Schluss mit leeren Versprechen

Paso Yobai: Schon so oft haben das MOPC, Bürgermeister und andere Autoritäten Versprechen abgegeben. Passiert ist aber, wie auch in diesem Fall einer maroden Brücke, wenig, bis der erste Tote zu beklagen ist.

Die gefährliche Brücke befindet sich in der Gegend von San Isidro und verbindet die Gemeinde San Miguel bei Mauricio J. Troche. Motorradfahrer und Fußgänger nutzen den schmalen provisorischen Steg. Seit mehr als einen Monat herrscht der Zustand vor und es gibt nichts als leere Versprechen der Obrigkeiten.

Die Brücke überquert den Fluss Tebicuary. Viele Menschen nutzen sie, um zu ihren Arbeitsplätzen, meistens in Mauricio J. Troche, zu gelangen und dann wieder heimzukehren.

Fidelina Maidana, eine Bewohnerin der Region, sagte: „Diese Brücke wurde früher häufig benutzt, um die landwirtschaftlichen Rohstoffe in viele Zuckerrohr- und Maniokfabriken zu transportieren, aber jetzt ist es unter diesen gefährlichen Bedingungen mehr als ein Monat nicht mehr möglich. Eine gebildete Kommission zum Erhalt der Brücke hat bereits beide Gemeinden besucht und um Hilfe gebeten, um das Problem zu lösen, aber wir haben noch keine vielversprechende Antwort erhalten“.

Der Bürgermeister von Paso Yobai, Dr. Ronald Vazquez (ANR), sagte: „Wir sind in Kontakt mit dem Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC). Es wurden bereits die ersten Erhebungen und Daten gemacht, aber von unserer Seite aus werden wir städtische Arbeiter entsenden, um für Motorräder und Autos ein sicheres Überqueren der Brücke zu ermöglichen“. Die Bürgermeisterin von Mauricio J. Troche, Andressa Benítez (PDC), ging nicht ans Telefon, um ihre Version abzugeben.

Der Bau dieser Brücke stammt nach Angaben der Bewohner aus der Zeit vor etwa 30 Jahren und hätte eine Länge von etwa 50 Metern. Früher wurden Zuckerrohr und Maniok aus den Bezirken Paso Yobai und Independencia in die Fabriken von Mauricio J. Troche transportiert.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Schluss mit leeren Versprechen

  1. Frührentner mit 45

    Antworten

    Typisch für dieses Land: Für so eine Brücke in der Provinz zu sanieren ist das Ministerium de Obras Publicas zuständig. Obwohl 50 m sicher nicht wenig sind. Aber für was zahlen die Menschen in dieser Provinz eigentlich Steuern? Die Antwort kennen wir alle: Um tausende Amigos fürs Nichtstun am Monatsende zu bezahlen und um die Frührenten der Bürgermeister und Amigos zu sichern.

  2. Hier in Paraguay ist man schneller fertig, wenn man sowas organisiert selber in die Hände nimmt? Das Ergebnis ist sicher auch weniger baufällig?

    1. Genau! aber ohne Unterstützung? vielleicht trinken die zu viel „COLA“ und begreifen deshalb nichts, oder 2005?

  3. Leute, lasst einfach zu, dass wer eine Brücke in Stand setzt, berechtigt ist, Maut zu kassieren.
    Es dauert drei Jahre, und das Land hat 1.000 mal mehr Brücken als Venedig.
    So könnte Markt funktionieren, die Brücken übrigens auch.

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