Schätzungen zufolge wird Paraguay die Impfung gegen Covid-19 in etwa 18 Jahren abschließen

Asunción: Nach Schätzungen der Avina Fundation wird Paraguay in 869 Wochen (in ca. 18 Jahren) die Impfung gegen Covid-19 beenden. Andererseits stehen andere Länder in der Region wie Chile oder Uruguay kurz vor dem Abschluss der Immunisierung ihrer Bevölkerung.

Die spanische Zeitung El País veröffentlichte einen Sonderartikel, in dem sie sich mit der Verteilung von Impfstoffen gegen Covid-19 und der Ungleichheit bei der Bereitstellung von Dosen in Lateinamerika befasst.

Zu diesem Zweck konsultierte das Medium die Avina Fundation, eine Organisation, die sich für eine nachhaltige Entwicklung und die Verteidigung von Demokratien in Lateinamerika einsetzt. Sie hat eine Übersicht erstellt, der den globalen Impfprozess verfolgt.

Diese Auswertung kombiniert die Daten, die täglich von der Seite Our World in Data von der Universität Oxford und der Johns-Hopkins-Universität aufgezeichnet werden.

Die von Avina gesammelten Daten bestätigen, dass in Bezug auf die Impfung in jedem lateinamerikanischen Land tatsächlich ein Missverhältnis besteht, wenn man die geschätzte Zeit berücksichtigt, in der der Impfprozess der Bevölkerung enden wird.

„Unsere Region hat 8% der Weltbevölkerung und 30% derjenigen, die an Covid-19 gestorben sind. Eine reine Marktlogik von Angebot und Nachfrage kann sich nicht durchsetzen, da es ganze Bevölkerungsgruppen gibt, die keinen Zugang zum Impfstoff haben. Wir verstehen nicht, dass ein globales Problem keine globale Lösung hat. Wir sind dazu verdammt, absolut von der Entscheidung von 7 oder 10 pharmazeutischen Labors mit einem eigenen Markt von 7 Milliarden Einwohnern abhängig zu sein“, versicherte Gabriel Baracatt, Geschäftsführer der Stiftung.

Basierend auf der letzten Berechnung Mitte April lautet die Tabelle der geschätzten Zeit bis zum Abschluss der Impfung in Lateinamerika wie folgt:

Chile: 10 Wochen

Uruguay: 11 Wochen

Dominikanische Republik: 36 Wochen

Brasilien: 38 Wochen

Argentinien: 50 Wochen

Mexiko: 53 Wochen

Costa Rica: 72 Wochen

Suriname: 77 Wochen

Kolumbien: 85 Wochen

Panama: 85 Wochen

El Salvador: 124 Wochen

Bolivien: 156 Wochen

Ecuador: 193 Wochen

Honduras: 569 Wochen

Guatemala: 815 Wochen

Paraguay: 869 Wochen

Venezuela: 1.219 Wochen

Bei der derzeitigen Impfrate und Impfstoffverteilung würde Paraguay nach Schätzungen der Avina Fundation etwa 18 Jahre brauchen, um die gesamte Bevölkerung zu immunisieren.

Einer der Hauptfaktoren, die den Immunisierungsprozess in Paraguay verlangsamen, ist das Fehlen von Anti-Covid-Impfstoffen, was auf die Verzögerung der Lieferung durch den COVAX-Mechanismus sowie auf die mangelnde Voraussicht der Regierung zurückzuführen ist, den Kauf von Impfstoffen anderer wichtigster Hersteller zu priorisieren.

Ein weiterer Aspekt, den der Artikel von El País hervorhebt, ist das Horten von Impfstoffen durch Länder mit höherem Einkommen, die 53% (4,6 Milliarden) der Dosen gekauft haben, obwohl sie weltweit nur 15% der Bevölkerung haben.

Wochenblatt / Hoy

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9 Kommentare zu “Schätzungen zufolge wird Paraguay die Impfung gegen Covid-19 in etwa 18 Jahren abschließen

  1. Hohe Impfrate bedeutet anscheinend hohe Infektionsrate, Spitzenreiter weltweit ist z. Z. Uruguay, nachdem zuvor schon in Chile die Infektionsrate stark angestiegen ist:
    https://www.abc.com.py/internacionales/2021/04/14/uruguay-tiene-la-tasa-de-contagios-diarios-de-covid-mas-alta-del-mundo/

  2. 869 Wochen sind geschätzte Zahlen. Wie alle Zahlen hier. Schätze, der Paragauay kommt in 484 im Jahre 2021 an. Schätze, ich werde gar nie ankommen. Egal, schätze bald weg hier.

    1. So isses – nix wie raus hier. Doch wohin? in das Reich der Merkel und bald Laschet-Diktatur oder wenn es noch schlimmer kommt, in die Grünendiktatur der Tante, die Strom in den Leitungen speichern will? Irgendwo nach Südostasien – auch Mist.
      Vielleicht ist ja Urugauy eine Alternative oder doch Panama- mal sehen, wie sich alles entwickelt.

  3. Das ist eine reine Hochrechnung mit den Zahlen, die derzeit zur Verfügung stehen. Reine Panikmache. Denn wenn mal westliche Länder sich soweit impfen ließen, dann stehen auch diese Impfstoffe und Produktionsstätten für Entwicklungsländer zur Verfügung. Und auch in Südamerika wird es vermehrt hier hergestellten Impfstoff geben. Daher schätze ich das wesentlich schneller ein. 18 Jahre ist Blödsinn. Vielleicht sind es ein bis drei Jahre.

  4. Demnach stetig nachgeimpft werden muss, sind solche statistiken komplett egal. Man müsste zuerst erklären wie vorgegangen wird, wenn alle (es wird verweigerer geben, und ich glaube stetig mehr) durchgeimpft wären, die produktion lauft und dann eine mutation kommt, der jetzige impfstoff nichts nutzt und die produzierten dosen dann nutzlos sind. Würde man das erfahren oder wird einfach geimpft? Und wie lange soll dieser unfug so weitergehen?

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