azuega. In Bezug auf das Personal sagte sie, dass im Dezember eine Urlaubssperre verhängt worden sei, aber im Januar wollen diese Leute dann frei haben und pochen auf ihr Recht als Arbeitnehmer.

Des Weiteren ermahnte sie die Bürger zu mehr Sensibilität und Unterstützung, sie sollten keinen Müll auf die Straßen werfen, dies ziehe Ratten und anderes Ungeziefer an, dabei können noch größere Folgeschäden entstehen.

„Wir haben ein veraltetes System, das ist richtig, aber auch die Regeln und die Disziplin der Leute sind antiquarisch. Änderungen können nicht über Nacht durchgeführt werden“, sagte sie. Es gebe Pläne, diese brauchen aber ihre Zeit bis sie umgesetzt sind.

Im Dezember 2012 produzierte Asunción fast 22 Tausend Tonnen Müll, im selben Monat 2013 noch einmal fast eintausend Tonnen mehr; vergangenen Monat, dem letzten des abgelaufenen Jahres, ist dann der historische Spitzenwert von 26 Tausend Tonnen Abfall erreicht worden.

Quelle: Ultima Hora, Foto: Flickr upload bot

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5 Kommentare zu “Ratten im Anmarsch

  1. Man kann es nicht mehr hören! Da werden plötzlich Probleme wegen fehlenden „Humanressourcen, Fahrzeugen und Personal“ festgestellt, obwohl es diese Problem schon seit Jahren gibt. Es fehlt an jeglicher Vorausplanung und an Organisationsfähigkeiten. Die meisten auftretenden Probleme sind hausgemacht und vorhersehbar. Wenn sie auftreten geben sich alle Verantwortlichen überrascht und erwecken den Anschein, als ob sie alles im Griff hätten. Noch schlimmer – niemand fühlt sich am Ende zuständig und verantwortlich. Dafür gibt es nur zwei Begriffe: Unverantwortlichkeit und Unfähigkeit!

  2. Das ist doch alles ein alter Hut, es wiederholt sich alles immer und immer wieder. Alles unter dem Motto „Heute ist heute und morgen sehen wir mal was uns der Tag bringt“. Keine Planung, kein Management, nicht mal eine simple To-Do-Liste, die man nach und nach abhaken könnte.

    Peinlich obendrein solche Aussagen „Es gebe Pläne, diese brauchen aber ihre Zeit bis sie umgesetzt sind.“ Tja, gäbe es seit einem Jahr Müll, könnte ich das noch irgendwo verstehen, aber so ist das einfach nur armselig.

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