Recoleta: Ein Friedhof vor dem Zusammenbruch

Asunción: Gräber werden geschändet, Särge liegen offen, Kreuze, Vasen und weitere Gegenstände werden gestohlen. Zudem entwickelt sich der Friedhof Recoleta immer mehr zu einem Drogenumschlagsplatz. Ob sich etwas ändert ist fraglich.

Zumindest aber besuchten die Stadträte Elvio Segovia und Orlando Fiorotto in ihrer Eigenschaft als Mitglieder vom Ausschuss für öffentliche Sicherheit der Gemeinde vorgestern den Friedhof. In der Ortsbegehung machten sie sich persönlich ein Bild von den Zuständen.

Segovia stimmte zu, dass die Ruhestätte der Toten in einem schlechten Zustand sei und es geeignete Maßnahmen benötige, wie zum Beispiel mehr Sicherheitspersonal, bessere Umgrenzungsmauern und Kameras, damit die Mängel abgestellt werden.

„Patrouillen zu Fuß sind nicht effizient genug. Ein Computersystem in Verbindung mit Überwachungskameras könnte die Aufgabe wohl wesentlich besser erfüllen. Ich werde veranlassen, dass die Stadtverwaltung so ein System diskutiert und dann umsetzt“, erklärte Segovia.

Raúl Rodas, Sicherheitsbeauftragte von der Gemeinde Asunción, betonte, dass für drei Friedhöfe in der Hauptstadt nicht genügend Wachpersonal zur Verfügung stehe.

Recoleta hat 18 Personen, die in vier Schichten im Streifendienst für die Sicherheit sorgen sollen, das heißt, etwa fünf Angestellte müssen eine Fläche von 19 Hektar abdecken. Auf den anderen Friedhöfen schaut es ähnlich aus.

„Wir bekommen Unterstützung von den lokalen Polizeirevieren. Unsere Mitarbeiter haben Waffen und weitere sicherheitsrelevante Ausrüstungsgegenstände, aber die Aufgabe ist gefährlich, vor allem bei Nacht“, sagte Rodas.

Gerardo Arévalos, Leiter der Friedhofsverwaltung, erklärte, dass eine Erhebung von verlassenen Gräbern erfolge und dann, nach einer Wiederherstellung, die Vergabe an Dritte umgesetzt werde.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .