Teurer als in jedem Restaurant

Villa Elisa: Tallarínes, selten auf den Speisekarten der besseren Restaurants zu finden, jedoch wenn, dann nicht zu 50.000 Guaranies pro Portion. In einer Schule der besagten Stadt wird diese Speise ausgegeben, anscheinend sogar täglich und zu einem noch höheren Preis. Natürlich mussten die Schüler nicht dafür aufkommen, denn das Geld stammte ja aus Brasilien.

Niemals um eine Ausrede verlegen war nicht vorauszusehen, dass Kinder die Essen bekommen sollen auch Hunger haben und demnach ihnen Essen serviert werden muss. Der Bürgermeister der Stadt, Lider Amarilla, der über die Gelder für Bildungseinrichtungen verfügt, ordnete ohne Ausschreibung die Vergabe des Auftrages an den befreundeten Geschäftsmann Víctor Núñez ab.

Dieser sollte mit seinem dafür gegründeten Betrieb „VN Service Lunch“ 60 Tage lang 635 Kindern Tallarínes bzw. landestypische Nudeln auftischen, obwohl nur noch zwei Wochen Unterricht bis zum Jahresende fehlen. Das macht bei der Gesamtsumme nicht 13.000 Guaranies pro Teller, was schon viel zu hoch erscheint, sondern stolze 50.286 Guaranies.

Insgesamt erhielt Víctor Núñez 478.972.000 von der Stadt Villa Elisa, die wiederum die Fonacide Mittel einsetzt. Dieser Fond wird durch Zahlungen für Itaipú Energie an Brasilien befüllt.

Am heutigen Abend soll in der Stadt gegen diese Vorgehensweise demonstriert werden. Der pünktlich 19.00 Uhr beginnende Protest soll zudem gegen Senator Blas Llano gerichtet werden, der ebenfalls in der Stadt wohnt und wie auch 21 weitere Víctor Bogado Schutz gewährte.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Teurer als in jedem Restaurant

  1. liebe leser
    da werden wieder mit einer vermeintlichen unterstuetzung fuer beduerftige schueler grosse geschaefte gemacht.dieser buergermeister von villa elisa, lider amarilla, soll nach auskunft eines lokalen parteifuehres des „equipo joven“ der kommende mann auf nationaler ebene sein, aufgebaut durch „brad pig“ blas llano.der eigentlich dafuer vorgesehene ex-minister und jetzt senator enzo cardozo ist offenbar nicht mehr „vermittelbar“(verdacht auf unterschlagung im amt, simmte fuer die deckung von victor bogado). hoffentlich nehmen viele leute bei der protestaktion teil.der fall muss natuerlich auch beim kontrollausschuss angezeigt werden.da wird man sehen ob dieser lider amarilla schon genug „rueckendeckung“ besitzt und dieser fall, wie so viele“zu den akten“ gelegt wird. wie so vieles. eine schande fuer diePLRA partei.

  2. Wenn nicht endlich dieses Diebsgesindel, anderst kann man wohl nicht dazu sagen, eingesperrt wird, ändert sich nie etwas. Endlich wacht die Bevölkerung auf. Wenn aber die Justiz nicht reagiert, könnte es in Zukunft Probleme geben.

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