Richter treten frustriert aus ihrer eigenen Vereinigung aus

Asunción: Am vergangenen Mittwoch traten 120 Mitglieder der Richtervereinigung Paraguays unter dem Vorsitz von Delio Vera Navarro aus, weil sie nicht auf die Aufforderung der Richter reagierten zur Rücknahme des Gesetzentwurfs über die Richterlaufbahn und Pension.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Richtervereinigung Paraguays, Delio Vera Navarro, teilten 120 Mitglieder mit, dass sie aus der Gewerkschaft austreten, da sie auf ihre Aufforderung, im Kongress ein Verfahren zur Rücknahme des Gesetzentwurfs über die Richterlaufbahn einzuleiten, nicht reagiert haben, da dieser nicht mit ihren Interessen übereinstimmt.

Sie gaben Vera Navarro Zeit einen Gesetzesentwurf im Kongress zurückzuziehen und gedroht auszutreten wenn dies nicht umgesetzt werde.

“Gegenwärtig haben die Richter und Staatsanwälte durch das Dekret Nr. 23/54 und das Dekret 141/4 Zugang zum Ruhestand mit einem Alter von 50 Jahren und 24 Dienstjahren, und der in Frage gestellte Artikel 52, der durch den Gesetzesentwurf geändert werden soll, hebt das Alter und die Dienstjahre auf 55 und 30 Jahre an, was einen Nachteil für die Richter Paraguays darstellt, insbesondere für diejenigen, die kurz vor der Pensionierung stehen, und für die ein langer Kampf um die Anerkennung des Dekrets war″, heißt es in dem Schreiben, das Mitglieder der Richtervereinigung Paraguays an ihren Vorsitzenden, den Richter Delio Vera Navarro, geschickt haben.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Richter treten frustriert aus ihrer eigenen Vereinigung aus

  1. Wie man das bezahlt, dass Richter, Lehrer (abzüglich 1 Jahr für jedes auf die Welt gesetzte Kind) etc. nach 24 Jahren in Pension geht, im Lange hoher Schwarzarbeit? Na, ganz einfach. 76% der Staatseinnahmen gehen für Löhne drauf. Ja, da bleibt noch etwas übrig für Infrastruktur, Bildung etc. Nicht viel, aber etwas. Sonst gibt es ja noch Kredite, was an und für sich nichts Schlechtes ist. Wenigstens die Raten bezahlen zu können.

  2. Als ich die Überschrift des Artikels las, dachte ich zuerst: “Es tut sich was in der Justiz. Die Richter wehren sich gegen die grassierende Korruption und wollen, daß sich das Recht durch setzt” – Aber leider lag ich falsch, es geht Ihnen nur ums Geld und daß sie weiterhin, wie die Lehrer, schon mit 50 Jahren in den Ruhestand gehen können. Schade, wieder mal eine Funken Hoffnung zerstört.

  3. Die Richter Paraguays leben anscheinend in einem absoluten Paralleluniversum. Dekadenz in Reinstform. Nehmen sich selber wie die Götter, wahr obwohl diese entweder politisch oder monetär Fälle beschließen – und nur selten im Namen des Gesetzes.
    Und mit 55 Jahren in Pension zu gehen – unzumutbar!
    Ironischerweise sind die Minister vom obersten Gerichtshof deutlich älter, da wird bis 75 noch “gearbeitet”.

    Immer wieder der Wahnsinn, was in Paraguay abgeht.

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