Resistenz von Antibiotika wird Schwerpunktthema einer Agenda

Asunción: Die Resistenz gegen Antibiotika wird ein Schwerpunktthema in Paraguay. Man will die Häufigkeit bei umsichtigem Gebrauch des Arzneimittels verringern.

Paraguay genehmigt einen Nationalen Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz 2019-2023, dessen Umsetzung dringend benötigt wird, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie die Wirksamkeit der Prävention und Behandlung von einer zunehmenden Zahl von Infektionen bedroht.

Eine umsichtige Verwendung von Antibiotika zur Behandlung von Infektionskrankheiten ist Teil des Aktionsplanes gegen die Antibiotikaresistenz. Paraguay genehmigt nun dieses vorher erwähnte Vorhaben durch die Resolution 163/2018 SG. Dabei kam es zu einem ersten Treffen des nationalen technischen Ausschusses für Antibiotikaresistenz (RAM), mit dem Ziel, die Aktionen der Umsetzung zu diskutieren.

Das Meeting fand in den Räumlichkeiten der Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung statt und wurde von seinem Direktor, Dr. Guillermo Sequera geleitet.

Im November 2018 gab das Gesundheitsministerium die Resolution 0576 heraus, in der festgelegt ist, dass Antibiotika nur auf ärztliche Verschreibung verkauft werden dürfen und streng kontrollierte Medikamente für den Gebrauch sind. Diese Maßnahme wurde aufgrund des wahllosen Gebrauchs von Antibiotika getroffen, die überall frei erworben werden können.

Antibiotikaresistenzen gefährden die Wirksamkeit bei der Vorbeugung und Behandlung einer zunehmenden Anzahl von Infektionen, die durch Bakterien, Parasiten, Viren und Pilze verursacht werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist dies die Art der Arzneimittelresistenz, die am häufigsten auftritt.

Weltweit erkranken jährlich rund 480.000 Menschen an multiresistenter Tuberkulose, und rund 700.000 Menschen sterben an Infektionen, die durch arzneimittelresistente Krankheitserreger (einschließlich Bakterien, HIV und Malaria) verursacht werden. Bis 2050 werden jährlich mehr als 10 Millionen Todesfälle erwartet, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.

Eine der geplanten Aktivitäten ist die Teilnahme am XIX. Panamerikanischen Infektionskongress, der vom 29. Mai bis 1. Juni im Conmebol Convention Center in Luque stattfindet.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus dem Gesundheitsbereich, darunter Tierärzte, Zahnärzte und Studenten.

Wochenblatt / Hoy

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7 Kommentare zu “Resistenz von Antibiotika wird Schwerpunktthema einer Agenda

  1. das prangere ich schon an seit dem ich hier bin, das wird sich aber auch nie ändern, es wird einfach egal welcher verdacht irgendein antibiotikum gegeben, quasi wird schon helfen, schau ma halt mal …. ist auch mir vor kurzem passiert (gut hatte glück es hat geholfen) … obwohl man nicht mal wusst um welche bakterie es geht. ist aber bei den vielen neustudierenden mit kurzer dauer auch klar, die haben einfach nicht das wissen und werden es vermutlich nie bekommen … ist das gleiche mit dem müll hinterm haus abfackeln, warum soll ma das ändern, mach ma ja seit jahrzehnten so. und so zieht sich das in alle kreise durch. schlimm ist es nur wenn man dann wirklich mal was hat und die anti helfen nicht mehr, da kenn ich leider schon ein paar fälle wo das so war und da kann man nur hofffen das man dann nicht draufgeht dabei.

    1. noch anzufügen : der erfahrungswert war bei einem Hospital Privado in Villarrica … also ned irgendwo in einer vorstadtkneipe wo man auch sämltiche medis bekommt. im Regional Hospital wär ich vermutlich zu 100% gegen Dengue interniert worden *looool* aber auch der „facharzt“ im Privado meinte ich habe „Dengue“ … alles nur geldmacherei und null kompetenz.

  2. Richtig Alex, Antibiotika werden hier als allgemeines Wundermittel verschrieben, auch bei problemem, die diese garnicht lösen können! Kumpel von mir bekam 3 Jahre welche, dann verstarb er daran!

  3. Interessant, dass hier so viel Antibiotika genommen werden soll. Das hat mich doch etwas überrascht. Was mir zu dem Thema Antibiotikaresistenz einfällt ist, dass eine Nachbarin ein Bakterium erwischte.. Sie saß an der Kasse vom toom. Ein einziges Antibiotium half und das musste sie selbst bezahlen. Warum sind wir resistent? Könnte es mit dem Antibiotikum zu tun haben, was man Tieren gegen Krankheiten vorsorglich gibt und das schon seit Jahrzehnten? Ist dann natürlich in der Nahrung drinn und man wird resistent. Auch haben sich super-Keime entwickelt gegen die man nichts hatte. In unserem neuen Krankenhaus in BH gab es nur noch Einzelzimmer, weil sie Angst vor diesen Keimen hatten. Schutzkleidung war vorgeschrieben. Alle mussten die anziehen, bevor sie das Zimmer betreten haben. Und wenn ich den Artikel sehe, denke ich, dass wiederholt etwas nach Py kommt, was es in Deutschland/EU schon gibt. Und es ist viel angstmache dabei. Immer dasselbe Muster. Die NWO grüßt. Bevölkerungsreduktion mit und ohne Antibiotikum.

  4. Die Ärzte, die ständig Antibiotika verschreiben, haben diese Bezeichnung nicht verdient.
    Die verschreiben das, egal was man hat, sei es einen grippalen Effekt, einer Schürfwunde oder bei Prostatakrebs. Wer weiss, vielleicht auch noch bei schwangeren Frauen. Würde mich nicht wundern.

  5. „Antibiotikaresistenzen gefährden die Wirksamkeit bei der Vorbeugung und Behandlung einer zunehmenden Anzahl von Infektionen, die durch Bakterien, Parasiten, Viren und Pilze verursacht werden“
    Das ist wohl der größte Unsinn der hier verbreitet wird.
    Wenn @alex schreibt:“„facharzt“ im Privado meinte ich habe „Dengue“ und er Antibiotika (gegen die Viruskrankheit) verordnet hat ist das ein Skandal.
    Wie aus der Bezeichnung Antibiotika hervorgeht helfen diese Medikamente ausschließlich gegen Bakterien und sonst NICHTS. Weder gegen Parasiten noch Viren und Pilze. Das erste Antibiotikum Penicillin ist selbst ein Pilz.
    Außerdem wird nicht der Patient resistent sondern das ihn befallende Bakterium ist resistent. So ist es durchaus möglich, dass ein Patient der in seinem Leben noch nie ein Antibiotikum genommen hat nicht mehr mit einem Antibiotikum behandelt werden kann weil er durch ein resistentes Bakterium infiziert wurde.
    Die größte Schuld trifft die Pharmaindustrie und die Ärzte. Anstelle durch Analyse zu bestimmen welches Bakterium den Patienten befallen hat und dann gezielt das dagegen wirksame Antibiotikum einzusetzen kamen der Einfachheit halber immer mehr die von der Pharmaindustrie angepriesenen Breitbandantibiotika (gegen eine Vielzahl verschiedener Bakterien wirksam) zum Einsatz. Dadurch wurde die Anzahl der Antibiotika gegen welche Bakterien resistent sind unnötig laufend erhöht. Das Länder wie Paraguay besonders betroffen sind liegt insbesondere daran, dass überwiegend billige, seit Jahrzehnten verwendete Geriatrica zum Einsatz kommen, da die teuren Neuentwicklungen gegen die noch keine Resistenz besteht nicht bezahlbar sind.
    Warum Bakterien resistent werden können wird hier verständlich erklärt: https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/arzneimittel-medizinische-hintergruende/resistenzen-antibiotika-2021398
    Die falsche Einnahme dürfte in Paraguay einen erheblichen Anteil an der Resistenzbildung ausmachen, da doch ein Großteil der Bevölkerung nicht in der Lage ist weder den Beipackzettel noch die Vom Arzt notierte Verordnung zu lesen und zu verstehen.

  6. Chirurgische Säge

    Antworten

    Wenigstens sind die hiesigen Ärzte ob Privado oder Publico imstande die Anzahl Tabletten, die man im Laufe des Tages einnehmen soll auszurechnen. Dank Calc-App. Das können die Bueneducados nicht selbst, ist also richtig, dass sie zum Arzt gehen, bzw. um vier Uhr eine Nummer ziehen, um um 14 Uhr heute oder morgen dann den Arzt zu sehen.
    Also, wenn man pro Tag drei Tabletten einnehmen muss, dann wird einfach zuerst mit den Fingern ausgerechnet, wie viele mal denn acht Stunden in 24 Stunden platz hat und kann dann die Anzahl Tabletten durch diese Zahl teilen. Erschwerend kommt natürlich dazu, dass man das nebst der Antibiotika auch noch bei Ibuprophen, Alkaselzer und drei weiteren Fieber- und schmerzsenkenden Tabletten kalkulieren muss. Aber immerhin, es hilft gehen einfache Erkältungen. Bei schwerwiegenderen gesundheitlichen Problemen kann auf diese komplexen Berechnungen verzichtet werden, mit ner chirurgischen Säge ist das Problem dann meist schnell und günstig aus der Welt.

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