Lehrer fühlen sich unverstanden und wollen einen Monat länger streiken

Asunción: Genau einen Monat wurde nun nach den ausgedehnten Winterferien von drei Wochen gestreikt und weil noch keine zufriedenstellende Antwort von der Regierung kommt und diese sich auch nicht prononciert erklären die Lehrkräfte einen weiteren Monat für ihre Rente zu streiken.

Unter den staatlich Angestellten sind es die Lehrer, die zwar nicht den höchsten Lohn haben aber zumindest den höchsten Rentenanteil, nämlich 87%. Während andere höhere Löhne bekommen haben sie nur eine Rentenauszahlung von 45 – 47% des letzten Gehaltes. Für eine Erhöhung ihres Rentenanteils sind sie nicht offen, für eine Erhöhung der Rente der Lehrer soll jedoch Platz gemacht werden.

Die Androhung von Lohnabzug für immerhin 22.500 Lehrer wurde wiedererwartend unfreundlich aufgenommen und ist ebenso Grund der Ausweitung, die tausende Schüler das ganze Jahr verlieren lässt.

Als Grundpfeiler ihrer Argumentationskette sehen sie die großzügigen Zahlungen an die Personenbeförderer von Asunción oder das „geraubte“ Geld des Ex-Präsidenten Franco, während sich keiner für sie einsetzt. Das Grundrecht der Kinder auf Bildung wird von ihnen ausgeblendet.

Da die Mehrheit des Abgeordnetenhauses der ANR angehört ist am morgigen Mittwoch davon auszugehen, dass der schon aus dem Senat stammende Änderungsvorschlag der Rentenvergütung nicht gebilligt wird. Aus dieser Furcht der Lehrer stammt auch die Ankündigung der Ausdehnung des Streiks.

Während der vergangenen Legislaturperiode machten einige Lehrer in den Reihen der Senatoren Lobby für ihre Änderungsvorschläge und die Volksvertreter waren sich auch bewusst, dass sie einerseits die Lehrer mit ihrer Billigung beruhigen und andererseits noch nichts beschlossen ist, da die Entscheidung der unteren Kammer noch fehlt.

Die Forderung der Lehrer beläuft sich auf mindestens 115 Milliarden Guaranies, Geld was laut dem Finanzminister, der Bildungsministerin und dem Präsidenten des Landes, nicht vorhanden ist.

(Wochenblatt)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Lehrer fühlen sich unverstanden und wollen einen Monat länger streiken

  1. Da das ganze Schuljahr eh verloren ist, sollte die Regierung den Spieß einfach umdrehen und die Lehrer und Professoras aussperren. Und das bis zum Beginn des neuen Schuljahres. Wer dann bereit ist, zu den alten Konditionen seine Arbeit aufzunehmen, behält seinen Job. Alle anderen müssten fristlos gekündigt werden und gleichzeitig den Anspruch auf spätere Rente verlieren.

    1. wäre am idealsten.
      habe heute mit einer lehrerin geredet, ihr ist es egal.
      ist eh kalt und keine lust in die schule zugehen.

      mit dieser einstellung, werden die kinder viel lernen.

      rauswerfen kann ich nur sagen das pack

    2. Warum die Brechstange auf Kosten der Kinder @Andreas? Es gibt doch Propaganda als Schnittstelle zu den Dödels. Ein paar Wochen in Presse, Radio und TV gesendet: Ohne unsere Kinder gibt es KEINE Rente, KEINE Zukunft weil es nur noch Dödels gibt. Liebe Lehrer, rettet die Nation und bildet Euch weiter, auf das ihr nicht, nach 25Jahren harter Arbeit, am Hungertuch nagen müßt.

      So einfach ist das, wird aber nicht gemacht und das hat seinen Grund.

      LG

      1. Ich denke nicht, dass diese freundliche Aktion viel helfen würde. Die Lehrer hier sind doch Kritikresistent, wissen prinzipiell alles und vor allem alles besser. Und deshalb stehen ihnen auch Renten zu, die sonst keiner bekommt ;-(

        1. @Heiko, Du unterschätzt die Propaganda, Das ist die Maschinerie zur Meinungsbildung. Sie kann zum Guten wie auch zum Bösen verwendet werden. Den Menschen wird erzählt, daß Propaganda böse ist. Und wie? … Mit Propaganda. Die meisten Menschen erkennen die Propaganda nicht als solche und darum gibt es sie ja. Möglicherweise ist den Lehrern meine Propagandawelle egal. Trotz dem werden sie ruck zuck in ihren Klassenzimmern verschwinden weil ihnen alle Leute in ihrer Umgebung den Marsch blasen werden. Es geht nunmal um die Kinder… 😉

          LG

  2. Die Lehrer sind die einzigen die bereits jetzt 87% des Lohns als Pension bekommen. Andere Staatsangestellte bekommen kaum 50%.

    Würde der Staat nachgeben, dann gehen die Lehrer in Zukunft mit 25 Dienstjahren in Pension. Würden dann ca. Gs. 101.000.000,- in dieser aktiven Zeit in die Kassen einzahlen und ca. Gs. 600.000.000,- an Pension ausbezahlt bekommen. Das weiß auch der Finanzminister. So was ist nicht finanzierbar.

  3. Wenn die Lehrer in Paraguay streiken, ist das so wie wenn in Europa das Ministerium für Frauen plötzlich verschwindet.

    Erstens merkt es keiner und zweites geht es niemandem ab.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.