Tief in den roten Zahlen

Asunción: Wenn ein Bürgermeister als produktiv gefeiert wird, weil er es schafft mit den Einnahmen lediglich die Löhne seiner Angestellten zu zahlen, ist dies ein Armutszeugnis. In einigen Fällen reicht es nicht einmal dafür, ganz abgesehen von der Tilgung der Schulden.

Die Stadtverwaltung, die rote Zahlen schreibt und sich verschuldet hat, um ihre Schulden zu begleichen, reagiert auf die Wahlversprechen von Óscar “Nenecho” Rodríguez, der auf diese Weise die Stimmen der Beamten erhalten hatte, indem sie öffentliche Gelder verlost.

Die Haushaltsverordnung 2022 sieht eine Erhöhung des Postens 100 der persönlichen Dienstleistungen in Höhe von 21,9 Milliarden Guaranies vor, was einer Steigerung von 3 % entspricht. Er wurde in der Sitzung des Stadtrats von Asunción am Donnerstag um 18.00 Uhr ohne Gegenstimmen angenommen. Die Stadtverwaltung argumentiert, dass es sich um einen Gehaltsausgleich handelt. Sie kommt einem großen Teil der Beamten zugute.

Darüber hinaus wurde nach einer hitzigen Debatte mit 10 gegen 7 Stimmen ein Nachtrag zum Haushalt angenommen, der eine Erhöhung von 8,3 % für die rund 7.700 Beamten und Tagelöhner vorsieht. Dies entspricht einem Anstieg von 25 Milliarden Guaranies. Davon entfallen 21 Milliarden Guaranies auf Gehälter und 3 Milliarden Guaranies auf Leistungen wie Zahlungen für Arbeit an ungesunden Orten und Nachtzuschlag.

Insgesamt wird die Stadtverwaltung 46,93 Milliarden Guaranies, also etwa 6 Millionen Euro mehr für Gehälter, Bonifikationen und andere Leistungen ausgeben als 2021.

Der wiedergewählte Bürgermeister Óscar “Nenecho” Rodríguez verlost auf diese Weise öffentliche Gelder und schafft es, sein Wahlversprechen an die Gemeindebeamten zu “bezahlen”, die sich für ihn eingesetzt haben.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentare zu “Tief in den roten Zahlen

  1. Hätte jemand etwas anderes erwartet als offensichtlich, schamlos und gierig. Wenistens wie alle zuvor kein Lügereien, versprechen stets die Gelder transparente einzusetzen. 7.700 Beatmete vom Beatmetenhäuschen für überall Müll, kaputte Bürgersteige und Straßen, verfallende öffentliche Plätze, wuchernde Pflanzen, korrupte Polizei und Politiker. Dass es denen nicht langweilig wird mit gutem Gehalt für Land mit Mindestlohn 300 € und viel Freizeit. Wer einen der 7.700 Beatmeten vom Beatmetenhäuschen auf Arbeit sieht sollte ein Foto machen. Hat Seltenheitswert.

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