Senator Wiens befragt Nationalpolizei

Mayo Otaño: Senator Arnaldo Wiens schaltet sich in einem Fall in Itapúa ein. Hier dürfen Produzenten ihre Ernteerträge nicht einbringen. Die Nationalpolizei soll Stellung beziehen.

Im Bereich von Yku’i Guazú sind mehr als 60 Polizisten stationiert. 30 Einsatzfahrzeuge stehen ihnen zur Verfügung und sollen sicherstellen, dass durch eine “höhere Anordnung“ keine Erntemaschinen zum Einsatz kommen. Aus vielen Bereichen vom Departement Itapúa wurden die Uniformierten zusammengezogen.

Wiens (ANR) sagte, “was hier in Mayor Otaño geschieht ist sehr ernst und bedroht das Image des Landes und das der Produzenten. Die Nationalpolizei verbietet die Sojaernte ohne Gerichtsbeschluss. Sobald die Fahrer der Mähdrescher ihre Motoren anwerfen werden sie gestoppt“.

Er fügte hinzu, das Verhalten sei eine Affront gegen die Herrschaft des Rechts und ein Missbrauch von Autorität. „Es wird über Schulden geredet. Wie aber sollen diese getilgt werden wenn keine Einnahmen erfolgen? Die Produzenten mussten investieren und können nun nicht ernten“, betonte Wiens.

Es gibt noch weitere anstehende Probleme. „Es ist nur eine Frage von Tagen, dass die gesamte Produktion dieser Menschen dahin ist. Die Sojabohnen sind reif und verrotten bald. Wer übernimmt die wirtschaftlichen Verluste? Wohl kaum der Kommandant der Nationalpolizei“, klagte der Senator.

Die betroffene Familie Raiter kämpft einen ungleichen Kampf gegen die Gruppe Favero und dem Senator Oscar González Daher. Raiters Anwälte berichteten über Unterschriftenfälschungen bei Hypothekendarlehen. Dies wurde auch von dem forensischen Labor der Staatsanwaltschaft bestätigt. Trotzdem existieren die Schulden weiterhin auf dem Papier, die eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Senator Wiens befragt Nationalpolizei

  1. In dieser Sache MUSS sich die deutsche Botschaft einschalten. Wie soll sich eine deutsche Familie gegen einen Staatsapparat verteidigen können ? Wer entscheidet hier Recht und Unrecht ?……Dies ist ein Marionettenspiel in dem Cartes jede menge Fäden in den Händen hält.

    1. Mischa, Sie träumen! Hat sich die deutsche Botschaft jemals um ihre Staatsangehörigen in Paraguay gekümmert, wenn sie unschuldig in Not gerieten oder durch offenkundige Rechtsbeugung in ihrer Existenz bedroht wurden? Man könnte natürlich einwerfen, wenn hier lebende Deutsche ständig in unflätiger Art & Weise über die Deutsche Botschaft und ihre alte Heimat herziehen, warum sollten sich die deutschen Behörden genötigt sehen, diesen „lieben Landsleuten“ zu helfen? Schon mal darüber nachgedacht?

      1. Die Deutschen hier haben sich zu fast 100% dem Zugriff des deutschen States auf ihr Vermögen entzogen.
        Sie sind für den deutschen Staat (verwaltungskonstrukt der Alliirten) nichts mehr wert. Von uns ist nichts mehr zu holen und so werden wir auch behandelt.

    2. Das geht die Deutsche Botschaft nichts an , da es sich nicht um Deutsche Staatsbuerger handelt.
      Mal abgesehen davon das Sie auch sonst selten was machen , und auch nicht dazu befugt waeren.

      1. Christian, erstmal sind es deutschstämmige Brasilianer.Ob sie einen deutschen Pass ist noch die Frage, sie könnten einen Haben!
        Die deutsche Botschaft kann schon wenn sie möchte druck ausüben das was dreht, sofern es politisch passt.
        und das passt fast nie.Sie kann auch die Interessen von deutschstämmigen Wahr nehmen-da muss ein politisches Interesse da sein.Siehe Russlanddeutsche,Ostblockdeutsche u.a.!Wenn von großen Konzernen die Interesen bedroht sind,kommt Bewegung.

  2. Wer genau steckt hinter „der höheren Anordnung“? Es kann doch nicht so schwer sein, dies heraus zu bekommen, auch wenn das sicherlich ein heißes Eisen sein wird. Und danach dürft alles klar sein! Das beste Mittel gegen die offensichtlich sich immer mehr ausbreitende Rechtsbeugung und Korruption in diesem Land ist, alle betreffenden Fälle in das Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und international bekannt zu machen. Denn das hätte unmittelbare und auch langfristige negative Folgen für das Ansinnen der Regierung nach mehr Investitionen durch Ausländer bzw. internationale Kreditgeber. Wenn allerdings die Mächtigen in diesem Land nur an internationalen „Schwarzgeld-Investitionen“ (Geldwäsche) interessiert sein sollten, würde die Drohung mit dem „Licht der Öffentlichkeit“ nicht viel bewirken.

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