Spareinlagen bei Kooperativen sind nicht sicher

Die Zentralbank (BCP) ist verantwortlich für die Finanzstabilität, sie überwacht Banken und Finanzgesellschaften, während Kooperativen, die in etwa 18% des Gesamtvolumens ausmachen (15% vom BIP) nicht unter deren Aufsicht fallen.

Doña Catatlina arbeitete ihr ganzes Leben, mit Erreichen der Altersgrenze entschied sie sich, all ihre Ersparnisse zur Bank zu bringen, 100 Millionen Guaranies, drei Jahre später waren sie wie von Zauberhand verschwunden. Es ist nicht Magie was passiert ist, es ist nur das Risiko im Bankgeschäft. Wenn eine Bank oder Kooperative faule Kredite vergeben, das heißt, Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, werden diese zahlungsunfähig.

Die Zentralbank schreibt Regeln für Banken vor, 8% ihres Kapitals muss zur Einlagensicherung dienen. Durch den Garantiefond ist Catalina geschützt, sie würde bei Finanzgesellschaften und Banken nach drei Jahren 136 Millionen Guaranies ausgezahlt bekommen, dies wären die gesetzlich festgelegte maximale Einlagensicherung, bei den Kooperativen wäre jedoch die gesamte Einlage aber verloren.

Das Nationale Institut für Genossenschaftswesen (INCOOP) ist für die Regularien der Kooperativen verantwortlich aber autonom von der BCP. Die Standards sind weniger streng als bei den Banken oder Finanzgesellschaften. Der Schutz von fast 1,2 Millionen Sparern, die ihr Geld bei Genossenschaften angelegt haben, steht nach Meinung der Wirtschaftszeitung 5días auf dem Spiel sollte verbessert werden. Mittlerweile gibt es einen Prozess der Koordinierung der BCP mit dem INCOOP in den letzten Jahren, er könnte dazu führen, dass eine Einlagensicherung bei den Kooperativen eingeführt wird.

Quelle: 5dias