Rechtsbeugung und Erpressung: Gericht bestätigt kriminelles System in der Staatsanwaltschaft

San Lorenzo: Das Strafgericht, bestehend aus den Richterinnen Yolanda Morel, Ana Rodríguez und Karina Cáceres, hat die ehemalige Staatsanwältin Ana Girala (Beitragsbild) zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 3 Monaten verurteilt.

Sie wurde für schuldig befunden, in ihrer Staatsanwaltschaft in San Lorenzo ein System aus Erpressung und Schmiergeldforderungen betrieben zu herhaben.

Ebenso verurteilte das Gremium die ehemalige Justizsekretärin Griselda Acha zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten sowie die ehemalige Assistentin Christi Magalí Ortega zu 4 Jahren Haft. Der Rechtsanwalt Marco Velazco wurde zu einer Strafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt, während die Anwältin Liz Martínez 3 Jahre und 6 Monate erhielt. Die gegen die Verurteilten verhängten vorsorglichen Maßnahmen bleiben aufrechterhalten.

Die ehemalige Staatsanwältin wurde der Rechtsbeugung, der Erpressung als Mittäterin, der versuchten Erpressung als Mittäterin sowie der schweren passiven Bestechung für schuldig befunden.

Das Gericht stellte fest, dass Girala ihr Amt missbrauchte, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, ihre Mitarbeiterinnen operativ anleitete, Verfahren an Anwälte ihres Vertrauens weiterleitete und das Vertrauen der Bürger in die Staatsanwaltschaft sowie in das Justizsystem schwer erschütterte.

Andererseits wurde die Angeklagte Nélida Vicenta Alcaraz Bogarín von Schuld und Strafe freigesprochen, da ihre Beteiligung an den von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Taten nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Richterin Morel bestätigte ihrerseits die Existenz einer kriminellen Organisation, die innerhalb der Räumlichkeiten der Staatsanwaltschaft in San Lorenzo operierte, um illegale finanzielle Gewinne zu erzielen.

Wochenblatt / La Nación

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