So dreist muss man erst einmal sein

San Estanislao: Während andere Lehrer ohne Bezahlung arbeiten und hoffen eines Tages einen Lohn zu erhalten, nimmt der Bürgermeister seinen Lehrerlohn mit ins Rathaus.

Agustín Ovando, der seit 23 Lehrer in einer Schule ist hatte keine Lust seinen Anspruch auf Rente sowie die IPS Versicherung für seine Familie zu verlieren, weswegen er den damaligen Bildungsminister darum bat, ihn als Lehrer ins Rathaus abzukommandieren ohne auf seinen Lohn verzichten zu müssen. Enrique Riera, damaliger Minister empfand das als gerechtfertigt, immerhin gab Ovando an, nur am Vormittag im Rathaus zu sein und somit am Nachmittag unterrichten zu können. Allerdings kam es niemals dazu.

Ohne Anzeichen eines schlechten Gewissens erklärte Ovando weiter, er hätte auch beide Löhne, den für Vormittag und den für Nachmittag mit ins Rathaus nehmen können, bevorzugte jedoch nur einen, falls die Presse, wie jetzt, Wind davon bekommt.

Auch für ihn gilt: Man(n) kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Entweder Lehrer und der Lohn vom Bildungsministerium oder Bürgermeister und der dazugehörige Lohn aus der Stadtkasse. Beides geht nicht, so lautet das Gesetz.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “So dreist muss man erst einmal sein

  1. Gerittener Wallach

    Ach ihr Europäer vergleicht auch alles mit Europa. Fliegt doch wieder zurück nach Deutschland. In Paragauy sind solche Machenschaften als Leistungsausweis zu werten um vorwärts zu kommen im Leben. Nicht ganz die Wahrheit sagen, ein wenig nicht ganz unkorrekt sein, andere an ihrem Gestank und Lärm teilnehmen zu lassen, das nimmt man hier gelassen, es gehört wohl oder übel zum guten Ton.