“Ein Schuldenerlass ist unmöglich“

Der Landwirtschaftsminister Juan Carlos Baruja erklärte, ein Schuldenerlass für die Landwirte sei ein Ding der Unmöglichkeit. „Das Nichtbezahlen von Darlehen kann nicht gefördert werden“, sagt er.

Gestern gingen die Demonstrationen von Landwirten und den Genossenschaftsmitgliedern in die nächste Runde. Sie wollen ihre Forderungen weiterhin durchsetzen und haben sich vor dem Nationalkongress in Asunción niedergelassen. Baruja bestritt, dass das Landwirtschaftsministerium keine Gesprächsbereitschaft zeigen würde. Er erwähnte, sich mit dem Anführer der Kleinbauern, Elvio Benitez, vor über einem Monat getroffen zu haben, dieser sich aber nun weigere, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Baruja fügte an, Arbeitsgruppen hätten empfohlen, eine Refinanzierung über 10 Jahre zu ermöglichen, dieser Prozess könne aber nur von den öffentlichen und privaten Banken durchgeführt werden. „Ein Schuldenerlass ist unmöglich. Wer soll das finanzieren?“, betonte der Minister gegenüber dem Radiosender Monumental AM. Baruja erklärte weiter, die meisten Landwirte würden ihre Schulden abbezahlen. „Wir können keine populistischen Antworten geben, die nicht erfüllbar sind und auch nicht in den Händen der Regierung liegen“, sagte der Minister.

Mittlerweile ließen die Demonstrationen am Wochenende etwas nach, bedingt sicherlich auch durch die widrigen Wetterumstände. Sie sollen aber weiterhin fortgesetzt werden, so erklärten dies Sprecher beider Lager der Kooperativen und Kleinbauernverbände. Mittlerweile hat sich auch die Gewerkschaft der internationalen Transportunternehmer den Streikenden angeschlossen.

Quelle: Ultima Hora