Steuerreform vorgeschlagen

Asunción: Eine Studie von Spezialisten aus dem Zentrum für Analyse und Verbreitung der paraguayischen Wirtschaft (Cadep) schlägt eine tiefgreifende Steuerreform vor.

Dabei soll die Mehrwertsteuer von 10 auf 15% erhöht werden. Auch bei der Einkommenssteuer IRP sind Reformen angedacht.

Die eingangs genannte Studie, die von dem Ökonom und ehemaligen Finanzminister Dionisio Borda sowie dem Ökonom Manuel Caballero entworfen wurde, schlägt vor, den Steuerdruck in Paraguay, der derzeit bei etwa 10% liegt, zu erhöhen, um den Mehrwertsteuersatz für alle Segmente gleichzusetzen, da es immer noch Produkte gibt, für die differenzierte Sätze anfallen.

In gleicher Weise soll der Steuersatz der landwirtschaftlichen Einkommenssteuer (Iragro) und der Einkommensteuer für gewerbliche, industrielle und Dienstleistungen (Iracis) angepasst werden. Er liegt zurzeit bei 10%.

Broda erklärte, dass das Dokument die notwendige Steuerreform in Frage stellen wolle, die in diesem neuen Zeitraum, der nächsten August beginnt, eingeleitet werden sollte. Es sei notwendig, diesen Schritt zu machen, meint er, da in Paraguay die Steuern eine der niedrigsten in der Region seien, sowie dass ungerechte Bedingungen für einige Sektoren und Ausnahmen nicht mehr gelten. Die letzte Steuerreform stammt aus dem Jahr 2004.

Eine weitere Maßnahme, die vorgeschlagen wird, ist die Hinzufügung einer zusätzlichen Steuer von 5%, die für landwirtschaftliche Erzeugnisse gilt und nicht übertragbar ist, sowie die Beseitigung von Mehrwertsteuererstattungen und Steuerbefreiungen, die einigen Unternehmen jahrelang zugutegekommen sind.

Der Cadep-Bericht schlägt auch eine vollständige Überarbeitung der Grundsteuer vor, um den Immobilienpreis zu erhöhen und die Einnahmen der verschiedenen Gemeinden zu stärken. Einer der wichtigsten Vorschläge dieser von Cadep vorgeschlagenen Studie ist die Anwendung differenzierter Einkommenssteuersätze (IRP) zwischen 8% und 25% je nach Einkommenskategorie.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Steuerreform vorgeschlagen

  1. Im ersten moment dachte ich,die meinten wirklich Reform aber sie meinten Erhöhung.
    Das bricht der wirtschaft das Genick.
    Ich jedenfalls werde dan nicht mehr selbstständig arbeiten(Arbeitgeber sein) und gehe bei der regierung arbeiten,sprich auch vom Steuerzahler abhängig werden.
    Machen wir es doch alle so,dan zahlt wenigstens niemand mehr steuer und lebt nur noch abhängig von steuerzahler,que cosa.

  2. …HALLO, zuerst sollte man mehr verdienen und zwar bei weiten die überwiegende Mehrheit, dann können sie über Steuer nachdenken. Es geht auch anders, die was darüber entscheiden (inkl. alle Parlamentarier) sollten das Doppelte und mehr an Steuer bezahlen!

  3. Offensichtlich reichen den Politikern ihre endlosen Pfründe doch nicht? Es ist wirklich unglaublich, in welche Abgrüde die Gier führt?

  4. Damit leidet nur die arme Bevölkerung. Die reichen S*cke lachen sich einen Ast ab und waschen weiterhin ihr Geld in Immobilien, (Schein)firmen oder gleich in ausländische Konten.

    Nach dem Theater um die Tabaksteuer und der eisernen Hand von Don Cartes, kann doch niemand mehr ernsthaft glauben, dass eines Tages ein Präsident eine Steuer einführt, die die reichen S*cke um Pfennigsbeträge „belastet“.

  5. …..“da in Paraguay die Steuern eine der niedrigsten in der Region seien“… aber die Höchsten in der Region für Personalkosten. Von den G 100 von Steuern gehen Gs.78 in Personalkosten. Dies ist aus dem objektiven Artikel der ABC von heute zu entnehmen. Im subjektiven Artikel des Wochenblattes werden diese Daten unterschlagen. Von einem ehemaligen Finanzmister als Experte ist kaum zu erwarten dass er für etwas mehr Sparsamkeit beim Staat eintritt.
    Warum muss ein Staat überhaupt so viele Angestellten haben? Wahrscheinlich weil viele eben nicht den Anforderungen der freien Wirtschaft gewachsen sind und deshalb der Andrang so groß ist beim Staat einen ruhigen Job ohne Verantwortung zu bekommen..

  6. Mehr fällt diesen Spezialisten nicht ein als immer neue Erhöhungen von Steuern. Genau das ist immer der Anfang von noch mehr Steuern. Was soll den dann noch Industrie in Paraguay in einen Land wo 3 mal im Jahr der Mindestlohn erhöht wird und dann noch Steuern. Genau dieser niedrige Steuersatz mach PY erst interessant für Investitionen und Industrie. Paraguay ist ein Land was unausgebildete Leute hat und die Bevölkerung ist auch nicht gerade arbeitsam aber das kann nur kompensiert werden durch wenig Steuern.Erhöht man jetzt die Steuern geht es mit PY nicht mehr Berg auf.Diese so genannten Fachleute für Steuern sollten sich mal lieber um die Geldverschwendung im Staatlichen Wasserkraftwerken kümmern wo irre Löhne gezahlt werden. Das würde wenn vernünftig belohnt würde Milliarden in die Kasse spülen wo dann die Krankenhäuser profitieren könnten.

  7. da sieht man mal wieder, dass diese sogenannten experten absolut keine ahnung haben, aber davon haben sie mehr als genug. statt über einsparungen zu sprechen, welche in diesem land mehr als genug vorhanden, möchte man lieber den einfacheren weg der steuererhöhungen gehen. die konsequenzen so eines schrittes dürften wohl jedem klar sein, ausser natürlich diesem experten.

  8. Sie bekommen den den Hals nicht voll.Es wohl kaum kein Land wo es so viele Staatsbedienstete auf die Bevölkerung umgerechnet gibt wie im Paraguay. Ein großer Teil der Staatsdiener schaukelt sich die Eier,macht gar nichts außer Geld abholen von der Bank.70-80% der Steuereinnahmen sind schon Personalkosten.Man braucht Geld,Steuererhöhung, die Beamtenkinder müssen auch untergebracht werden:Wie wäre es mal mit Sparen und Personalabbau!

  9. Ich weiß nicht in welche Kategorie ich diese „Experten“ einordnen soll.
    Variante 1:
    Sie wissen nicht was sie da reden, geschweige können sie die volkswirtschaftlichen Folgen ihrer Pläne abschätzen.
    Dann hätten wir: Wenn die Dummen fleißig werden, wird es gefährlich.
    Variante 2:
    Sie wissen ganz genau was sie da Vorschlagen und kennen auch die Folgen für Paraguay.
    Es würde eine schlagartige Preiserhöhung von über 16% geben, welche sich aus der geplanten Erhöhung der Umsatzsteuer (von5 % auf bisher 10 % und 10 % auf bisher 5 %) und die Differenz aus der Umsatzsteuer, welche Unternehmen nicht mehr gegenrechnen dürfen (Einkauf zu Verkauf).
    Hinzu kommt die jähliche Inflationsrate von 4 %.
    Wir hätten hier in kürzester Zeit argentinische Verhältnisse.
    Der Finanzmafia von Weltbank und IWF werden Tür und Tor geöffnet.
    Desweiteren befürchte ich, nein ich bin mir sicher, dass die Damen und Herren Abgeordneten die Tragweite eines solchen Vorschlags und deren Folgen nicht geistig verarbeiten können.
    Den „Experten“ würde ich vorschlagen nach Deutschland zu gehen, denn die dortige Kanzlerin fördert alles, was den Staat zerstört.

  10. Von den geplanten Steuererhöhungen wird dann 0,001 Prozent in Form von Infrastruktur ans einfache Volk zurück gelangen. Immerhin!