Schlechtes Wetter und abgelegene Gegend waren Gründe für den Tod

Puerto Antequera: An angelegenen Orten zu wohnen bedeutet immer auch in Notfällen auf sich selbst gestellt zu sein. Diese schmerzliche Erfahrung musste gestern eine junge Mutter am eigenen Leib erleben.

Gegen 16:00 Uhr am gestrigen Donnerstag war es so weit. Bei einer 15 Jährigen, im siebenten Monat schwanger, setzten die Wehen ein. Sie bat um Hilfe, um mit einem Boot nach Puerto Antequera gebracht zu werden. Es wurde Hilfe beim zuständigen Marinestützpunkt angefordert. Diese kam jedoch nicht.

Da die Wehen mit immer geringeren Abständen einsetzten, entschied sich die 15 Jährige mit ihrem Freund einen Kanufahrer zu beauftragen. Dieses kam nur langsam gegen Sturm und Wind an. Etwas später gebar die junge Frau ein Kind auf dem Rio Paraguay. Das Frühchen hatte bei hohem Wellengang und fehlender Schutzkleidung bei den eisigen Temperaturen keine Chance. Nach nur 15 Minuten verstarb es.

Dr. Ricardo Brassel, Mediziner aus Puerto Antequera, wurde erst um 22:00 Uhr über das Geschehene informiert. Der Säugling starb anscheinend an Unterkühlung. Die Mutter wurde ebenso stationär aufgenommen, bis sich ihr Zustand verbessert.

Mit einem motorisiertem Boot der Marine wären die Chancen größer gewesen, dass die Geburt glücklich ausgegangen wäre.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Schlechtes Wetter und abgelegene Gegend waren Gründe für den Tod

  1. Mein Beileid, es ist ein schwerer Schlag für das Mädchen.Gerade das erste Kind und so verloren.
    Es ist eine Schweinerei, Schlamperei, so etwas darf nicht sein!
    Den Herren von der Marine sollte man für die Schweinerei,kräftig in den Arsch treten.

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