“So eine Dürre habe ich noch nie erlebt“

Asunción: Paraguay erlebt in den letzten Jahrzehnten eine der schlimmsten Dürreperioden. Darüber hinaus kommt es in bestimmten Wassereinzugsgebieten zu Bränden und Trockenheit. Dies ist der Fall im San Francisco-Bach, einem wichtigen Nebenarm des Paraguay-Flusses bei Limpio, der in der Nähe des Remanso-Hafens beginnt.

In sozialen Netzwerken ist die Sorge der Bewohner unmittelbar, da in bestimmten Gebieten ein kleiner Wasserstrahl zu sehen ist und in Teilen, in denen mehr Wasser vorhanden ist, man zu Fuß den Bach überqueren kann, was in den vergangenen Jahren sehr selten war.

José Silvero, Direktor für Hydrologie im Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades), sagte, es sei zu erwarten, dass bei einem so niedrigen Pegel des Paraguay-Flusses auch die Nebenarme allmählich abfallen. „Damit kann es logischerweise zu einer offensichtlichen Austrocknung des Bachs kommen”, betonte er.

Er bekräftigte, dass der sinkende Flusspegel leider etwas Natürliches sei und der die Freilegung von Sandbänken verursache. Silvero betonte, dass einige Stellen total trocken sein können. „Theoretisch trocknet ein permanenter Fluss aber nie vollständig aus, da Grundwasser oder Oberflächenwasser aus verschiedenen Quellen vorhanden ist, das einen kontinuierlichen Wasserabfluss ermöglicht. Logischerweise ist der Durchfluss sehr gering“, sagte der Fachmann.

Zu einem anderen Zeitpunkt betonte Silvero, dass er bereits eine Erfolgsgeschichte auf dem Gebiet der Hydrologie vorweisen könne und sich nicht an eine Dürre erinnere, wie sie das Land derzeit erlebt. „Ich erinnere mich nicht an eine Dürre, solange wir sie erleben. Nach Angaben der ANP (Nationalen Hafenadministration) gab es vor etwa 55 Jahren, 1975, auch eine sehr starke Trockenheit”, bestätigte Silvero.

Er wies darauf hin, dass derzeit ein erhebliches Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum zu verzeichnen sei, weshalb es stark vom niedrigen Flusspegel betroffen sei. „Heute gibt es ein bedeutendes Bevölkerungswachstum mit größerer Wirtschaftstätigkeit und die Intensität des Verkehrs ist wichtiger, sodass die Dürre alle Aktivitäten im Land erheblich beeinträchtigt. Es betrifft auch Tiere und Pflanzen“, betonte er abschließend.

Wochenblatt / La Nación

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