“Sie haben uns eingesperrt, um uns auszurauben“

Asunción: „Sie haben uns nicht eingesperrt, um auf uns aufzupassen. Das war die Rede des Staates. Aber in Wirklichkeit haben sie uns eingesperrt, um uns auszurauben“, griff die Abgeordnete Kattya González die Regierung scharf an.

Ihre Worte erfolgten während einer laufenden Sitzung in der Abgeordnetenkammer. Bei dieser Gelegenheit protestierte die vorgenannte Abgeordnete verärgert gegen die Freilassung des ehemaligen Leiters der Nationalen Direktion für zivile Luftfahrt (Dinac), Edgar Melgarejo.

Der oben erwähnte Melgarejo wird wegen des als “goldene Maske“ bekannten Falls vor Gericht gestellt. Er stand unter Hausarrest, aber vor mehr als drei Wochen gewährte ihm Richter Miguel Palacios die Freiheit. Dieses Detail blieb lange unbemerkt und kam erst letzte Woche an das Tageslicht.

„Wir bitten die Staatsanwaltschaft um die Bestrafung der Verbrecher, die mitten in der Pandemie gestohlen haben und wir werden nicht die Klappe halten. Wir haben keine Angst vor Staatsanwälten oder perversen Richtern, die versteckte Drohungen aussprechen. Noch um Institutionen zu kontrollieren, die heute gegen Abgeordnete ermitteln, weil sie Zeit dafür haben, um Politiker einzuschüchtern“, fügte sie hinzu.

Dann konzentrierte sich González verbale Artillerie auf den Generalstaatsanwalt und die Minister des Obersten Gerichtshofs mit der gleichen Botschaft: Sie werde nicht aufhören, die angeblichen Tricks bei öffentlichen Einkäufen während der Pandemie anzuprangern.

„Ich werde nicht die Klappe halten, weil ich keine Angst vor Sandra Quiñonez, den Ministern des Gerichtshofs oder diesem Land habe, das glaubt, dass es weiterhin Korruptionshandlungen validieren kann. Wir haben keine Angst vor ihnen. Wir werden nicht in einem Land der Unterdrücker und Diener leben. Ich sage Staatsanwälten, Richtern und kriminellen Politikern, dass die Bürger keine Angst mehr vor Ihnen haben“, betonte González.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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9 Kommentare zu ““Sie haben uns eingesperrt, um uns auszurauben“

  1. Das liest sich gut und das der tiefe Staat stets in der Verwaltung verankert ist hat sie zutreffend erkannt. Die Politik Marionetten werden ausgetauscht, die Verwaltungsfuehrung bleibt, egal was der Buerger bei Wahlen ankreuzt.
    Hinsichtlich der Justiz ist man dann mitten im Freimaurer Sumpf als Organisationsform

  2. Sehr richtig, Katja. Leider ist es bei dieser Regierung ein Kampf gegen Windmühlen. Auch wenn es in Paraguay langsam zur Normalität geht (in Deutschland wird verschärft – juchuu), der Schaden der gemacht wurde ist unaussprechlich schwer. Aber gut, die nächsten Wahlen werden wieder herausbringen, dass die Bevölkerung dieser Regierung vertraut oder anders gesagt: Sie kennen es gar nicht anders.

    1. Ich muß widersprechen! Die Deutschen scheinen aus einem gesunden Abstand betrachtet, eher als komplett verblödet, dank jahrelanger links-grüner Gehirnwäsche nach DDR-Manier. Merkel hat´s eben drauf! Ich glaube, mit keinem Volk dieser Erde könnte man so umspringen, daß sie sich darüber freuen, die höchsten Soziallastern und Steuern der Welt bezahlen zu müssen, europaweit über das geringste Privatvermögen verfügen, die höchsten Strompreise bezahlen dürfen, Millionen von integrationsunwilligen Sozialfälle auf Dauer alimentieren zu müssen, die Welt retten zu müssen, erst kurz vor dem ‚Tod in Rente gehen zu dürfen bei den geringsten Rentenansprüchen innhalb von Europa und regungslos zuschauen, wie man ihnen die wirtschaftliche Basis durch Vernichtung von ganzen Industrien raubt – und über all diese Merkelschen Segnungen die Klappe halten zu müssen.

      1. Ich glaube, du kannst mit gutem Gewissen, das „scheinen“ weglassen. Das Volk ist einfach dermaßen manipuliert und verblödet, dass einem schlecht werden kann. Das heutige deutsche Volk – zumindest der Hauptteil – wird auch noch hurra schreien, wenn es zur Schlachtbank geführt wird – und das wird es ja schon seit langem. Wobei – darf man „heutiges Volk“ noch sagen in Deutschland oder ist das schon rassistisch, antisemitisch oder faschistisch? Das Wort „Heimat“ steht ja bei vielen auch schon auf dem Index. Also sollte man das Heimatministerium umbenennen in ein „Willkommen-Migranten-Ministerium“

      2. Mein letzter Satz auf das Wahlverhalten bezog sich auf den paraguayischen Durchschnittsbürger.
        Aber es stimmt: Der Paraguayer glaubt seiner Regierung nichts, der Deutsche dagegen sehr!

  3. Sehr gut was diese Abgeordnete da ausspricht. Nur kann man einem sturen Esel lange sagen er sei ein korrupter Sauhaufen. Das wird ihm egal sein.
    Dennoch gute Aktion dieser Abgeordneten. Den Namen muss ich mir merken. Ich hoffe, dass sie nicht bald einen schlimmen Unfall hat und das solche Politiker und -innen mit ihrer Einstellung einmal hier in diesem Lande die Macht erhalten werden.

  4. Mein Heiratsangebot bzw. -ersuchen ziehe ich hiermit zurück. Nicht etwa, weil mir Kuno’s Segen verwehrt wurde, sondern weil ich folgendes erfuhr: Ihr Sohn wurde von der Polizei mit Drogen im Auto erwischt. Er gab an, dass dies nicht seine Drogen seien. Also ließ die Polizei ihn ziehen. Sicher wegen Mama’s Stellung als Abgeordnete!

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