Sintierras: Politiker lässt Nationalpark besetzen

Der Nationalpark Campos Morombí liegt im Süden des Departements Canindeyú, an der Grenze zu den Departements Caaguazú und Alto Paraná. Mit etwa 30.000 Hektarn ist dies eines der wenigen Gebiete, in denen noch Reste des nordatlantischen Regenwaldes erhalten sind.

Die Besitzer des Parkes betreiben Landwirtschaft in der Zone und haben bereits 1980 entschieden, das Gebiet des Parkes unter Schutz zu stellen, lange bevor im Jahr 1994 das Gesetz 352 geschaffen wurde, welches privat betriebene Naturreservate anerkennt und zu einer Zeit, als noch große Flächen natürlichen Waldes den Nordosten des Landes prägten.

Die Familie Riquelme gründete die Firma „Campos Morombí Sociedad Anónima Comercial y Agropecuaria“ (CMSACA) mit dem Ziel, den Nationalpark zu verwalten und erreichte 2001 die Anerkennung im Rahmen des Gesetzes 352. Der Staat ist also mit verantwortlich, den Park vor Eindringlingen zu schützen.

Eine Gruppe von landlosen Bauern (Sintierras) besetzt einen Teil des Parkes und reklamiert Land vom Staat. Vertreter von CMSACA und des Staates trafen sich am Samstag Morgen mit den Landbesetzern, um eine Lösung zu finden und zu erklären, dass Naturreservate nicht für die Landverteilung durch das Indert zur Verfügung stehen.

Die Vertreter zeichneten ein Video auf, in dem die Sprecher der Gruppe, Roque Medina und Antonia Gamarra, erklären, auf Geheiß des liberalen Politikers Luis Alberto Wagner genau dieses Gebiet zu besetzen. Antonia Gamarra hat bereits Erfahrungen bei anderen Landbesetzungen gesammelt.

Vor wenigen Tagen gab es einen gemeinsamen Einsatz der Naturschutzbehörder (SEAM), der Antidrogenbehörde (Senad) und dem Forstsekretariat (Infona) in unmittelbarer Nachbarschaft des Gebietes, wobei illegale Abholzungen und etwa 12 Hektar Marihuana-Pflanzungen entdeckt wurden. Zu Verhaftungen kam es nicht.

Quelle: Última Hora

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