Soja-Anpflanzungen zerstört

Mayor Otaño: Nachdem der Fernsehsender Telefuturo in typischen Soja-Anbaugebieten eine Untersuchung begann, ob Schutzstreifen zu bewohnten Siedlungen und öffentlichen Gebäuden eingehalten werden war es Zeit für das Sekretariat für Saatgutkontrolle (Senave) zu reagieren. Da von der Grundschule Santa Teresita nur 39 m Abstand bis zur Gensojaplantage gemessen wurden sah sich die Senave veranlasst medienwirksam den Schutzbereich auf 100 m auszuweiten und somit einen Streifen von rund 60 m zu zerstören. Nur weil eine Lehrerin 50 m Abstand von dem Sojabauern forderte wurden ihr besagte 39 m zugestanden. Während des Unterrichts und auch bei starkem Wind wurden unter anderem neben der Schule Pestizide versprüht. Der Eigentümer der Parzelle, Jaime Luis De Zouza Leite, wurde über das Vorgehen in Kenntnis gesetzt.

Vor einigen Tagen schon haben Angestellte der Senave aus der Provinz Alto Paraná ebenfalls eine Soja-Anpflanzung von Ariel Portal zerstört, der an der Grenze einer bewohnten Siedlung gesät wurde. Das Gebiet liegt an der Straße 13 Tuyuti – Maracamoa, im Distrikt Santa Fe del Paraná. Gegen jedes Gesetz versprühte Portal Pestizide genau neben bewohnten Hütten und dass ganz ohne grüne Hecke, die ebenso vorgeschrieben ist.

Das Benutzen von Pestiziden ist laut Gesetzen den Artikeln 61, 63/B und 68/A des Gesetzes N° 3742/09 nur mit einer Genehmigung möglich die beglaubigt sein muss. Wenn ein Risiko für die Umwelt/Wasser besteht, muss die Aktion abgesagt werden. Bei Temperaturen über 32°C, einer Luftfeuchte unter 60% oder einer Windgeschwindigkeit von über 10 km/h ist das Sprühen von Pestiziden verboten. Der Schutzstreifen in dem keine Chemie versprüht werden darf muss mindestens 100 m zu menschlichen Ansiedlungen, Lehreinrichtungen, Gesundheitsposten, Tempeln und öffentlichen Plätzen betragen.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Soja-Anpflanzungen zerstört

  1. Wir müssen nochmals fragen, wieso muß Gensoja so stark gespritzt werden, daß Menschen gesundheitlich gefährdet sind? Wir verstehen das nicht, wollen es aber, um den Anbau von Genpflanzen in Deutschland grundsätzlich vorbeugend verhindern zu können. Da sind die Erfahrungen aus der Praxis in Paraguay goldwert für unsere Diskussion zum Thema.

    Es grüßt aus Niederbayern http://rundertischdgf.wordpress.com/

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