Senatorin fordert erneut einen “Stopp” für das “Geschäft” mit dem Medizinstudium

Asunción: Während in Städten wie Mariano Roque Alonso in den Bau von kleinen Apartments investiert wird, damit brasilianische Studenten diese mieten können, will die Senatorin Blanca Ovelar dem Geschäft mit dem Medizinstudium ein Riegel vorschieben.

Die ANR-Parlamentarierin äußerte sich besorgt über die ernste Situation des Hochschulwesens im Land, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verschärft hat.

Sie kritisierte das Gewinnstreben und die Schwäche des politischen und technischen Managements der Hochschuleinrichtungen, das “sehr verzerrt” sei und die Ausbreitung von Universitäten und Studiengängen mit einer zweifelhaften akademischen Struktur ermöglicht habe.

Er erklärte, man habe festgestellt, dass es Einrichtungen gebe, die als Hochschulinstitut gegründet worden seien und ohne jegliches akademisches Projekt ihren Namen von Institut in Universität geändert hätten.

“Wir müssen dieses infame und kriminelle Geschäft mit der Medizin stoppen. Der Studiengang wird ohne eine Krankenhausschule angeboten, und das gibt es so nur in Paraguay”, sagte er.

Er schlug vor, dass die Situation durch eine zwischenstaatliche Verwaltung angegangen werden sollte, bei der die Institutionen, die für das Funktionieren des Systems verantwortlich sind, Leitlinien und Vereinbarungen untereinander koordinieren, um die akademische Ausbildung zu gewährleisten.

“Wir sind von dieser Situation überwältigt und haben einen offenen Dialog mit den Behörden geführt. Aber das gesamte institutionelle Konzept ist so angelegt, dass es nicht funktioniert”, warnte der Senator.

Was die Ausbildung zukünftiger Ärzte betrifft, so sagte sie, dass sie das Konzept der Krankenhausschulen in Praxisfelder umgewandelt habe, die, wie der paraguayische Ärztekreis warnte, mit Studenten überfüllt seien.

“Wir bilden Pseudo-Ärzte aus und legen das Leben unserer Angehörigen und der Bevölkerung in die Hände von nicht ausgebildeten Ärzten. Das ist ernst und muss aufhören”, fuhr sie fort.

Sie wies auch auf den Mangel an spezialisierten Ausbildungszentren hin.

“Wie sollen wir Spezialisten ausbilden, wenn wir nicht viele spezialisierte Ausbildungszentren haben?”, fragte sie.

Ovelar erinnerte unter anderem daran, dass er im Jahr 2021 einen Gesetzesentwurf vorgelegt hat, der die Schaffung von medizinischen Berufen für fünf Jahre aussetzt, um “den Ball ein wenig zu stoppen und darüber nachzudenken, wie man die Institutionalität des Systems stärken kann”.

“Der Staat hat die ganze Macht, diese Strategie umzusetzen”, sagte sie.

Wochenblatt / Última Hora

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5 Kommentare zu “Senatorin fordert erneut einen “Stopp” für das “Geschäft” mit dem Medizinstudium

  1. Das nimmt immer mehr “osmanische” Ausmaße an. Hakim ibn Bakschisch sollten diese Ärzte heißen – Arzt Sohn des Bestechungsgeldes. Typisch paraguayisch, palästinensisch, muselmannisch und arabisch.
    Sogar Nick findet man wieder in der Literatur aus dem Reiche Osmans als Hakim Abu Nick ibn Ataud – Arzt Opa Nick Sohn des Sarges.
    Lesen sie selbst.
    Medizin, Aberglaube und Geschlechtsleben in der Türkei, von Bernhard Stern, Seite 148 ff.
    “Die türkischen Hodschas, Hadschis
    und Imams sitzen in ganz Stambul auf den Gassen und erteilen
    da öffentliche Ordinationen [Konsultationen und Ganzkörperabtastungen]; es ist eigentümlich anzuschauen, wie eine verschleierte Mohammedanerin sich vor einem solchen
    Strassendoktor niedersetzt und sich an allen Körperteilen betasten lässt [wie im Falle des Wanderarztes Hakim Abu Nick ibn Ataud aus dem stambuler Gemüsemarkt der sich mit Vorliebe dem Organbefummel widmete], während sie sonst beim blossen Begegnen mit einem
    Manne scheu ausweicht.”
    Desweiteren…
    “Während die eigentlichen türkischen Augenärzte sich selten
    an Operationen wagen […]
    werden von
    persischen und indischen Wanderwunderärzten mit grosser Vorliebe die schwierigsten Augenoperationen unternommen. Ich
    sah selbst häufig folgende Schauerszene: Der Patient wird auf offener
    Strasse auf die Erde gelegt. Der Operateur stemmt zur Fixierung des
    Kopfes seines Patienten das Knie auf die Stirn des Kranken,
    zieht aus der Tasche ein rostiges Messer, eine rostige Schere,
    Nadel und Zwirn, schneidet das, was er für krankhaft hält,
    einfach aus und näht die Augenlider wie einen alten Hosenstoff,
    unbekümmert um das Gejammer des Leidenden, zusammen.
    Dann drückt er Eiweiss und Watte auf das operierte Auge und verbindet es unter Zitaten aus dem Koran. Er erklärt zum
    Schluss, für den Erfolg nur zu bürgen, wenn der Verband erst
    am vierzigsten Tage nach der Operation abgenommen würde,
    steckt das Honorar — einige Piaster oder auch Naturalien — in die Tasche, und wendet sich einem anderen und einem dritten
    und vierten Kranken zu; und wenn er nichts mehr zu thun hat,
    packt er seinen Mantelsack, besteigt sein Ross und zieht fort, auf Nimmerwiedersehen! …. Bin Teil der Patienten stirbt
    vor dem vierzigsten Tage — dann war es Gottes Wille. Ein
    anderer Teil aber kann die Schmerzen der Wunde nicht ertragen, reisst den Verband ab und das operierte Auge ist —
    ausgeronnen . . . Die Schuld trifft natürlich nicht den Arzt-Charlatan, sondern den ungeduldigen Kranken, der den Verband
    vor dem vierzigsten Tage abgenommen hat. Das Ansehen der
    Operateure leidet in keinem Falle, der Glaube an ihre Kunst
    wird nicht erschüttert — und es finden sich immer neue Opfer
    des Aberglaubens und Leichtglaubens . . . Diese indischen und
    persischen Pfuscher schrecken sogar vor der Operation des
    Entropiums nicht zurück. Und diese schwierige Sache machen
    sie einfach so: sie quetschen das leidende Augenlid zwischen
    ein gespaltenes Holz, binden es fest zusammen und lassen es in
    der Klemme, bis die Falte abgestorben ist.
    Ganz merkwürdig sind die Volksmittel, die bei Augenkrankheiten angewandt werden. Bei Schwachsichtigkeit ruft
    man den Priester. Der sagt Gebete her und schlägt Funken
    vor dem kurzsichtigen Auge. Dasselbe Experiment versucht
    man zur Heilung völliger Blindheit; in letzterem Falle schreibt
    man aber auch dem Auflegen einer Hammelsleber auf das erblindete Auge besondere Heilkräfte zu. Wenn jemand weisse
    Flecken im Auge hat und sie verschwinden lassen will, so gelingt ihm das nach einem syrischen Rezepte am ehesten, wenn
    er ein wenig Salz in die Zisterne wirft. In Konstantinopel
    findet man häufig, dass die Augenlider an Ausflüssen leiden.
    Bei dem Volke kennt man dagegen folgende Mittel: auf den
    umgestülpten Augendeckel legt man die rauhe Oberfläche eines
    Glaskrautblattes; die Stacheln erzeugen reichlichen Blutfluss,
    der die Entzündung vermindert. Dann wäscht man das Auge
    mit frischer Weibermilch und bedeckt es mit Baumwolle, die
    mit Weihrauch durchräuchert wird. Gegen die sogenannte
    egyptische Augenentzündung gebrauchen die Egypter Chichinsamen, Semenza di Cisme. Dasselbe Mittel wird in der Türkei
    angewendet ; man nennt es hier : Gjösduhumu, Augensame. Auch
    eine Mischung von Sepia und Realgar streut man sich in die
    Augen. Häufig hält man eine Abkochung von Knoblauch für
    heilsam. Endlich versuchen die Augenärzte die Entzündungen
    mit Blutegeln, blasenziehenden oder zusammenziehenden Mitteln
    zu behandeln. Eine prophylaktische Massregel erwähnte der
    Syrer Eijub Abela: Sobald eine junge Henne den Zeitpunkt
    erreicht hat, da sie anfängt zu legen, gibt die syrische Bäuerin
    Acht, wann die Henne zum ersten Male legt; die ersten warmen
    Eier halte man einige Minuten auf die Augenlider — und
    das schützt vor allen möglichen Augenleiden.”
    Post Scriptum: [das in] habe ich mir nur ausgedacht als plausible Ergänzung.

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  2. Und diese angehenden “medizinischen Fachkräfte und Doktoren” werden anschließend auf die Menschheit los gelassen! Doch wie sagte Cartes einst: “Paraguay verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt”! Na, wenn das so ist.

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  3. Möglicherweise sind diese Pseudo-Ärzte immer noch besser ausgebildet als die Bücklinge vom Gesundheitsministerium. Aber ja, es stimmt schon, was diese Furie sagt. Mit Bildung wird hier Geschäfte gemacht und sehr viel Missbrauch getrieben.
    Aber wenn der Staat so eine miserable Bildung anbietet, dann schießen solche dubiosen Ausbildungsstätten eben wie Pilze aus dem Boden.

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  4. was regt sie sich den so auf? das Ministerium für Bildung ist ja nicht in der Lage oder einfach nur stinke faul seine normalen schlechten Lehrer zu kontrollieren??? es wurschtelt doch jeder vor sich hin. es gibt für die allwissenden bestens ausgebildeten Lehrer ja keinen Lehrplan. Paraguay braucht so was nicht, hier kommen die Fachkräfte jedlicher Art bereits gut ausgebildet auf die Welt. Lernen oder Studium wird völlig überbewertet. Schulen und sonstige Institutionen erzeugen bei mir Wutausbrüche.

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