Schneeballsystem Betrug hinterlässt 700 Geschädigte in der Provinz Misiones

San Juan Bautista: In der Provinzhauptstadt San Juan Bautista kam eine neue Art der Betrügerei ans Licht, bekannt als Pyramiden oder Schneeballsystem. Diese hinterließ nun am letzten Wochenende rund 700 Geschädigte, meist einfache Arbeiter, die monatlich zwischen 200.000 und 1.000.000 Guaranies einzahlten, um unglaubliche Renditen zu erhalten.

Um die 800 Personen haben am Glücksrad gedreht, was nichts weiter als eine Geldverbrennmaschine war, für den einen früher und für den anderen später. Ein similäres Projekt wie das von Alberto Pereira Johannsen, Hauptangeklagter bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrug von an der BBVA Bank in Höhe von 27.4 Milliarden Guaranies, rund 7 Millionen US-Dollar.

Im Fall von Misiones scheint der Hauptverdächtige und Verantwortliche der pensionierte Lehrer, Juan Carlos López zu sein.

Laut den gesammelten Daten konnte man dem System beitreten wenn man 200.000, 250.000, 500.000 oder 1.000.000 Guaranies pro Monat einzahlte. Jeder Spieler begann dies aus freien Stücken und sollte bei jedem nächsten Treffen zwei weitere Bekannte und zukünftige Mitspieler mitbringen. Diesen war das gleiche für kommende Treffen auferlegt worden. Wer acht Personen anwirbt hat danach Recht einen Gewinn zu kassieren. Die, die es nicht schafften acht weitere Mitspieler zu finden, verloren ihr Geld.

Mitspieler – von Staatsanwälten bis Wurstverkäufer

An dem Pyramidensystem nahmen Personen aller Gesellschaftsschichten teil. Unter ihnen waren Staatsanwälte, Staatsanwaltsgehilfen, Rechtsanwälte, Beamte, Lehrer, Geschäftsmänner sowie auch einfache Arbeiter wie Wurstverkäufer von der Straße.
Das Spielprinzip trieb enthusiastisch die neuen Mitspieler zu den Treffen, einigen wurde zu Teil was der breiten Masse versagt blieb, mehr ausgezahlt zu bekommen als was sie eingesetzt hatten.

Die Treffen fanden in privaten Häusern statt, wo jeder Neue seine eingeladenen Mitspieler hinbrachte. Einige verkauften ihren Viehbestand, um am Spiel teilnehmen zu können.

So löste sich die Kette

In der vergangenen Woche löste sich die Kette und es waren keine neuen Mitspieler mehr da oder bereit ihr Geld zu investieren. Von den rund 800 Personen kassierten rund 70 ab, während der Rest nichts mehr vom eingesetzten Geld sieht. Bis jetzt animierte sich noch keiner der Geschädigten eine formelle Anzeige aufzugeben und somit dem pensionierten Lehrer einer Strafe zuzuführen. Problem hierfür könnte allerdings sein, dass keine unterschriebenen Dokumente der Teilnehmer existieren womit ein Zusammenhang zwischen dem Lehrer, dem Spiel und der verlorenen Summe hergestellt werden könnte.

Die geschädigten Menschen protestierten auch schon vor dem Haus des Lehrers Juan Carlos López, wo es zu Sachbeschädigung kam.

(Wochenblatt / Abc / Foto:Schneeballsysteme.ch)

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