Asunción: Das Nationale Institut für Atemwegs- und Umwelterkrankungen warnt vor einem stetigen Anstieg der Fälle von Lungenkrebs. Hauptursachen sind das Rauchen, die Nutzung von Brennholz und der Konsum von E-Zigaretten (Vape). Die Einrichtung arbeitet nun verstärkt an einer ganzheitlichen Patientenbetreuung.
Das Nationale Institut für Atemwegs- und Umwelterkrankungen (INERAM) registriert einen besorgniserregenden Anstieg von Lungenkrebs-Diagnosen. Laut Dr. Carlos Morínigo, Facharzt der Institution, werden durchschnittlich vier bis fünf neue Fälle pro Woche gemeldet.
Der Mediziner erklärte, dass die Mehrheit der behandelten Patienten eine Vorgeschichte als chronische Raucher aufweist. Hinzu kommt die langjährige Belastung durch Rauch von Brennholz, das in vielen Teilen des Landes noch immer zum Kochen verwendet wird. Zu diesen traditionellen Risiken gesellt sich zunehmend der Konsum von E-Zigaretten (Vape), dessen Auswirkungen auf die Atemwege sich nun immer deutlicher in den Diagnosen widerspiegeln.
Dr. Morínigo wies darauf hin, dass Lungenkrebs weiterhin eine der häufigsten und aggressivsten onkologischen Atemwegserkrankungen ist, die am INERAM behandelt werden, was einen hohen Bedarf an spezialisierter Versorgung und medizinischen Ressourcen verursacht.
Angesichts dieser Situation kündigte der Experte an, dass die Institution an der Einführung eines umfassenden Nachsorgesystems für diagnostizierte Patienten arbeitet. Ziel ist es, dass diese ihre Kontrollen und Behandlungen direkt im INERAM erhalten können, ohne an das Nationale Krebsinstitut (INCAN) überwiesen werden zu müssen.
Diese Maßnahme soll die Kontinuität der Versorgung verbessern, eine engmaschigere Überwachung der klinischen Entwicklung ermöglichen und die Reaktionszeiten bei einer Krankheit optimieren, die eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung erfordert.
Wochenblatt / El Nacional















