Schweizer Experten in Itauguá

Experten der Schweizer Stiftung “terre de hommes“, Perspektiven für Jugendliche, besuchten vergangene Woche eine Wiedereingliederungseinrichtung für junge Menschen. Laut ihrem Bericht sei die Struktur ausreichend für internationale Empfehlungen und könnte durch die Organisation gefördert werden.

Es ist geplant in der Einrichtung straffällige Jugendliche für maximal 22 Tage aufzunehmen und durch ein Team von Psychologen und weiteren Experten zu begutachten und ein Wiedereingliederungsverfahren in die Wege zu leiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Einrichtungen sollen insgesamt nur 40 junge Leute aufgenommen werden, die in Zellen mit jeweils vier Insassen untergebracht werden. Sie verfügen auch über eine eigenen Sanitärbereich.

Oscar Vazquez, Enrique Medina und Victor Herreros von der Stiftung terre de hommes sagten, dass Paraguay sehr gute Voraussetzungen hätte, internationale Standards durch die Einrichtung in Itauguá zu erreichen und somit gefördert werden könnte. Sie würden dabei helfen, Pädagogen und Sozialarbeiter zu schulen, damit alternative Maßnahmen angewendet werden könnten um einen Gefängnisaufenthalt zu vermeiden. Vasquez äußerte sich besorgt über die große Anzahl von jugendlichen Strafgefangenen ohne Gerichtsverfahren, das seien 94% der 357 Insassen. Andere Fachleute betonen die Bedeutung der Gesellschaft und der Familie in einem Rehabilitationsprozess. Schon im vergangenen Jahr wurden sozialpädagogische Maßnahmen experimentell in Lambaré bei 200 Jugendlichen durchgeführt, die Rückfallquote lag nur bei 8%.

Quelle: ABC Color