Stadtverwaltung verklagt einen Toten

Caacupé: Um Steuern einzutreiben, hat die Stadtverwaltung der spirituellen Hauptstadt des Landes einen Toten verklagt. Der Verstorbene hatte die erforderlichen Abgaben nicht gezahlt. Der Bürgermeister argumentierte, dass sie dazu berechtigt seien.

Die Klage löste allerlei Kommentare und Spott gegen die Gemeinde aus und die Kritiker wiesen darauf hin, dass sie nur Geld einsammeln wolle.

In der spirituellen Hauptstadt des Landes kam der Fall an das Tageslicht. Die Stadtverwaltung aus Caacupé hat einen Mann verklagt hatte, der vor mehr als zehn Jahren gestorben war.

Die Facebook-Seite “Foro ciudadano“ machte sich über die Situation lustig und wies darauf hin, dass hinter dieser rechtlichen Maßnahme das einzige Ziel bestehe, die Gemeindekassen zu füllen und sogar von den Verstorbenen Steuern einzutreiben.

Der Bürgermeister Diego Riveros teilte gegenüber der Presse jedoch mit, woraus die Klage besteht. Er behauptete, dass die von ihnen eingeleiteten rechtlichen Schritte korrekt seien und im Rahmen der gesetzlich zulässigen Grenzen stünden.

„Der Fall selbst besteht darin, die Steuer von einem Mann einzutreiben, der nie gezahlt hat. Obwohl er bereits im Jahr 2013 verstarb, bestehen die Schulden weiter, sodass wir darum bitten, in die laufende Nachfolge einzutreten und so das Geld einziehen zu können“, argumentierte der Bürgermeister.

Andererseits erklärte er, dass jede Forderung auf den Namen des Eigentümers der Immobilie lauten müsse, und in diesem Fall auf den Namen des Verstorbenen, Arnaldo Benítez Núñez.

„Leider ist es die einzige Möglichkeit, die Steuern des Verstorbenen einzutreiben, und wir haben viele ähnliche Fälle“, fügte Riveros hinzu.

In diesem Fall zahlte Nuñez von 2010 bis heute keine Steuern und schuldete der Stadtverwaltung einen Betrag von 20.080.190 Guaranies zuzüglich Zinsen für die Gerichtskosten, die sich auf 2.008.019 Gs. belaufen.

Anwalt Marcos Dennys García, ein Erbschaftsexperte, erwähnte, dass dies legal sei. „Das Gesetz besagt, dass ein Nachlassverfahren eröffnet oder die Integration der legitimen Erben oder Gläubiger beantragt werden kann. In diesem Fall tritt die Gemeinde als Gläubiger ein“, erklärte er.

Der Anwalt wies jedoch darauf hin, dass es nur dann falsch wäre, wenn das Nachlassverfahren bereits beendet sei und die Kommune erst dann als Gläubiger eintreten wolle. „Es ist bekannt, dass es eine Frist gibt, innerhalb derer die Erben oder Gläubiger erscheinen müssen. Wenn sie dies nicht innerhalb dieses festgelegten Zeitraums tun, verlieren sie alle Rechte“, stellte er klar.

Wochenblatt / Extra / Beitragsbild Archiv

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