Recht abenteuerlich

Foz de Iguazú: Ein Paraguayer war mit seinem Volkswagen Gol GTS aus den 80ern in Brasilien unterwegs und wurde verhaftet. Er war ohne Versicherung unterwegs.

Der eigentliche Grund für seine Festnahme war ein Fehlkauf vor 4 Monaten. Der 42-jährige Paraguayer erstand einen Volkswagen, der seit dem 28. Juli 1988 als gestohlen in der Datenbank der brasilianischen Polizei aufgeführt ist. Damit war ihm ein Platz hinter Gittern sicher. Das er keine Versicherungskarte vorweisen konnte, war bei der Schwere der Tat zweitrangig.

Auch hier waren sicherlich findige Notare und Helfer am Werk, um dem Auto in Paraguay zu einer Cédula Verde zu verhelfen. Im Falle der Fahrer wußte davon, kann man ihm zumindest keine fehlende Abenteuerlust vorwerfen.

Wochenblatt / Extra

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6 Kommentare zu “Recht abenteuerlich

  1. Man merkt gleich,Paraguay ist ein Entwicklungsland.Es braucht polnische/litauische/Ukrainische Fachkräfte!
    Da stimmt wirklich der Service.Geklaut auf Bestellung, Neu oder Gebraucht. Die Papieren die Fahrgestellnummer und sonstigen Nummern.
    Das Positive an der Sache,die Polizei hatte mal ein Erfolgserlebnis!

  2. aber „FEHLKAUF“ ist gut gesagt … naja, es ist halt immer schwierig bei sowas. weil man kann zwar hier in PY abfragen ob was mit dem auto nicht stimmt, aber das reicht dann leider nicht soweit bis nach Brasilien, da müsste man bei den hiesigen Bullen dort nachfragen im Register …. also ich gehe mal davon aus das der Fahrer davon nichts gewusst hat, ansonsten ist er nur strohdumm wenn ers wusste.

  3. Kauf eines Gebrauchten ist und bleibt oft ein Risiko in Paraguay, behaftet für eine fünfzehn- bis zwanzigjährige Schrottkiste im Wert von 200 Euro noch 7.000 Euro bezahlen zu dürfen und danach noch 6 Mio. Guaranies (nochmal 1.000 Euronen) in die Behebung der versteckten Mängel investieren zu dürfen. Na gut, Angebot und Nachfrage, wer das nicht will kann ja auch Busfahren für 50 Cents.
    Das ganze Pack von Notaren treibt die Geschäfte mit diesen Auto-Playas, wenn man seine Schrottkiste dann einmal wieder verkaufen möchte, dann kommt dann einiges dabei zum Vorschein, da kann man den Alemam de M. im Preis drücken.
    Verachtenswert ist, dass diese Notare ihre Arbeit nicht tun und die Papiere sorgsam prüfen – die Hauptsache ist nur, dass sie ihre Plata erhalten – sondern dass dieses Pack immer noch Escribanos sein werden, selbst wenn man ihnen beweisen kann nur gepfuscht zu haben. Ja, was will man machen? Das Escribano-Pack bei der Polizei anzeigen? Ja, das wäre wohl eher etwas für eine Comedy-Show.
    Vielleicht sollte man hierzulande zuerst selbst Escribano ähm studieren, indem sein Papa der ähm Uni 10.000 Euro überweist und muss man natürlich noch einmal zu einer Vorlesung, um die Papiere eines bevorstehenden Autokaufs selbst beurteilen zu können.

  4. Das kann doch alles nicht sein. Die Möhre ist vor 30 Jahren (!) gestohlen worden und der x-te Besitzer soll dafür in den Knast ? Das müßte doch auch in Brasilien längst verjährt sein. Und was mich noch mehr wundert: Hatten die in Brasilien schon vor 30 Jahren Computer mit denen der Diebstahl erfasst wurde, oder sind allen Ernstes die Diebstähle der letzten 100 Jahre nachträglich digitalisiert worden ?

  5. Mit diesem Volkswagen wäre ich schon vor 20 Jahren nicht einmal mehr mitgefahren, geschweige denn ihn zu kaufen.

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