Rund 500 Rinder verenden an grausamen Kältetod

Isla Guazú: Die vergangene Nacht brachte wieder einmal sehr kalte Temperaturen über Paraguay. Während in Asunción für Obdachlose Zelte und warme Mahlzeiten bereitstehen hatte die Rinder in der Provinz Misiones weniger Glück. Wegen Temperaturen von bis zu -2°C verendeten mindestens 500 dieser Tiere. Die genaue Anzahl wird derzeit noch ermittelt und die kommende Nacht könnte wegen gleicher Temperaturen ebenfalls Einfluss darauf haben.

Das Tiersterben ereignet sich in den Kolonien Martín Rolón, Arapysandu, Isla Guazu und Rosado Tuyá.

Die Eigentümer der Tiere fühlen sich machtlos vor das eher selten auftretende Phänomen und bitten den Tierhygienedienst Senacsa um staatliche Hilfe und Beratung für die Zukunft.

Auch in den vergangenen Jahren kam es vereinzelt zu Kältetod bei Nutztieren. Neben diesem Grund richteten auch schon Überschwemmungen gleiches an.

(Wochenblatt / Última Hora)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

15 Kommentare zu “Rund 500 Rinder verenden an grausamen Kältetod

  1. Wenn die Tiere, wie fast immer hier unterernährt waren und keine Ställe hatten, müssen sich die Halter nicht wundern. Windgeschütze Unterstände und trockene Weiden,
    so dass die Tiere nachts trocken sind, könnten auch schon helfen. Sie würden sich dort schon so zusammendrängen, dass sie sich gegenseitig wärmen könnten. Aber das würde ja bedeuten, dass man etwas in die Tiere investieren müßte. Das jedoch geht ja hier nun gar nicht. Hier wird der Begriff „Nutztier“ sehr wörtlich genommen. Sie sollen einen Nutzen erbringen aber NICHTS kosten. Wenn Herr Cartes mit den Backwaren fertig ist, kann er sich ja mal um den Tierschutz kümmern 😉 Da könnten dann gleich die Fussfesselträger eingesetzt werden, um die Unterstände aufzubauen und sich um das liebe Vieh zu kümmern 😉 So könnte sich die Fussfessel amortisieren, denn die ist für paraguayische Verhältnisse sehr teuer.

    1. Das ist doch mal ein konstruktiver Vorschlag. Ausserdem befürchte ich, dass die Fussfesseln aus China kommen und entsprechend gut funktionieren.
      Die A..karte bei der Kälte haben aber auf jeden Fall wieder die ärmeren der Tierhalter. Die reichen Estancieros haben gute trockene Felder, die armen haben Feuchtgebiete (Feuchtgebiete bitte nicht falsch verstehen 😉 )

  2. Dazu möchte ich auch meinen Senf dazugeben. Hätte man nicht die ganzen Wälder rücksichtslos abgeholzt und alles zu Weiden gemacht, um auch ja keinen einzigen mästenden Grashalm zu verlieren, dann könnten sich die Tiere in den Wald zurückziehen und wären nicht dem eisigen Wind auf den Weiden ausgesetzt. Man sollte diese Tierhalter zusammen mit den Rindern nachts auf den Weiden lassen, vielleicht würden sie es dann begreifen!

  3. OH Frau Heidi, das ist eine tolle Idee, überlegen Sie mal wieviel „Unterstand“ sie brauchen um 1000 oder 5000 Kühe unterzustellen??? Außerdem sind das alles „Campokühe“ also „Sylvestre“, die „drängen sich nicht zusammen“. Weiß nicht was die „Backwaren von H. Cartes“ mit den Rindviechern zu tun haben???!!! Momentan meinen ALLE im Land, der neue Präsi. muß sich um alles kümmern!!!??? Tierschutz in PY???? Ich meine hier sollte man sich erst mal um den Schutz der Person kümmern!!! Oder wollen Sie „Fußfesseln“ für die Leute und die Tiere laufen frei herum???? In Deutschland ist der Mensch das „NUTZTIER“ und die Tiere haben mehr Rechte!!! Erst überlegen, dann schreiben!!

    1. Guter Mann, ihrem Beitrag nach zu urteilen haben sie nicht viel übrig für Nutztiere. Haben sie schon mal miterlebt wie es ist wenn Rinder elendlich verrecken? Wohl kaum, sonst würden sie nicht so einen Stuss von sich geben. Da ich selber auf diese weise die hälfte meiner Rinder verloren habe weiss ich von was ich rede. Der Heidi gebe ich vollkommen Recht. Hier in Paraguay wird im Bezug zum Tierschutz viel zu wenig unternommen,leider. Man kann wirklich nur hoffen, dass sich diese Zustände hier mal verbessern.

      1. „Gute FRAU oder Herr Lorry“, Ihr Kommentar spricht für Sie!! Wenn Ihnen die Hälfte Ihrer Tiere eingegangen ist (Hälfte von 2 oder 100????) so haben SIE!!! versäumt genügend Futter anzuschaffen oder hatten Sie auch keinen Unterstand??? Dann hätten Sie wenigstens Pulover für die armen Tiere stricken können. Lesen Sie Ihr „Geschriebsel“ dann -wenn Sie ein bißchen Köpfchen haben- reden Sie nicht mehr andere schreiben einen „STUSS“! Ich weiß wovon ich rede, ich lebe 25 Jahre mit Rindviechern (alle Klassen) hier in Py. Jedes Jahr gibt es das eine oder andere Problem wetterbedingt, und jedes Jahr sterben schwache oder unterernährte Tiere, immer im August. Dieses Jahr war es extrem, wir hatten fast 2 Monate Trockenheit, also demzufolge wenig Futter und nun kam 2 Tage eisiger Regen und danach eisiger Wind und Frost im Süden des Landes. Zwischenzeitlich verendeten mehr als 2.000 Tiere. Es ist für „Außenstehende und Nichtwisser“ einfach zu sagen hier fehlt der Tierschutz, in der Praxis sieht das hier anders aus, wir leben nicht in D. wo jede Kuh Ihren Stall hat. Und nun noch ne Frage an die „Tierschutzfreunde“ wie hätten Sie diesen armen Tieren helfen können??? Einer sagt, fehlt der „abgeholzte Wald“, das ist richtig, jedoch treibste die Tiere in den Wald, sind bis zum anderen Morgen die Hälfte gestohlen!!???!! Geschwätz und Dummreden ist hier einfach, ich vermisse realistische Kommentare und nicht nur „palabras de balde“!!!!

  4. Denke auch das Waldstücke hier Abhilfe schaffen könnten,die Trockenheit der Weiden ist auch sehr maßgeblich.Jeder Mensch hat die Verantwortung für seine Umwelt das Rinderzüchter geschützte Flächen schaffen müssen vor den eisigen Wind, sollte jeden guten Rinderzüchter doch wohl klar sein.Klar geht das nicht mit Unterständen für 1000 oder mehr Rinder,aber mit Waldstücken die den Tieren Schutz bieten. Zum Anderen ist eine Nachhaltige Weidewirtschaft hier auch sehr erwünschenswert,das bedeutet das in der Wachstums Periode von Gras dieses maschienell gemäht wird und gepresst und gelagert wird auf den Ganzjahresweiden und dann bei weniger Wachstum von Gras in der Kälte Zeit zu gefüttert wird.Das ist zwar am Anfang teurer weil Weiden dazu erst kultiviert werden müssen um sie Maschinell zu nutzen,das erreicht man mit 20% der zuverfügung stehendn Fläche.Das verlorene Geld am Anfang kommt durch die weniger Verluste der Tiere und ihre mehr Masse beim Verkauf zurück.

  5. Ich fände es gut, wenn man eine Bewertungsfunktion hier im Wochenblatt für die Kommentare hat. Das würde gleich auch mal Zeigen, wieviele Menschen u.a. auch Satire verstehen und wie hilfreich mancher Kommentator ist. 🙂

  6. Das einzige Mittel gegen den kältetot ist die Tiere dicht zusammentreiben in einer rasch gemachten Umzäumung. So wärmen sie sich gegenseitig. Doch, wem kümmert. Die Besitzer sind irgendwo und haben sich über die Wirkung der Kälte keine Gedanken gemacht. Ist ja auch meistens gut gegangen.

  7. Also, so wie ich es kenne haben Rinder mit der Kälte (D)keine Probleme wenn diese Rechtzeitig vor dem Winter drausen sind, so können diese gut bei – 20 Grad sein, nehmen jedoch nicht zu brauchen die Energie für die Kälte.

  8. Bei uns sind alle Weiden braun vom Frost , was nicht erfroren ist , ist vertrocknet !
    Der August ist wirklich extrem .

    Wir haben nur 50 Tiere , keines davon ist erfroren , ABER sie haben einen OFFENSTALL und bekommen seit 4 Wochen jede Menge Zusatzfutter .
    Alle Wiederkäuer heizen sich über ihren Pansen. Nennt man PANSENHEIZUNG !!
    Ist der leer frieren sie . Sind sie gut genährt , schaffen sie auch kalte Tage und Nächte.

    Die Rinder auf dem Bild sehen eher alles andere als gut genährt aus .

    Noch ein Wort zum Wald ,
    Unseren kleinen Wald holzen gerade die Einheimischen lieben Nachbarn ab .
    Mit einer Frechheit Tag für Tag , da kann man nix gegen machen , man wird auch noch beschimpft .
    Hätten wir dort unsere Tiere,
    Fleisch ohne ende für die PYer .

    grüsse

  9. @lorry: Ihre Kommentare wsnd wie immer undurchdachte Umweltverschmutzug.

    Zum Thema:
    Die hiesige Flora und Fauna ist dem Klima angepasst. Durch eine Veränderung kommt es nun mal zu Ausfällen. Das geht vom verfrorenen Zuckerrohr über Mangobäume bis zu „heiligegesprochenen“ Moringa.

    @hanstheo: Bei 50 Rinder werden sie wohl 50 Hektar Weideland haben. Wieso sind holzen die PYer ihren Wald ab? Oder holen sie Bruchholz zum Überleben?

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.