Restauration von Bahnhof kostet 1 Milliarde

Der alte Bahnhof von Ypacaraí fällt zusammen, ein Teil der Dachkonstruktion ist nicht mehr vorhanden und auch die Wände weisen Risse auf, nachdem Wurzeln von Bäumen diese zerstörten. Trotzdem ist das Gebäude immer noch ein stummer Zeuge eines goldenen Zeitalters als die Eisenbahn das wichtigste Transportmittel für Personen und Waren war. Es wird zwar immer viel über eine Reaktivierung nachgedacht, aber Konkretes ist noch nicht geschehen, obwohl einige andere Bahnhöfe schon restauriert sind.

Die Gemeinde Ypacaraí hat nun dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) einen Vorschlag zur Wiederherstellung des Bahnhofgeländes präsentiert. Dazu müssten rund 700 Millionen Guaranies an Investitionen erfolgen. In dem Verwaltungstrakt des Bahnhofs könnte Musikunterricht stattfinden, andere Bereiche sollen der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht werden. Einige Elemente der alten Station sehen aus wie in einer alten englischen Bank und sind mehr als 150 Jahre alt, aber in sehr gutem Zustand. Allerdings müssten andere Einrichtungen, vor allem das Dach, für mindestens weitere 300 Millionen Guaranies saniert werden. Dann wäre das gesamte Areal wieder für Besucher und Einheimische zugänglich.

Wehmütig erinnern sich die Bewohner von Ypacaraí an die letzte Fahrt der Lokomotive über die Gleise am 17. Juni 2000 um 16:00, als der Zug dann in Luque entgleiste.

Quelle: La Nación