Samaniegos Truppe – die Straßenpolizei (PMT) der Stadt Asunción

Asunción: Obwohl der Bürgermeister, Arnaldo Samaniego, die städtische Verkehrspolizei besser ausrüsten wollte, so signalisierte er es in seiner Wahlkampagne, müssen die zu wenigen Polizisten, wenn sie unter sich kommunizieren möchten, nach wie vor zum Handy greifen, was zusätzliche Kosten verursacht. Funkgeräte, eine Grundausstattung, haben sie nicht.

Seine Werbetafeln aus dem Vorjahr, reine Rhetorik. Nicht eines seiner Versprechen hielt der Bruder der Parteipräsidentin der Colorados bis jetzt. Die Polizisten zum Beispiel arbeiten unter einfachsten Bedingungen womit das Chaos der Hauptstadt weitergeht.

Der städtischen Straßenpolizei fehlen 331 Beamte, sie besitzt nur ein Alkoholmessgerät allerdings verfügt sie über keinen Funk und zu alledem ist am Wochenende kein Dienst. Die Abschleppwagen haben eine Wochenration von nur 80 Liter Kraftstoff. Wie soll damit ein Dienst am Bürger sinnvoll durchgeführt werden bzw. möglich sein?

„Wir werden mindestens 500 bis 600 Polizisten haben“, sagte Arnaldo Samaniego in einem Interview am 19. Oktober 2010. Das war nur ein Versprechen wie man es während der Wahlphase macht. Tatsächlich zählt der Berufstand der Straßenpolizisten, bezahlt von der Stadtverwaltung, nur 249 Beamte. 63 davon sitzen in Büros während der Rest ohne Kommunikationsmittel auskommen muss, versicherte gestern Kommissar Mario Agustín Sapriza, Direktor der besagten Einheit, während einer Stadtratssitzung.

Der Hauptstadtverkehr ist das reinste Chaos, zurückzuführen auf das Fehlen von Polizisten, sagte Sapriza.

„Die Fahrzeuge vom Abschleppdienst, die worauf immer die Polizisten mitfahren müssen, haben nur 80 Liter Diesel wöchentlich zur Verfügung. Ein Computer, den uns der Staatsanwalt Blas Imas schenkte, ist jeden Tag im Einsatz. Anderenfalls hätten sie keinen“, sagt Sapriza.

Nur einer von zwei Alkoholmessgeräten der PMT funktioniert. Von den 25 Motorrädern der Einheit funktioniert höchstens die Hälfte.

An den Wochenenden hat keiner Dienst, obwohl es an den Samstagen und Sonntagen viele Fußballspiele, Radrennen oder Besucher im botanischen Garten gibt.

Strafzettel

Laut den Daten der Stadtverwaltung wären im letzten Jahr 560 Millionen Guaranies eingenommen wurden in Form von Strafzetteln. Laut Stadtrat Augusto Wagner, ist die Ziffer viel zu gering. Tatsächlich sind Bestechungsgelder an die Polizisten der Grund für zu wenig Geld in der Stadtkasse.

In die Hauptstadt kommen täglich eine halbe Million Fahrzeuge. Wenn man mal annimmt, dass jeder der 186 Polizisten auf den Straßen, einen kleinen Strafzettel ausschreibt von 3 Journales (191.304 Gs.), wäre das eine tägliche Einnahme von 35.582.544 Guaranies.

Wenn diese Ziffer mal 30 Tage multipliziert wird, kommen damit 1,067 Milliarden Guaranies zusammen. Pro Jahr bedeutet das 12,8 Milliarden Guaranies. Somit steht die Frage wieso nur 560 Millionen statt dem 22 fachen eingenommen wird. Nein. Tatsächlich kennen wir schon die Antwort.

Schlechte Verteilung

Eine Sache ist wenn Mittel fehlen eine andere wenn sie schlecht verteilt werden. Zum Beispiel hat die Polizei keine Funkgeräte allerdings gab Arnaldo Samaniego seiner Kollegin, María Ramona Rodas, eine Ratgeberin im Transitbereich ein Zuschuss wegen guter Leistungen von 6 Millionen Guaranies. Davon allein kann man keine Funkgeräte kaufen, das ist klar aber insgesamt wurden 6 Direktoren im Juni 2011 mit 43 Millionen Guaranies belohnt.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Samaniegos Truppe – die Straßenpolizei (PMT) der Stadt Asunción

  1. es stimmt, dass meiste Strafgeld fließt in die Taschen der Polizei, wir können das bestätigen. Sie konstruieren auch ein Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer. Leider haben wir anfangs unsere originalen Dokument vor gezeigt, die bekamen wir erst zurück wenn wir die geforderte Summe bezahlt hatten. Weil wir uns mehrmals keiner Schuld bewußt waren, bestanden wir darauf auf die Dienststelle mit zu kommen, mit dem Erfolg, dass sie mit unseren Papieren abhauen wollten. Seit einem Jahr hat sich das etwas gebessert. Wenn alle Polizisten ein anständiges Gehalt bekämen könnte die Korruption vielleicht verringert werden, aber nur vielleicht.

  2. Ja,
    da wird eben einfach eine UNBESCHILDERTTE STRASSE
    zur Einbahnstrasse erklärt…
    Von ALTOS kommend nach EMBOSCADA.^^(RUTA III)
    (Geht links vor der Ruta rein…
    und mündet dann wieder auf die RUTA III
    in Richtung A y E…
    erst gegenüber ist es als „CONTRAMANO“ beschildert.^^

    So mir letzte Woche passiert…
    (Wollte da doch glatt 20 Journales…
    und in was für einem unfreundlichen,
    fremdenfeinlichen Ton.^^ War der „CHEF“ dort…
    aber selbst die TYPSE, hat mir dann erklärt…
    das es doch GANZ KLAR sei,
    da vorher eine grosse Hinweisstafel stehe,
    das man da nach links nach LIMIO abbiegen müsse…
    (Steht wohl auch eine…
    so hunderte Kilometer als HINWEISTAFEL^^.
    Na, den IQ will ich nicht haben…^^
    Aber zur FAKTURA ausstellen am PC langt es wohl^^.)

    Sind sowieso als Abzocker bekannt…
    Da hilft es auch nicht´s,
    das es alles „legal“ mit Faktura zugeht…

    Wollte mir dann noch bei NICHTBEZAHLEN
    das Auto vom Fiskal pfänden lassen…
    und mich von der Polizeistreife abholen lassen^^

    Vor allem schön auf die GRINGOS…
    Einheimische OHNE LICHT (RUTA III)
    werden da schon mal ignoriert…
    oder
    Ohne Nummernschild…^^
    Ohne Abdeckung der „Suchscheinwerfer“
    usw.

    Wer sucht da noch nach GOLD in Paraguay…
    Meldet euch bei der Polizei, Caminera…^^

    Solange es noch GRINGOS gibt.^^

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