Senator tadelt Landwirte

Der Senator von der liberalen Partei (PLRA), Fernando Silva Facetti, beschuldigt paraguayische Landwirte, die “landlose Gebiete“ entwalden würden obwohl sie wichtige Naturschutzgebiete seien. Laut Facetti gäbe es hinter der Fassade landloser Bauern eine Komplizenschaft seitens der Polizei sowie von Staatsanwaltschaften und Richtern, die gemeinsame Sache machen würden. Dabei stehe vor allem die Abholzung von Naturschutzgebieten im Vordergrund. Als Beispiel nannte der Abgeordnete die Estancia Laguna Blanca. Dort seien für Touristenzwecke 1.000 Hektar Wald gerodet worden, aber diese Information wäre in den Medien nicht verbreitet worden.

„In erster Linie schützt unsere Verfassung das Leben, dann die Freiheit der Menschen und schließlich verteidigt sie Privateigentum. Das ist wichtig, denn Menschen müssen ihre Ziele im Leben erfüllen können und Geschäfte machen. Wenn aber landlose Bauern Grundstücke besetzen und diese ausbeuten, ist das wohl kaum Grundlage einer Demokratie“, sagte er.

Facetti fügte an, die Nationalpolizei und Staatsanwälte hätten nicht immer Zeit, Räumungsbefehle umzusetzen, die wiederum noch sehr “bürokratisch“ seien. Er betonte, die Invasoren hätten eine Schirmherrschaft von einflussreichen Politikern, egal welcher Partei sie angehören, und würden dann die eigentlichen Ziele durchsetzen. „Die Entwaldung in Paraguay ist ein ernstes Problem, aber die Mafia dafür sind politische Gönner, die die Behörden dazu bringen, nicht ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Bauern sind nicht an allem schuld, es gibt dazu Hintermänner“, betonte Facetti.

Quelle: Ultima Hora

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